Ausstellung

Im Haus

02.06.2022

ERÖFFNUNG Ouriel Morgensztern. Rendezvous in Wien

Herzlich Willkommen!

Informieren Sie sich auch gerne hier und in der Mediathek über unsere aktuellen Programme und Angebote.

Das Kulturforum Berlin ist das Kulturinstitut der Republik Österreich in Deutschland. Wir unterstützen österreichische Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Kultureinrichtungen mit dem Ziel, den Dialog zwischen Österreich und Deutschland in den Bereichen Kultur und Wissenschaft zu fördern. Wir stehen auch als Servicestelle für den Aufbau von Kontakten und Netzwerken in Deutschland gern zur Verfügung. Dazu laden wir regelmäßig zu Veranstaltungen in das Kulturforum der Österreichischen Botschaft Berlin ein und arbeiten mit Partner*innen im Kultur- und Wissenschaftsbereich in ganz Deutschland zusammen. Mehr erfahren

Das aktuelle Heft steht im Zeichen des Claims des Gastland-Auftritts Österreich bei der Leipziger Buchmesse 2023 – „meaoiswiamia“. Die Literatur begleitet uns also natürlich weiterhin und hilft uns gerade in Zeiten wie diesen, neue Perspektiven einzunehmen.

Die NASOM-Band „Purple Is The Color“ geben zudem im Interview Einblicke in ihr Band-Leben. Im Herbst sind sie auch Gast bei uns am Kulturforum!

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre des KOSMOS ÖSTERREICH 70.

Aktuelle Tipps

Deutschland Konzerte „Please Madame“

Das dritte Album der Salzburger Indie-Rock-Band Please Madame, kletterte prompt auf Platz 25 der österreichischen Charts. “Angry Boys, Angry Girls” umfasst 13 neue Tracks, die für die Band zum Markenzeichen gewordene Motivations- und Begeisterungsfähigkeit widerspiegeln. Im Herbst kommt die Band für ihre ausgiebige Album-Tour auch nach Deutschland: 

31.08. – Ostpol, Dresden
01.09. – LUX, Hannover
02.09. – Umbaubar, Oldenburg
03.09. – Badehaus, Berlin

Für mehr Informationen und Tickets klicken Sie hier.

 

Foto-Ausstellung „GSTETTN“ VON REGINA ANZENBERGER

Das KunstforuM51 lädt zur Ausstellung „GSTETTN“ von Regina Anzenberger ein: 02. JUNI – 02. JULI 2022

Im Rahmen der 8. Triennale der Photographie Hamburg zeigt das KunstforuM51 als Triennale Expanded Projekt erstmals in Deutschland die Serie der österreichischen Künstlerin Regina Anzenberger.

Mehr Informationen finden Sie hier.

Pop-Kultur Festival 2022

Das Pop-Kultur Festival findet erneut live auf dem Gelände der Kulturbrauerei Berlin vom 24.08. – 26.08.2022 statt. Neben Konzerten, Talks, Lesungen und Filmen, werden 15 Auftragswerke als Weltpremieren präsentiert. Das Festival versteht sich als Prozess, an dem das Team, Publikum und Künstler*innen teilhaben: Postmigrantische Identitäten, intersektionale Diskurse, inklusive Projekte, diasporische Narrative, queere Positionen und der Bruch mit musikalischen Erwartungen erschaffen einen Raum für gemeinsamen Austausch.

Für mehr Informationen: www.pop-kultur.berlin 

Wiederaufnahme von „Die letzten Tage der Menschheit“ in Berlin

 

Der „Spiegel“ sprach von einem „Gesamtkunstwerk“, die „Deutsche Bühne“ bezeichnete es als einen „apokalyptischen Grenzgang des Theaters“, der „Kurier“ nannte es „DAS Theaterereignis des Jahres“: „Die letzten Tage der Menschheit“ von Karl Kraus, ein Simultandrama, das an mehreren Orten gleichzeitig stattfindet. Man kann am Geschehen unmittelbar teilhaben, in den Zeitungsredaktionen sitzen und auf alten Schreibmaschinen tippen, in die Betten des Lazaretts darf man sich legen, im Kaffeehaus sitzen, die Zeitung lesen und Kaffee trinken. In der Pause wird zusätzlich ein dreigängiges Dinner serviert.

Für mehr Informationen zu Veranstaltung Die letzten Tage der Menschheit (letztetage.com)

Wiederaufnahme am 24. Juni 2022

THÜRINGER LITERATURTAGE: Rest in Poetry II

 

Das spezielle Format, das Michael Stavarič und Tina Feyrer gewählt haben, nennen sie „Lesedokumentarfilm“; es handelt sich weder um eine Verfilmung der Lesungen noch um einen Dokumentarfilm, sondern um eine Vereinigung von beidem – „eine filmische Auseinandersetzung mit Text, die etwas anderes will als das rein Dokumentarische oder das rein Filmische“, angelehnt an die sogenannten amerikanischen „film poems“ der 60er Jahre.

Michael Stavarič (AT/CZE), gemeinsam mit Tina Feyrer (AT), Romina Nikolić (DE), Daniela Danz (DE) und Nancy Hünger (DE); in Kooperation mit den Thüringer Literaturtagen sowie dem Österreichischen Kulturforum Berlin

Für mehr Informationen zur Veranstaltung ›Rest in Poetry II‹ | Jahr der österreichischen Literatur / Internationale Literaturdialoge

Screening am 11.Juni 2022

Die Österreichische Auslandskultur im Radio

Es freut uns besonders, dass wir Ihnen nun auch via Radio bzw. Podcast mehr über unsere vielfältige Arbeit in der Österreichischen Auslandskultur berichten können:

Am Montag, 7. März startet das neue Auslandskulturjournal der Sektion für Internationale Kulturangelegenheiten auf Radio Klassik!

Jeden Montagabend um 18.15 Uhr und Donnerstagfrüh um 08.15 Uhr und für Zuhörer*innen außerhalb Österreichs anschließend im Podcast.

Open Call: Reparatur der Zukunft | Internationale Ideensuche

Die Reparatur der Zukunft ist eine Initiative ohne Ablaufdatum, getragen von zwei Prinzipien: Hoffnung und Innovation. Sie versteht sich als Aufforderung, neu und anders zu denken, wie wir den Herausforderungen unserer Zeit begegnen können.

Gemeinsam mit dem Österreichischen Außenministerium, den Österreichischen Kulturforen und Vertretungen im Ausland sucht Ö1 Initiativen, die die Welt positiv verändern und gestalten wollen. Denn das Coronavirus hat uns einmal mehr vor Augen geführt, wie vernetzt, wie verbunden und wie abhängig wir voneinander sind. Das betrifft unsere Gesundheit, unsere Wirtschaft, Umwelt – einfach alles. Daher sind wir aufgefordert, uns auszutauschen, uns gegenseitig zu motivieren und unsere Ideen zu bündeln. Die globale Reparaturwerkstatt soll einen Ort des gemeinsamen Lernens und Experimentierens schaffen und zu neuen Kooperationen führen. Gesucht werden innovative Ideen oder bereits realisierte Projekte, die Probleme erkennen und an Lösungen arbeiten, im ganz großen oder ganz kleinen Kontext. Gefragt ist alles, was Impulse zur Veränderung setzt und die Zukunft im Jetzt reparieren will.

