Herzlich willkommen am Österreichischen Kulturforum Berlin!

Wir freuen uns sehr, Sie wieder zu Konzerten, Lesungen, Gesprächen und Ausstellungen einladen und damit auch Kunst- und Kulturschaffende unterstützen zu können. Wir haben zu Ihrem Schutz und zur weiteren Eindämmung der Corona-Pandemie ein Schutz- und Hygienekonzept für Veranstaltungen entwickelt. Indem Sie die darin vorgesehenen Hygienemaßnahmen befolgen, helfen Sie mit, sich und andere vor Ansteckung zu bewahren und unseren Veranstaltungsbetrieb aufrecht zu erhalten.

Das Kulturforum Berlin ist das Kulturinstitut der Republik Österreich in Deutschland. Wir unterstützen österreichische Kulturschaffende mit dem Ziel, den Dialog zwischen Österreich und Deutschland in den Bereichen Kultur und Wissenschaft zu fördern und stehen auch als Servicestelle für den Aufbau von Kontakten und Netzwerken in Deutschland zur Verfügung. Dazu laden wir regelmäßig zu Veranstaltungen in das Kulturforum der Österreichischen Botschaft Berlin ein und arbeiten mit Partnerinnen und Partnern im Kultur- und Wissenschaftsbereich in ganz Deutschland zusammen. Mehr erfahren

Aktuelle Tipps

Bühnentipps – Aktuell | „Iphigenie. Traurig und geil im Taurerland“

 

Aufopfernd, tugendhaft, mutig und entschlossen – Attribute, die der mythologischen Figur der Iphigenie seit Jahrhunderten zugesprochen werden. So lernen sie die Besucher*innen der Volksbühne Berlin zu Anfang auch kennen.
Sobald Iphigenie jedoch vor der Opferung durch den Vater gerettet wird und ihr Exil in Tauris antritt, verwandelt sie sich zu einer fluchenden, rauchenden und offenherzigen neuen Ikone. Agamemnon, Menelaos, Odysseus, Klytaimnestra und Iphigenie sprechen Texte der österreichischen Autorin Stefanie Sargnagel und tanzen in Brautkleidern zu einer ausdrucksstarken Choreographie. Die männlich geprägte Perspektive auf die entrückte Iphigenie sei Stoff von gestern, denn: „Ich bin Kali, die Göttin der Zerstörung und der Erneuerung, und ich führe manische Heerscharen aus euren mit dem Sterben ringenden Fängen jubelnd ins goldene Matriarchat.“ (Stefanie Sargnagel).

Die Vorstellungen im September waren nach kürzester Zeit ausverkauft, ebenso die drei Spieltermine im Oktober. An der Abendkasse gibt es ggf. noch Restkarten.

Lesen Sie hier eine Rezension über das Stück „Iphigenie. Traurig und geil im Taurerland“.

From Austria with Love – Die Wiener Sängerknaben auf World Online Tour

 

Die Wiener Sängerknaben gehen im Herbst 2020 auf ihre erste „World Online Tour“.
Das erste Konzert dieser besonderen Tour ist eine Hommage an Österreich, gespielt wird Musik von Schubert, Mozart, Haydn, Beethoven und Strauß sowie Volkslieder aus allen 9 Bundesländern. Live im Wiener Palais Augarten aufgenommen, geht das Konzert am Freitag, 25. September online – Karten sind hier erhältlich.

Kosmos Österreich – Aktuelle Ausgabe „Kultur und Wissenschaft“

 

Wir freuen uns sehr, Ihnen wieder neue Einblicke in den „Kosmos Österreich“ geben zu können. Die umfangreiche 65. Ausgabe ist nicht nur dem durch die Corona-Pandemie verursachten „Veranstaltungsstau“ geschuldet. Wir wollen diese bewährte Publikation vielmehr wieder dazu nutzen, Ihnen neben dem Programm auch interessante Persönlichkeiten, aktuelle Themen, neue Ideen und Bücher nahezubringen.

Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe für September bis Dezember 2020:
Kosmos Österreich – Kultur und Wissenschaft

Mediathek des Österreichischen Kulturforums Berlin

 

Hier finden Sie unsere virtuellen Angebote:

Aktuelle Architektur aus Österreich
Der Bauherrenpreis der ZV – Zentralvereinigung der Architekt*innen Österreichs zeichnet herausragende Bauten, Freiraumgestaltungen sowie städtebauliche Lösungen aus.
Maria Auböck, Präsidentin der ZV Österreich, stellt die Preisträger*innen 2019 in der Ausstellung „Aktuelle Architektur aus Österreich“ in der Galerie des Kulturforums an der Österreichischen Botschaft Berlin vor.
Ausstellungsdauer: 01. bis 15. September 2020

Noch mehr über die hohe Qualität der Architekturproduktion und das architektonische Denken in den verschiedenen Bundesländern Österreichs können Sie jetzt in der Vortragsreihe „Sprechen über Architektur >> revisted“ erfahren. Die ZV Österreich hat ihr Medienarchiv für Sie geöffnet und zeigt eine Auswahl an Vorträgen, die seit 1967 verschiedene Akteure der Architekturszene Österreichs zu Wort kommen lässt.