Eine Jury wählt Projekte aus, die Mentoring erhalten und eine Bühne bekommen. Projekte aus Österreich werden an die Österreichischen Kulturforen und Vertretungen im Ausland eingeladen und internationale Projekte werden nach Österreich gebracht. Weitere Auszeichnungen werden von der Akademie der bildenden Künste Wien, dem Architekturzentrum Wien, dem Innovationsfestival Markt der Zukunft in Graz und der Wirtschaftsagentur Wien vergeben.

Hier erfahren Sie mehr über die Initiative Reparatur der Zukunft.

 

Mediathek des Österreichischen Kulturforums Berlin

Hier finden Sie unsere virtuellen Angebote:

Literaturdialoge: Marie Gamillscheg & Jana Radičević
In Vorbereitung auf den österreichischen Gastlandauftritt bei der Leipziger Buchmesse 2023 wollen wir im heurigen Jahr der Literatur am Kulturforum Berlin vor allem Literaturdialoge führen: wir freuten uns sehr, dazu schreibART- Autorin Marie Gamillscheg, die als eine der aufregendsten jungen Stimmen der deutschsprachigen Literatur gilt, mit ihrem neuen Buch Aufruhr der Meerestiere zu Gast gehabt zu haben. Sie sprach mit der aus Montenegro stammenden Dichterin Jana Radičević, deren neues Langgedicht zone des neutralen druckes bis Sommer in Edition Thanhäuser erscheinen wird, über literarisches Schreiben und die Themen, die beide dabei bewegen. Für die Moderation dieses Dichterinnendialogs konnten wir Miriam Zeh gewinnen, Literaturkritikerin und -redakteurin bei Deutschlandfunk Kultur.

Internationale Literaturdialoge: Stadt-Land-Fluss-Getier
„Stadt-Land-Fluss-Getier – Ein ökologisches Schreibprojekt von Andrea Grill und Anja Utler“ Im Rahmen der Initiative „Internationale Literaturdialoge“ wird dazu eingeladen, kreative und innovative Kooperationsprojekte mit Akteur*innen im Ausland ins Leben zu rufen. Eine der Gewinner*innen, Andrea Grill (AT) stellte ihr „ökologisches Schreibprojekt“ mit Anja Utler (DE) am Österreichischen Kulturforum Berlin vor. In ihrem Schreibprojekt sind ausgewählte Ökosysteme nicht nur inhaltliche Inspiration fürs literarische Schreiben, sondern bestimmen auch die Form des Textes. Dazu haben sie auch eine eigene Website veröffentlicht. Die Veranstaltung wurde von der Hörfunkjournalistin und Schriftstellerin Marion Brasch moderiert.

IM ALLTAG, DER RAUM
Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Österreichischen Botschaft sichtete die Ausstellung „Im Alltag, der Raum“ von August bis Oktober 2021 österreichische Positionen in der Berliner Architekturlandschaft.
Einen Einblick in die Schau mit Fotografien von Ivan Marković und Katharina Hauke geben wir Ihnen auch nach Ende der Ausstellungszeit.

Die Ausstellung wurde kuratiert von POLIGONAL Büro für Stadtvermittlung.

Lachen und Lächeln in Covid-Zeiten

In Kooperation mit der Sigmund-Freud-Privatuniversität Berlin luden wir analog und digital zu Vorträgen von:

Prof. Dr. Michael Musalek
Prof. Dr. med. Uta-Susan Donges
Dr. Dr. Andreas Heinz
Prof. Dr. med. Meryam Schouler-Ocak
Dr. Alexandra Daszkowski
Guenda Bernegger, Lic. Phil.
Mag. Dr. Doris Bach

Am Podium diskutierten: Ass.-Prof. Dr. Katharina Reboly, Prof. Dr. Michael Musalek, Dr Helmut Albrecht, Univ.-Prof. Dr. Meike Watzlawik Eine Kooperation mit der Sigmund Freud Privatuniversität Berlin, mit Unterstützung des Österreichischen Kulturforums Berlin.

Postmoderne?Jetzt!

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Gebäudes der Österreichischen Botschaft Berlin luden wir zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Wissensorte und Postmoderne als Träger baukultureller Bildung ein. Am Podium zu Gast waren der Vorstandsvorsitzende der Bundesstiftung Baukultur Reiner Nagel, Anna Popelka, Geschäftsführerin der PPAG architects ztgmbh, der Berliner Landeskonservator Dr. Christoph Rauhut sowie Dr. Barbara Feller, Geschäftsführerin der Architekturstiftung Österreich. Sie sprachen über Vermittlung von Baukultur, die Gestaltung von Wissensorten und die Bedeutung postmoderner Architektur in Zeiten des Klimawandels.

Moderiert wurde die Diskussion vom Architekturkritiker und Publizisten Dr. Jürgen Tietz.

Eine Zusammenarbeit zwischen dem Österreichischen Kulturforum Berlin und der Bundesstiftung Baukultur, mit freundlicher Unterstützung von Urlaub in Österreich und Bregenzerwald Tourismus.

Digitale Ausstellung „Stefan Zweig. Weltautor“

In einer Sonderausstellung widmet sich das Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek einem Schriftsteller, der bis heute zu den am meistgelesenen deutschsprachigen Autor*innen zählt. Stefan Zweig (1881–1942) unternahm ausgedehnte Reisen quer durch Europa bis nach Amerika, Russland und Indien und lebte nach seiner Vertreibung durch die Nationalsozialisten im Exil in Brasilien. Die Schau „Stefan Zweig. Weltautor“ fragt, welche Ideen und Geschichten Menschen auf der ganzen Welt faszinieren, wie sich diese über Grenzen hinweg verändern und was denn Autor*innen zu Weltautor*innen macht. Die Ausstellung ist von 11. Juni 2021 bis 27. Februar 2022 vor Ort zu sehen. Digital, noch dazu mit einer Lesung der Schauspielerin Marie Happel können Sie „Stefan Zweig. Weltautor“ jederzeit hier sehen.

H.C. Artmann | Buchpräsentation und Rezitation mit Musik

Der 26. August 2021 stand am Österreichischen Kulturforum Berlin ganz im Zeichen des österreichischen Schriftstellers und Lyrikers H.C. Artmann. Zu Ehren seines 100. Geburtstags sprachen die Herausgeber des Buches „H.C. Artmann & Berlin“ Sonja Kaar und Marc-Oliver Schuster mit Maximilian Mengeringhaus über Artmanns Leben in Berlin. Der Schauspieler Walter Prettenhofer und der Musiker Benno Koloska widmeten H.C. Artmann im Rahmen des Autorengesprächs eine szenische Lesung mit Musik.

JOKERMAN – Gespräch und Lesung mit Stefan Kutzenberger und Andreas Paschedag

Im Mai 2021 feiert Bob Dylan, ohne Zweifel einer der einflussreichsten Liedermacher, seinen 80. Geburtstag. Was aber, wenn er der einflussreichste Mensch überhaupt wäre, dessen vielfältig interpretierbare Worte im Geheimen die Geschicke der Welt lenken? Die Dylan-Fans sitzen global in allen Schlüsselpositionen der Macht und von einer geheimnisvollen Organisation wird ausgerechnet Stefan Kutzenberger erwählt, in den Lauf der Geschichte einzugreifen. Mit Verve und Witz zeigt der Autor Stefan Kutzenberger in „Jokerman“, wie Verschwörungsszenarien entstehen und sich so gut wie alles erklären lässt mit einer „wahren“ Lehre… Ein entlarvender Spiegel der Gegenwart, eine literarische Entdeckung und ein Riesenspaß.

Sehen Sie hier die Aufzeichnung eines Gesprächs am 25. Mai 2021 mit dem Autor Stefan Kutzenberger und dem Lektor Andreas Paschedag über Kutzenberger’s 2020 im Berlin Verlag erschienenen Roman „Jokerman“.

Salonreihe „Wissenschaft und Kultur im Gespräch“ | Folge 2: „Erinnerungskultur und Hightech – Vom Fragment zum Mosaik der Erinnerung“

In der zweiten Folge unserer Salonreihe „Wissenschaft und Kultur im Gespräch“ steht die Frage im Zentrum, welchen Beitrag moderne Rekonstruktionstechnologien für geschichtliche Aufarbeitung und Erinnerungskultur leisten können. Dazu diskutierten am 20. Mai 2021 Dr. Bertram Nickolay, Leiter der Abteilung „Maschinelles Sehen“ am Fraunhofer IPK Berlin mit der Leiterin des Haus der Wannsee-Konferenz, Deborah Hartmann.

Europatag 2021 | AUREUM SAXOPHON QUARTETT
Am 09. Mai gedenken wir jedes Jahr, dass wir in Europa in Frieden und Einheit leben. Zur Feier des Europatages spielt das NASOM-Ensemble Aureum Saxophon Quartett ein Konzert im Arnold-Schönberg-Center für Sie.

1.Ausgabe GEDANKEN ZUR ZUKUNFT
Die Zukunft des Universalismus
Das Österreichische Kulturforum Berlin lädt im Rahmen einer neuen Gesprächsreihe Künstler*innen und Wissenschaftler*innen ein, ihre „Gedanken zur Zukunft“ zu teilen. Denn gerade an den Schnittstellen von Kunst und Wissenschaft können innovative Ideen entstehen und sich entwickeln lassen! Neugierige und weitsichtige Denker*innen geben in diesen Gesprächen Anstöße, unsere Zukunft neu und anders zu denken. In der ersten Ausgabe am 29. April 2021 sprechen der Philosoph und Kulturwissenschaftler Thomas Macho und der Schriftsteller Ilija Trojanow über „Die Zukunft des Universalismus“.

Filmgespräch im Rahmen des Programms „Generationenportrait mit Selfie – sechs Filme von Kurdwin Ayub“
Das am 26. April 2021 ausgestrahlte Programm bildet den Abschluss der im Dezember 2020 gestarteten Filmreihe „f wie frei denken – Österreichische (Ko)produktionen weiblicher Filmemacherinnen im Blick“ in der Cinemathek des Österreichischen Kulturforum Berlin. Die Kuratorin der Reihe, Marie Ketzscher, spricht mit Kurdwin Ayub anhand der ausgewählten Beiträge über die fließenden Grenzen zwischen Filmformen und Genres, Humor, Rollenerwartungen und ihr Debüt in Sachen abendfüllender Spielfilm: „Sonne“, eine Ulrich Seidl Produktion.

Nach uns die Sintflut? Eine literarische Montage von Gregorij H. von Leitis
Die schiere Größe und Komplexität der Probleme, vor die uns die fortschreitende Umweltzerstörung und die schon jetzt deutlich spürbaren Folgen des Klimawandels stellen, könnte uns dazu verleiten, die Hände in den Schoß zu legen und resigniert oder auch trotzig zu verkünden: „Nach mir die Sintflut.“ Oder lassen wir uns durch die Hellsicht und Weisheiten der nordamerikanischen indigenen Völker und die widerständigen Texte früher Pazifisten und Gesellschaftskritiker wie Hans Paasche, Bertha von Suttner und Henry David Thoreau anregen, unsere Haltung zu ändern und den zerstörerischen Tendenzen unseres Konsumverhaltens kraftvoll entgegenzuwirken, damit auch Generationen nach uns noch eine Zukunft haben und nicht in den Fluten abgeschmolzenen arktischen Eises ertrinken?

Erzähler: Gregorij H. von Leitis, Intendant von Elysium, Träger des New Yorker Theater Club Preises
Konzept & Einführung: Michael Lahr, Programmdirektor von Elysium

Welttag der Poesie mit Sandra Gugic
Wir feiern den Welttag der Poesie, weil wir überzeugt sind, dass wir Gedichte brauchen. Heute mehr denn je müssen wir eine Sprache finden, die suchend und behutsam tastend versucht, zu beschreiben, was uns widerfährt – so wie nur Poesie das vermag; die nicht festlegt oder trennt, sondern uns bei aller Sehnsucht nach Gewissheit Offenheit, ja „Leerstellen“, zumutet, in denen unsere Perspektive sich ins Ungeahnte weiten kann und Möglichkeiten spürbar werden, verheißungsvoll und tröstlich. Wir freuen uns, dass Sandra Gugic, Dichterin und Romanautorin, unserer Einladung gefolgt ist, und am 21. März 2021 ein Gedicht für Sie las und uns an ihren Gedanken zum Widerständigen in Politik und Poesie teilhaben ließ.

NASOM – Trio Artio
Anlässlich des Internationalen Weltfrauentages am 08. März nahm das NASOM-Ensemble Trio Artio ein Konzert im Wiener Arnold Schönberg Center auf.

schreibART online
SchreibART AUSTRIA ist das erfolgreiche Empfehlungsprogramm des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres für zeitgenössische, österreichische Literatur. Die Publikation erscheint nun in ihrer dritten Auflage und will Autor*innen aus Österreich mit ihren Werken ins Ausland zu Lesungen und Gesprächen, in Literaturhäuser oder zu Festivals empfehlen.

Aufgrund der anhaltenden Beschränkung von physischen Begegnungen, wurde in Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Literatur ÖGL das Streaming Format „schreibART online“ ins Leben gerufen. Lesungen und Werkstattgespräche mit österreichischen Autor*innen werden filmisch begleitet und bieten so der Literatur, mit ihrem spezifisch österreichischen Duktus, weiterhin wöchentlich eine Bühne.

Hier finden Sie alle Videos der Autor*innen.