WOS UNGUAZ
Eine szenische Lesung mit Musik mit Texten von H. C. Artmann.
H.C. Artmann, virtuoser Sprachspieler, schelmischer Provokateur und einer der großen Dichter des deutschen Sprachraums hat sich vor allem als Lyriker verstanden. Aus der Wiener Vorstadt stammend, spielte er wie kaum ein anderer auf der Klaviatur der poetischen Sprache, die er formvollendet, mit leichter Hand ausstreute. WOS UNGUAZ zeichnet den Weg eines Liebe Suchenden über Dächer und Türme, über Kasematten und Bordelle, über Friedhöfe und Ringelspiele, über Riesen und Zwerge und Zwitter, über Kohlköpfe und Menschenfresser, über Lebende und Tote und Gespenster, über Inseln und Schiffe und Werften und silberne Löwen …

Idee, Zusammenstellung, Konzeption & Darstellung: Walter Prettenhofer (Schauspieler & Sprecherzieher)
Musik & Sound: Benno Koloska (Musiker, Logopäde & Osteopath)

Demokratie verteidigen
Aus Anlass des 75. Jahrestages der Gründung der Republik Österreich am 27. April 1945 erinnerten wir an Voraussetzungen und Grundwerte der Demokratie im Kontext von Bildung und Kunst. Gregorij H. v. Leïtis, Gründer der The Lahr von Leïtis Academy & Archive und Michael Lahr, Executive Director von The Lahr von Leitis Academy & Archive, präsentierten in einer literarischen Collage Texte von u.a. Hermynia zur Mühlen, Joseph Roth, Erich Kästner und Klaus Mann.

Digitaler Konzertsaal
Initiiert vom Geiger Daniel Auner, unterstützt vom BMEIA; wir boten folgende Konzerte an:
Samstag, 11. April | Daniel Auner mit Werken für Violine Solo von J.S. Bach
Ostersonntag, 12. April | Magda Amara am Klavier, Werke von W.A. Mozart, F. Chopin, S. Rachmaninov
Samstag, 18. April | Beethoven Festkonzert, Symphonie Nr. 4 mit den Salzburg Chamber Soloists, Lavard Skou-Larsen
Samstag, 27. Juni | Auner Quartett, Beethoven Op. 18/1 , „Amerikanisches“ von Dvorak

austria kultur digital

 

Das Kulturleben in Österreich ist bunt und vielfältig – und digital für Sie aufbereitet. Wir stellen Ihnen hier die Plattform „austria kultur digital“ des Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA), das „Austria-Forum“ und viele weitere Angebote vor.

austria kultur digital
Auf der Plattform austria kultur digital finden Sie das vielfältige digitale Veranstaltungsangebot vor allem der Österreichischen Kulturforen im Ausland.

schreibART ONLINE
Die Österreichische Gesellschaft für Literatur begleitete das schreibART-Programm des Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) filmisch und nahm Lesungen und ausführliche Werkstattgespräche mit österreichischen Autor*innen ohne Publikum auf.
Anna Kim, der vorerst letzte Gast in der Reihe, sprach am 19. August mit Manfred Müller u.a. über den Zusammenhang zwischen Individuum und Politik, die unterschiedliche Herangehensweise an das Schreiben von Romanen und Essays sowie über ihr zuletzt erschienenes Buch „Die große Heimkehr“, aus dem sie auch las.

Online Ausstellungen des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten
Ausstellungen zu Klimt, Celan, bedeutenden Österreicherinnen sowie ein digitales Karikaturmuseum sind auf der Seite der Austria Kultur International zu besichtigen.

Austria-Forum
Das digitale Lexikon Austria-Forum hat sich zum Ziel gesetzt, nicht einfach nur ein österreichisches Lexikon zu sein, sondern »alles, was für Österreich interessant ist« kostenlos nachschlagbar zu machen.

Franzobel – Stadtschreiber Dresden 2020

 

Der österreichische Schriftsteller und Ingeborg-Bachmann-Preisträger Franzobel ist seit Juni 2020 der 25. Stadtschreiber von Dresden. Er erhielt ein sechsmonatiges Stipendium sowie Logis, um an seinem neuen Roman zu arbeiten.

Am 09. Juli 2020 fand seine Antrittslesung im Kulturpalast Dresden statt. Die Lesung und das anschließende Gespräch mit der deutschen Künstlerin Anna Mateur sind auf Facebook verfügbar.

 

Wohlbrück-Walbrook Filmretrospektive

 

Das Zeughauskino zeigt bis 19. September die Hälfte der etwa 50 Filme des österreichischen Schauspielers Adolf Wohlbrück. 1896 in Wien geboren reüssierte er zunächst in den 1920er Jahren am Theater, bevor er mit seinen Markenzeichen einer eleganten Erscheinung und eines ironischen Witzes zu einem Star in den Tonfilmkomödien der 1930er Jahre wurde. In der Emigration in Großbritannien setzte er ab 1937 seine Karriere mit Filmklassikern wie „The red shoes“ fort.