Zum Abschluss der schönen Reihe gewährt ÖGL einen kleinen Einblick hinter die Kamera und präsentiert einen Zusammenschnitt einiger lustiger Momente der Dreharbeiten.
Mit: Birgit Birnbacher, Harald Darer, Dimitré Dinev, Paul Divjak, Erwin Einzinger, Milena Michiko Flašar, Laura Freudenthaler, Marie Gamillscheg, Susanne Gregor, Semier Insayif, Reinhard Kaiser-Mühlecker, Anna Kim, Radek Knapp, Nicolas Mahler, Barbi Marković, Lydia Mischkulnig, Karin Peschka, Teresa Präauer, Robert Prosser, Margit Schreiner, Carolina Schutti, Lisa Spalt, Michael Stavarič, Anja Utler, Anna Weidenholzer, Andrea Winkler, Daniel Wisser, Ivna Žic

Filmgespräch zu „Gegenwelten und Ersatzrealitäten – Animierte Fluchten aus Österreich“
Vorab aufgezeichnetes Filmgespräch anlässlich des am 15. Februar 2021 ausgestrahltem Programms „Gegenwelten und Ersatzrealitäten – Animierte Fluchten aus Österreich“ in der CINEMATHEK des Österreichischen Kulturforums Berlin. Zu Gast sind mit Gudrun Krebitz („Achill“) und Claudia Larcher („Empty Rooms“) zwei der Filmemacherinnen aus dem Programm sowie Waltraud Grausgruber, Leiterin des Festivals „Tricky Women/Tricky Realities“. Moderiert wird das Gespräch von der Kuratorin Marie Ketzscher.

BABYLON EUROPA
Zum zweiten Mal präsentierte das europäische Kulturnetzwerk EUNIC Berlin am 06. September 2020 BABYLON EUROPA – die bunte Show der europäischen Kulturen im TIPI AM KANZLERAMT. Unter veränderten Vorzeichen zwar, doch mit demselben kraftvollen künstlerischen Ausdruck standen 12 Künstlerinnen und Künstler aus 12 europäischen Regionen gemeinsam auf einer Bühne. Bei diesem beeindruckenden Kaleidoskop der Kulturen war Österreich mit dem Sextett Holler my Dear vertreten. 

Barocke Hofmusik von HOLZ-BLECH-SAITEN
Das Ensemble HOLZ-BLECH-SAITEN besticht durch seine ungewöhnliche Instrumentenkombination Blockflöte/Oboe, Trompete, Cembalo und Cello. Auch in der Barockzeit wurde für verschiedene Besetzungen bearbeitet. Musiker wie Johann Sebastian Bach, Johann Heinrich Schmelzer, Pavel Josef Vejvanowsky, William Corbett, Antonio Vivaldi und Giovanni Buonaventura Viviani komponierten dort, wo das musikalische Leben florierte: an Höfen von Königen, Kaisern und Bischöfen. HOLZ-BLECH-SAITEN nehmen Sie in dieser Aufnahme auf eine musikalische Reise durch Österreich und Europa.

HOLZ-BLECH-SAITEN:
Ursula Schmotzer – Barockoboe, Blockflöte
Ludger Starke – Barocktrompete
Inka Döring – Barockcello
Sabine Erdmann – Cembalo

Salonreihe „Wissenschaft und Kultur im Gespräch“  | Folge 1: „Im Auge des Betrachters –  Wie Menschen und Maschinen Kunst sehen“

Wissenschaft berührt alle Aspekte unseres Lebens und hat damit auch für Politik und Diplomatie große Bedeutung. Dabei bewegt uns vor allem die Frage, wie Bildung, Wissenschaft, Kunst und Kultur im digitalen Zeitalter zusammenwirken können, um zu einem differenzierten und umfassenden Verständnis zu den aktuellen Fragen, die uns derzeit bewegen, zu gelangen. Als Kulturforum können wir ein Ort für einen solchen Diskurs unter Expert*innen verschiedener Disziplinen sein und initiierten deshalb gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK die Salonreihe „Wissenschaft und Kultur im Gespräch“. Aufgrund der Corona-Pandemie fand die erste Folge der Reihe online statt. Dr. Bertram Nickolay, Leiter der Abteilung „Maschinelles Sehen“ am Fraunhofer IPK Berlin, führte mit Prof. Dr. Raphael Rosenberg, Professor für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte an der Universität Wien, ein virtuelles Gespräch zu den Themen Maschinelles Sehen und Empirische Bildwissenschaft.

AUREUM Saxophon Quartett – Konzert zum Österreichischen Nationalfeiertag
Anlässlich des Nationalfeiertages luden die Österreichische Botschaft und das Österreichische Kulturforum Berlin zu einem Konzert des AUREUM Saxophon Quartetts ein. Die vier Musiker*innen, die Teil des Förderprogramms NASOM sind, eint seit fünf Jahren die Liebe zum Saxophon und seiner Vielfältigkeit. So gestaltet sich auch ihr Repertoire, denn darin vereinen sie Klassik, Jazz, Weltmusik und echte Volksmusik auf höchstem Niveau.

AUREUM Saxophon Quartett:
Lukas Seifried – Bariton
Viola Jank – Tenor
Johannes Weichinger – Alt
Martina Stückler – Sopran

Lebensmittel für die Seele – Friedenswerk im Herzen Europas
Am 10. September 2020 präsentierten Gregorij H. von Leitis und Michael Lahr von Leitis im Österreichischen Kulturforum Berlin eine literarische Momentaufnahme über die Anfänge der Salzburger Festspiele vor 100 Jahren. Beherzt setzten ihre jüdischen Gründer Hugo von Hofmannsthal und Max Reinhardt im weltkriegszerstörten, stark geschrumpften Österreich ein Zeichen, inmitten lautstarker nationalistischer Tendenzen, antisemitischer Beschimpfungen, Inflation und wirtschaftlicher Not. Gregorij H. von Leitis las dazu aus Texten von Hermann Bahr, Hugo von Hofmannsthal, Karl Kraus, Max Reinhardt, Joseph Roth, Stefan Zweig, Bertha Zuckerkandl u.a. Einführung & Konzept: Michael Lahr von Leitis Lesung: Gregorij H. von Leitis

Elfriede Gerstl
Elfriede Gerstl (1932-2009) zählt zu den prägendsten Schriftstellerinnen Österreichs nach 1945. Die Tochter jüdischer Eltern überlebte den 2. Weltkrieg in wechselnden Wiener Wohnungsverstecken und begann früh, erste Gedichte, Essays und Prosastücke zu veröffentlichen. So entstand im Laufe ihrer mehr als 50-jährigen Karriere, die sie zum Teil in Berlin verbrachte, ein solitäres Werk voller Sprachwitz und Ironie. Im Österreichischen Kulturforum Berlin führten die Literaturwissenschaftlerin Christa Gürtler und die Autorin Ruth Johanna Benrath ein Gespräch über die „Sprachkomponistin“. Christa Gürtler ist Mitherausgeberin der fünfbändigen Werkausgabe der Dichterin. Ruth Johanna Benraths akustische Hommage an Elfriede Gerstl, „Geh dicht dichtig“ wurde als „Hörspiel des Jahres 2019“ ausgezeichnet.

Aktuelle Architektur aus Österreich
Der Bauherrenpreis der ZV – Zentralvereinigung der Architekt*innen Österreichs zeichnet herausragende Bauten, Freiraumgestaltungen sowie städtebauliche Lösungen aus.
Maria Auböck, Präsidentin der ZV Österreich, stellt die Preisträger*innen 2019 in der Ausstellung „Aktuelle Architektur aus Österreich“ in der Galerie des Kulturforums an der Österreichischen Botschaft Berlin vor.
Ausstellungsdauer: 01. bis 15. September 2020

Noch mehr über die hohe Qualität der Architekturproduktion und das architektonische Denken in den verschiedenen Bundesländern Österreichs können Sie jetzt in der Vortragsreihe „Sprechen über Architektur >> revisted“ erfahren. Die ZV Österreich hat ihr Medienarchiv für Sie geöffnet und zeigt eine Auswahl an Vorträgen, die seit 1967 verschiedene Akteure der Architekturszene Österreichs zu Wort kommen lässt.

WOS UNGUAZ
Eine szenische Lesung mit Musik mit Texten von H. C. Artmann.
H.C. Artmann, virtuoser Sprachspieler, schelmischer Provokateur und einer der großen Dichter des deutschen Sprachraums hat sich vor allem als Lyriker verstanden. Aus der Wiener Vorstadt stammend, spielte er wie kaum ein anderer auf der Klaviatur der poetischen Sprache, die er formvollendet, mit leichter Hand ausstreute. WOS UNGUAZ zeichnet den Weg eines Liebe Suchenden über Dächer und Türme, über Kasematten und Bordelle, über Friedhöfe und Ringelspiele, über Riesen und Zwerge und Zwitter, über Kohlköpfe und Menschenfresser, über Lebende und Tote und Gespenster, über Inseln und Schiffe und Werften und silberne Löwen …

Idee, Zusammenstellung, Konzeption & Darstellung: Walter Prettenhofer (Schauspieler & Sprecherzieher)
Musik & Sound: Benno Koloska (Musiker, Logopäde & Osteopath)

Demokratie verteidigen
Aus Anlass des 75. Jahrestages der Gründung der Republik Österreich am 27. April 1945 erinnerten wir an Voraussetzungen und Grundwerte der Demokratie im Kontext von Bildung und Kunst. Gregorij H. v. Leïtis, Gründer der The Lahr von Leïtis Academy & Archive und Michael Lahr, Executive Director von The Lahr von Leitis Academy & Archive, präsentierten in einer literarischen Collage Texte von u.a. Hermynia zur Mühlen, Joseph Roth, Erich Kästner und Klaus Mann.

Digitaler Konzertsaal
Initiiert vom Geiger Daniel Auner, unterstützt vom BMEIA; wir boten folgende Konzerte an:
Samstag, 11. April | Daniel Auner mit Werken für Violine Solo von J.S. Bach
Ostersonntag, 12. April | Magda Amara am Klavier, Werke von W.A. Mozart, F. Chopin, S. Rachmaninov
Samstag, 18. April | Beethoven Festkonzert, Symphonie Nr. 4 mit den Salzburg Chamber Soloists, Lavard Skou-Larsen
Samstag, 27. Juni | Auner Quartett, Beethoven Op. 18/1 , „Amerikanisches“ von Dvorak

austria kultur digital

 

Das Kulturleben in Österreich ist bunt und vielfältig – und digital für Sie aufbereitet. Wir stellen Ihnen hier die Plattform „austria kultur digital“ des Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA), das „Austria-Forum“ und viele weitere Angebote vor.

Auslandskultur Imagefilm
„Austria Kultur verbindet“ – Unter diesem Motto werden im neuen Imagefilm die vielfältigen Tätigkeitsbereiche der Sektion für internationale Kulturangelegenheiten im Außenministerium vorgestellt. Mit 30 Kulturforen und einem weltweiten Netzwerk ist die Auslandskultur ein essenzielles und wichtiges Instrument der österreichischen Außenpolitik. Ziel ist es, das zeitgenössische und kreative Schaffen aus Österreich in Kultur und Wissenschaft aufzuzeigen und zu fördern und so kulturelle Brücken in die Welt zu bauen.

austria kultur digital
Auf der Plattform austria kultur digital finden Sie das vielfältige digitale Veranstaltungsangebot vor allem der Österreichischen Kulturforen im Ausland.

schreibART ONLINE
Die Österreichische Gesellschaft für Literatur begleitete das schreibART-Programm des Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) filmisch und nahm Lesungen und ausführliche Werkstattgespräche mit österreichischen Autor*innen ohne Publikum auf.

Online Ausstellungen des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten
Ausstellungen zu Klimt, Celan, bedeutenden Österreicherinnen sowie ein digitales Karikaturmuseum sind auf der Seite der Austria Kultur International zu besichtigen.

Austria-Forum
Das digitale Lexikon Austria-Forum hat sich zum Ziel gesetzt, nicht einfach nur ein österreichisches Lexikon zu sein, sondern »alles, was für Österreich interessant ist« kostenlos nachschlagbar zu machen.

Podcasttipps – Aktuell | Podcasts aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

Augen zu: Gustav Klimt – große Kunst oder großer Kitsch?

In Augen zu beschäftigen sich Florian Illies und Giovanni di Lorenzo mit den Widersprüchen im Künstlerleben Gustav Klimts, mit seiner Rolle für die Wiener Secession, mit der Symbolik seines Bildes Der Kuss und mit seinem künstlerischen Gegenpol Egon Schiele.

Die Rolle Wiens um 1900 ist in diesem Kontext eine ganz besondere. Der Hegel´sche „Weltgeist“ sei dort zu Hause gewesen, in Wien, wo eine Fülle an kulturellen und wissenschaftlichen Explosionen, Revolutionen gleichzeitig stattfand. Aufgezählt werden in der Philosophie Ludwig Wittgenstein, in der Psychologie Sigmund Freud, in der Literatur Arthur Schnitzler und Peter Altenberg, in der Kunst Gustav Klimt, Egon Schiele und Oskar Kokoschka, in der Architektur Josef Hoffmann und Joseph Maria Olbrich.

Angelesen – Geschichten aus Südosteuropa

In „Angelesen: Geschichten aus Südosteuropa“ präsentiert TRADUKI Auszüge aus verschiedenen literarischen Werken – sei es Lyrik, Prosa oder ein Kinderbuch. Es lesen die Schauspieler Susanne Bormann und Aleksandar Radenković, die den Zuhörer*innen Geschichten, Erzählungen und Poesie aus dem südosteuropäischen Raum näherbringen werden.

„Angelesen: Geschichten aus Südosteuropa“ können Sie u.a. auf Spotify und YouTube anhören.

TRADUKI ist ein europäisches Netzwerk, das mit den Mitteln der Literatur, durch Bücher, Übersetzungen, Festivals, Workshops und Residenz-Programme für Autor*innen und Übersetzer*innen den Südosten Europas mit dem deutschsprachigen Raum und seiner Literaturwelt verbindet. TRADUKI verbindet aber auch die südosteuropäischen Nachbarn untereinander.