Deutsches Historisches Museum, Zeughauskino

Buchtipps – Aktuell | Sandra Gugic, „Zorn und Stille“

 

Wir verraten Ihnen hier unsere aktuellen Tipps aus der Welt der Literatur.

Zorn und Stille
Sandra Gugić gelingt mit ihrem zweiten Roman ein kluges intimes Familienporträt, in dem die große Frage „Was ist Heimat?“ drei Generationen beschäftigt.
Die Protagonistin Biljana Banadinović flüchtet mit 17 Jahren aus dem Elternhaus, das nur darauf bedacht scheint, als Migranten in Wien ja nicht aufzufallen. In Berlin und Budapest fühlt sie sich frei von allen Konventionen und entfaltet sich künstlerisch unter dem Namen Billy Ban. Doch ihrer serbischen Herkunft und dem plötzlichen Verschwinden des Bruders kann sie sich nach dem Tod des Vaters und dessen letzten Wunsch endgültig nicht mehr entziehen.

Max Reinhardt. Ein Leben als Festspiel
100. Salzburger Festspiele – Opulent und ausführlich, wie es sich für ein Jubiläumsjahr gehört, ist die Biographie, die die Journalistin und Buchautorin Sybille Zehle dem Mitbegründer der Festspiele widmet. Mehr über den „Theaterzar“ finden Sie in der Tageszeitung Der Standard.

Unter der Drachenwand
Auf feinfühlige, detailreiche und einzigartige Weise erzählt Arno Geiger die Geschichte eines jungen schwerverwundeten und innerlich zerrissenen Wehrmachtsoldaten, der seine Zeit zur Genesung in Mondsee im Salzkammergut verbringt. In fiktiven Briefen und Tagebucheinträgen schreibt der Autor über die Absurdität des Krieges, die Hoffnung auf ein baldiges Ende und den Wunsch nach einem normalen Leben.

Vienna
Botschafter Peter Huber empfiehlt im SZ- Magazin das Buch Vienna von Eva Menasse als einen Roman, der Österreich nahe bringt. In ihrem literarischen Debüt beschreibt sie den Weg einer Wiener Familie mit zur Hälfte jüdischen und zur Hälfte katholischen Wurzeln. Es ist eine mitreißende Erzählung, in der sich auch die Geschichte Österreichs im 20. Jahrhundert spiegelt, voller origineller Charaktere, die sich geistreich und mit Humor durch die todernsten Zeiten retten.
Die Buchempfehlung ist in der 28. Ausgabe des Süddeutsche Zeitung Magazin zu lesen.

Schenk. Das Buch: Ein intimes Lebensbild
Michael Horowitz und Otto Schenk
Das Buch zum 90. Geburtstag des weltberühmten Opernregisseurs, Intendanten, Schauspielers und Autors Otto Schenk am 12. Juni 2020.

Werke von Alfred Kolleritsch
Wir gedenken Alfred Kolleritsch, der im Alter von 89 Jahren am 29. Mai 2020 in Graz gestorben ist. Der Mitbegründer des Grazer „Forum Stadtpark“ und Herausgeber der Literaturzeitschrift „manuskripte“ war eine der zentralen Figuren im österreichischen Literaturbetrieb. Er wird uns auch mit seinen Gedichten und Romanen in Erinnerung bleiben.

Lavendellied
Als Einstimmung auf das Poesiefestival Berlin empfehlen Lavendellied von Elke Laznia – ein Prosagedicht, ein „lyrischen Gesang“ über „das alte Lied der Wiederholungen über Generationen“. Elke Laznia würde am liebsten schreiben, ohne etwas zu erzählen, nur neue Formen und Bilder und im Rhythmus der Worte eine unverwechselbare Sprache finden. Und so tauchen Gedanken und Erinnerungen an Eltern, Kinder und Partner aus einem rauschenden Sprachfluss wie Inseln auf.

Karl Kraus: Der Widersprecher
Umfangreich und umfassend, alles, was es über den berühmten und berüchtigten Schriftsteller – „ den größten und strengsten Mann“ im damaligen Wien – zu wissen gibt, von Jens Malte Fischer sachkundig und wunderbar lesbar geschrieben. Was hat uns der „Widersprecher“ heute zu sagen? Er setzte sich permanent kritisch und kompromisslos mit dem sozialen, politischen und kulturellen  Geschehen seiner Zeit auseinander, orientierte sich dabei immer wieder neu, irritierte damit auch Freund und Feind. Und er fand dafür in seinen Werken eine einzigartige Sprache, gnadenlos, satirisch  und geist- reich:  „Ein Aphorismus braucht nicht wahr zu sein, aber er soll die Wahrheit überflügeln. Er muss mit einem Satz über sie hinauskommen.“ Er kommt tatsächlich über sie hinaus, mit Leichtigkeit und wirkt bis in unsere Zeit.