Museums-Podcasts in Deutschland, Österreich & Schweiz | mus.er.me.ku (musermeku.org)

Der Podcast „Im Museum“ bringt seit 05. April 2021 fünf Mal in der Woche Objekte aus österreichischen Ausstellungshäusern zu den Zuhörer*innen. Sie erfahren aus dem Naturhistorischen Museum in Wien, wie das Facebook des 19. Jahrhunderts aussah, welcher Roboter den Wiener Kaiserhof im 18. Jahrhundert zum Staunen brachte, sagt uns das Technische Museum. Das Kunsthistorische Museum nimmt Sie mit auf eine ganz besondere Baustelle – den Turmbau zu Babel.

Die Wachau Kultur Melk wartet mit dem neuen Podcast „kultur:laut“ auf. In KULTUR:LAUT #1 spricht Alexander Hauer (künstlerischer Leiter der Sommerspiele Melk) mit Ursula Strauss & Josef Hader über das Leben im Scheinwerferlicht. Sie erzählen, was sie derzeit bewegt, wie sie zum Schauspiel bzw. Kabarett gefunden haben und welche Rollen sie im Privatleben spielen.

 

 

Buchtipps – Aktuell | Internationaler Frauentag

Wir verraten Ihnen hier unsere aktuellen Tipps aus der Welt der Literatur.

Zum Internationalen Frauentag am 08. März 2022 empfehlen wir das neue Buch von Sandra Jungmann. Geboren 1987 in Villach, Kärnten startete sie Alter von 20 Jahren ihre journalistische Laufbahn. Zehn Jahre lang arbeitete sie bei WOMAN – Österreichs größtem Frauen und Lifestylemagazin – und leitete dort das Kulturressort.
In 15 Porträts stellt sie in „Laut und selbstbestimmt. Wie wir wurden, wer wir sind“ eindrucksvolle Charaktere unserer Zeit vor. Junge Feminist*innen, die neue Wege einschlagen. Sie sind Kämpfer*innen für Selbstbestimmung und gegen Diskriminierung. Sie rütteln auf, polarisieren und nehmen sich kein Blatt vor den Mund. (Leykam Buchverlag)

Wissenschaftsbuch des Jahres

Am 26. Jänner 2022 wird die/der Gewinner*in für das Wissenschaftsbuch des Jahres bekanntgegeben!

Ziel des Projektes war von Beginn weg, Leistungen der Forschung und den heutigen Stand der Errungenschaften zu kommunizieren – in jenen Themenbereichen, die die Öffentlichkeit interessieren. Die wissenschaftlichen Sachbücher stehen dabei im Mittelpunkt und mit ihnen jene Personen, die Forschung betreiben und durch ihre Publikationen vermitteln. Gleichzeitig soll deutlich werden, dass das Buch auch in der heutigen Zeit ein zentrales Medium für die Wissensvermittlung ist.

Der Preis „Wissenschaftsbuch des Jahres” wird jährlich in vier Kategorien vergeben:

  • Naturwissenschaft & Technik
  • Medizin & Biologie
  • Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften
  • Junior-Wissensbücher

Entwickelt wurde das Konzept im Herbst 2007 (Kooperation Verlag Buchkultur/Wissenschaftsministerium). Im Jahr 2015 hat das BMWFW das Projekt übernommen. Mit der Durchführung wurde im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung der Verlag Buchkultur beauftragt.

Georgi Gospodinov, Physik der Schwermut

Georgi Gospodinov stellt in „Physik der Schwermut“ (Verlagshaus Droschl, Übersetzung Alexander Sitzmann) Fragen, über die nachzudenken sich lohnt. Mal komisch, mal melancholisch, auch irrsinnig mutet sein großer Roman an, der uns oft erstaunt zurücklässt. Seine Alltagsbeobachtungen, seine Kenntnis der Altgriechischen Mythen, die philosophischen Exkurse und Experimente in der literarischen Form regen zum Weiterlesen, Weiterbilden und Weiterfragen an.

Der bulgarische Autor Georgi Gospodinov und der Übersetzer Alexander Sitzmann sind Teil des TRADUKI-Netzwerkes, das mit den Mitteln der Literatur, durch Bücher, Übersetzungen, Festivals, Workshops und Residenz-Programme für Autor*innen und Übersetzer*innen den Südosten Europas mit dem deutschsprachigen Raum und seiner Literaturwelt verbindet.

Philipp Blom, Wo die Drachen wohnen

Eigentlich war geplant, dass der deutsche Schriftsteller und Historiker Philipp Blom die österreichische Auslandskulturtagung 2020 mit einer Rede eröffnet. Da sich in Zeiten der Pandemie jedoch wenig als planbar und vieles als ungewiss erwies, fand die Veranstaltung und damit auch ihre Eröffnungsrede nie statt.

Nichtsdestotrotz möchten wir Ihnen Philipp Blom’s bemerkenswerten Essay mit dem Titel „Wo die Drachen wohnen“ nicht vorenthalten. Er schreibt darin über die Bedeutung von Karten, die wir für unsere Orientierung benötigen, um den Überblick nicht zu verlieren. Gleichzeitig setzt er sich kritisch mit dem bestimmenden Faktor von Kartografie auseinander, nämlich immer nur Ausschnitte der Realität zu zeigen, Vereinfachungen mit zu großen Maßstäben oder Details, die vom Weg abbringen. Ganz zu schweigen von den noch unerklärten, unentdeckten und unbekannten Ecken einer Karte, symbolisch dargestellt mit den Orten „wo die Drachen wohnen“, mit Drachen als Bilder der scheinbaren Gefahr des Unbekannten und mit der magischen Anziehungskraft des zu Entdeckenden.

Dieser Essay darf als Aufforderung verstanden werden, sich selbst als Kartografin und Kartograf der Zukunft zu betätigen und gleichzeitig bestehende Landkarten, Erklär- und Denkmuster sowie Wege und Irrwege unserer Zeit zu hinterfragen.

„Wo die Drachen wohnen“ von Philipp Blom können Sie hier nachlesen. 

Norbert Gstrein, Der zweite Jakob

Norbert Gstrein erhält den Thomas-Mann-Preis der Hansestadt Lübeck und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste 2021. Der österreichische Schriftsteller, der seit vielen Jahren in Hamburg lebt, zähle zu den virtuosesten deutschsprachigen Erzählern der Gegenwart, so die Jury, sein Werk zeichne sich durch scharfsinnige Beobachtungen der Gegenwart aus.

Wir gratulieren sehr herzlich und empfehlen seinen aktuellen Roman „Der zweite Jakob“.

Angela Lehner, 2001
Angela Lehner wurde mit ihrem Erstlingswerk „Vater unser“ mit unter anderem dem Österreichischen Buchpreis für das beste Debüt 2019 ausgezeichnet. Ihr zweites Werk „2001“ ist ein kluges und komisches Porträt der Generation Y, angesiedelt in einer österreichischen Kleinstadt namens „Tal“. Die Jugendlichen der „Restmüll“-Klasse nehmen an einem Experiment ihres Geschichtelehrers teil, das kläglich scheitert, ihnen aber auf eigentümliche Weise hilft, ihre Rolle in der Welt zu finden.

Zu Angela Lehners „2001“ gibt es gar eine eigene Spotify-Playlist, zusammengestellt vom Hanser-Literaturverlag. Ein Literaturvergnügen für alle Sinne!

Raphaela Edelbauer, DAVE                                                                                                                                                                                                                                                                  Raphaela Edelbauer präsentierte im Literaturhaus Berlin ihren Roman DAVE. Sie geht darin mit den Mitteln ihrer Sprache der Frage nach, wie es wäre, einen Computer mit menschlichem Bewusstsein auszustatten- aber letztlich geht es darum, herauszufinden, was Menschlichkeit ausmacht. In der Reihe Wissenschaft trifft Literatur sprach sie mit der Professorin für Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie Catrin Misselhorn über die Möglichkeiten der Fortentwicklung des Menschlichen in eine Maschine und ob Technik wirklich alle unsere Probleme lösen kann. Das Buch finden Sie hier.

Das Gespräch wurde aufgezeichnet und ist am 17. September um 19:30 Uhr und am 24. Oktober um 22:05 Uhr in Deutschlandfunk Kultur nachzuhören.

Christoph Ransmayr, Cox oder Der Lauf der Zeit und Atlas eines ängstlichen Mannes.
Cox oder Der Lauf der Zeit: Ein farbenprächtiger Roman über einen maßlosen Kaiser von China und einen englischen Uhrmacher, über die Vergänglichkeit und das Geheimnis, dass nur das Erzählen über die Zeit triumphieren kann.

Atlas eines ängstlichen Mannes: Eine einzigartige, in siebzig Episoden durch Kontinente, Zeiten und Seelenlandschaften führende Erzählung. »Ich sah…«, so beginnt der Erzähler nach kurzen Atempausen immer wieder und führt sein Publikum an die fernsten und nächsten Orte dieser Erde. Wie Landkarten fügen sich dabei Episode um Episode zu einem Weltbuch, das in atemberaubenden Bildern Leben und Sterben, Glück und Schicksal der Menschen kartographiert.

Wir gratulieren Christoph Ransmayr herzlich zum Ludwig-Börne-Preis 2020 für herausragende Essays, Kritik und Reportagen, den ihm Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 8. August 2021 im Schloss Bellevue in Berlin verlieh. Die vollständige Laudatio zum Nachlesen finden Sie hier.

Renate Welsh, Die alte Johanna
In der Fortsetzung des berühmten Jugendbuchs Johanna ist die Titelheldin zwar gealtert, aber als Frauenfigur ganz zeitlos und hat uns auch im 21. Jahrhundert noch viel zu sagen: mit ihrer Menschlichkeit, ihrer Liebe, ihrem Verstand und ihrer unbeirrbaren inneren Sicherheit darin, was richtig und falsch ist. Mehr Infos zum Buch finden Sie hier.

Barbara Frischmuth, Dein Schatten tanzt in der Küche
So schöne, berührende Geschichten von Frauen, ja man wünschte, sie könnten in der Küche tanzen und müssten nicht traurig sein, aber sie behaupten sich je auf ihre Weise, wie im wahren Leben. Mehr Infos zum Buch finden Sie hier.

Nava Ebrahimi, Das Paradies meines Nachbarn
Schon bevor sie im Juni 2021 den Ingeborg-Bachmann-Preis gewann, schrieb die in Teheran geborene, in Köln aufgewachsene und nun in Graz lebende Autorin Literatur, die existentielle Fragen der Menschen anspricht und dabei die ganze Welt enthält – Weltliteratur. Mehr Infos zum Buch finden Sie hier.

Ljuba Arnautovic, Im Verborgenen
Eine Familiengeschichte, die im alten Österreich beginnt, von Tschechien, Bosnien, dem Austro-Faschismus und Kommunismus erzählt und auch noch das 20. Jahrhundert umfasst, mit einer Frau im Zentrum, die die Großmutter der Autorin ist und die mehr erlebt, erträgt und bewegt als eigentlich in ein Frauen-Leben passt. Mehr Infos zum Buch finden Sie hier.

Doris Knecht, Die Nachricht
Souverän, digital affin, erfolgreich und liebevoll eingebunden in Familie und Freundeskreis erhält die Heldin anonyme, beleidigende, bedrohliche Nachrichten; auch wenn bald deutlich wird, wer dahinterstecken könnte, bleibt die Spannung bis zuletzt aufrecht, und eigentlich auch darüber hinaus, denn wie ist dem beizukommen? Fesselnd und großartig erzählt! Mehr Infos zum Buch finden Sie hier.

Friederike Mayröcker, da ich morgens und moosgrün. Ans Fenster trete
»Verehrte Lauscher und Lauscherinnen versuchen Sie nicht das Geheimnis dieses Textes zu lüften«, verfügt Friederike Mayröcker in ihrem neuen Prosawerk – aber schon sein Titel legt eine unfehlbare Spur. da ich morgens und moosgrün. Ans Fenster trete lässt keine Zweifel an dem, was immer noch Tag für Tag zu tun ist: hellwach und neugierig auf die Welt blicken und ihr eine Kunst abgewinnen, die Wörter in Sternschnuppen verwandelt und die Sprache selbst als einen schier unerschöpflichen poetischen Zauberkasten begreift: »meine Texte entstehen durch sich fortpflanzende Augen«, so eines der Geheimnisse, das die Wiener Dichterin ihren Leserinnen und Lesern doch noch preisgibt.

Mag die »Leibhaftigkeit« im hochbetagten Alter auch mühselig geworden sein, mögen die Listen an Wörtern, die mit den Jahren abhandengekommen sind, auch länger werden, wie die Poetin selbst beklagt – »in meinen Träumen bin ich jung, in meinen Träumen bin ich high«, versichert Friederike Mayröcker, und dieses Credo gilt umso mehr für ihre unvergleichliche, grenzenlose und ganz und gar unausdeutbare Dichtung.

Friederike Mayröcker verstarb am 4. Juni 2021 mit 96 Jahren. Einen Nachruf von Björn Hayer lesen Sie hier.

Daniel Wisser, Wir bleiben noch
Mit hinreißend lakonischem Witz erzählt Daniel Wisser von vier Generationen einer Familie, durch die sich die Gräben eines ganzen Landes ziehen. Er zeichnet das Bild einer Gesellschaft, der langsam dämmert, dass sich der Traum vom ungebremsten Fortschritt gegen sie wendet. Die Welt um Victor Jarno hat sich verändert – und wie immer hat er es zu spät bemerkt.

Victor ist Mitte vierzig, kinderlos und der letzte Sozialdemokrat in einer Wiener Familie mit sozialistischen Wurzeln bis in die Kaiserzeit. Nur scheint sich niemand daran zu erinnern, selbst seine Mutter und seine Tante hat der politische Rechtsruck erfasst. Mit der Rückkehr von Victors Cousine Karoline aus dem Ausland, flammt eine dreißig Jahre alte heimliche Liebe wieder auf: Beide verachten e-Scooter, Stand-up-Paddling und die regierenden Rechtsparteien.

Doch als aus ihnen ein Paar wird, droht die Familie an dem Skandal zu zerbrechen. Noch dazu vererbt ihnen die Großmutter vor ihrem Tod ihr Haus auf dem Land, in das Cousine und Cousin nun zum Missfallen ihrer Eltern, die das Haus gerne geerbt hätten, einziehen. Was aber lässt sich in einer Welt, in der ihre Ideale im Niedergang begriffen sind und ihre Familie zerbricht, noch retten?

Clemens J. Setz, Die Bienen und das Unsichtbare
Der Grazer Ingeborg-Bachmann-Preisträger Clemens J. Setz hat mit „Die Bienen und das Unsichtbare“ ein Buch über das einander Verstehen geschrieben, indem er Plansprachen wie Esperanto oder Blissymbolics, gespickt mit Ausflügen ins Klingonische, erkundet und dabei seine persönliche Geschichte erzählt.

Am 14. Mai um 19:30 Uhr ist er zu Gast im Literarischen Colloquium Berlin und spricht mit der Literaturkritikerin Meike Feßmann über sprachwissenschaftliche Versuche, das gegenseitige Verstehen zu erleichtern.

Hier finden Sie den Livestream. Die Lesung und das Gespräch sind danach 3 Monate in der Mediathek des lcb abrufbar.

Barbara Rieger, Reigen Reloaded
„Geschrieben hab ich den ganzen Winter über nichts als eine Scenenreihe, die vollkommen undruckbar ist, literarisch auch nicht viel heißt, aber, nach ein paar hundert Jahren ausgegraben, einen Theil unserer Cultur eigentümlich beleuchten würde.“
Ob Arthur Schnitzler wohl gedacht hätte, dass sein bekanntestes und skandalträchtigste Stück „Reigen“ im 21. Jh. neu adaptiert werden würde? Nachdem er selbst ob der Furore, die seine zehn erotischen Dialoge 1896 bei der Uraufführung in Berlin auslösten, weitere Aufführungen verbat?

Barbara Rieger wagt den Versuch, noch dazu in Prosa: In „Reigen Reloaded“ reichen sich zehn österreichische Schriftsteller*innen die Hand, ganz der Struktur des Tanzes folgend. Sie selbst, Gertraud Klemm, Gustav Ernst, Daniel Wisser, Bettina Balàka, Michael Stavarič , Angela Lehner, Martin Peichl ,Thomas Stangl und Petra Ganglbauer spinnen im Stille-Post-Verfahren Episode für Episode weiter und man kommt nicht umhin, sich zu fragen – was hat sich denn in diesen 100 Jahren verändert? Handys erleichtern die „Pantscherl“ (Affäre), Kameras decken sie auf, aber damals wie heute gilt: Liebe, Sex und Macht haben immer Saison.

Daniel Kehlmann, Mein Algorithmus und Ich
Lange musste der österreichisch-deutsche Autor Daniel Kehlmann nicht überlegen, ob er die Einladung von Open Austria im Februar 2020 annehmen sollte. Ein Computer als zukünftiger Co-Autor, das könnte die Zukunft sein!
So reiste er ins Silicon Valley, um mit einer von dem US-Wissenschaftler und Philosophen Bryan McCann entwickelten Künstlichen Intelligenz, genannt CTRL, eine Kurzgeschichte zu schreiben. Das Experiment scheiterte und war doch kein Misserfolg, denn was bleibt, ist der Erkenntnisgewinn. Daniel Kehlmann spricht in seiner nun in Buchform erschienen „Stuttgarter Zukunftsrede“ über das Wesen des Geschichtenerzählens, das sprachliche Intelligenz und emotionales Bewusstsein erfordert, die ein Algorithmus wohl nie in der Form wie sie Menschen aufbringen, erreichen kann.

Der Autor war der erste Redner der „Stuttgarter Zukunftsrede“ am 09. Februar 2021. Die vom Literaturhaus Stuttgart initiierte Reihe will damit öffentliche Reflexionen zur Zukunft ermöglichen und ein Bewusstsein dafür schaffen, dass wir alle in ein gestaltendes Verhältnis zu ihr treten können und sollen.

Carolina Schutti, Der Himmel ist ein kleiner Kreis
„Der Himmel ist ein kleiner Kreis“ – das ist der poetische Titel des neuen Romans der in Innsbruck lebenden Autorin Carolina Schutti. Im Zentrum des Buchs stehen zwei Frauen, die bei aller Verschiedenheit eines gemeinsam haben: die Suche nach Freiheit.
Unser aktueller Buchtipp kommt diesmal von 3sat inklusive Video, das hier sehen können.

Valerie Fritsch, Herzklappen von Johnson & Johnson
Alma und Friedrich bekommen ein Kind, das keinen Schmerz empfinden kann. In ständiger Sorge um ihren Jungen, ist es vor allem Alma, die ihn unaufhörlich auf körperliche Unversehrtheit kontrolliert. Jeden Abend tastet sie das Kind ab, um keine Blessur zu übersehen. Und nichts fürchtet die junge Mutter mehr als die unsichtbare Verletzung eines Organs, die ohne ein Zeichen bleibt. Halt findet Alma bei ihrer Großmutter, die jetzt, hochbetagt und bettlägerig und nach lebenslangem Schweigen, zu erzählen beginnt: vom Aufwachsen im Krieg, von Flucht, Hunger und der Kriegsgefangenschaft des Großvaters. Mit dem Kind auf dem Schoß, das keinen Schmerz kennt, sitzt Alma am Bett der Schwerkranken, die sich nichts mehr wünscht, als ihren Schmerz zu überwinden. Und in den Geschichten der Großmutter findet sie eine Erklärung für jene scheinbar grundlosen Gefühle der Schuld, der Ohnmacht und der Verlorenheit, die sie ihr Leben lang begleiten.

Sebastian Janata, Die Ambassadorin
Hugo Navratil kommt aus Berlin zum Begräbnis seines Onkels Beppo in sein burgenländisches Heimatdorf zurück, in eine Gegend, die „arm an geistigem Kapital, umso reicher ist an Wein und Kirschen“. Kein Idyll also, obwohl Spätsommer ist und die Traubenernte (Zweigelt, Grüner Veltliner) begonnen hat und bei der Buschenschank (die keine ist) „ausg’steckt“ ist. Eines der Dörfer, von denen wir nur allzu gut wissen, weshalb wir sie verlassen haben, sobald wir erwachsen waren; aus denen wir aber dem Gefühl nach herkommen, nach denen wir uns vielleicht sogar sehnen oder uns vorstellen, irgendwann wieder einmal dort zu sein. Aber das ginge nur, wenn zuvor geklärt würde, wer die beiden Damen an Onkel Beppos Grab sind, was es mit dem ältesten, schönsten Haus im Ort auf sich hat und vor allem mit einem antiken Gewehr Onkel Beppos, nach dem alle suchen (Tipp: Cherchez la femme!).

Es ist eine verblüffende Geschichte, die Sebastian Janata, der als Musiker und Autor in Berlin und Wien lebt, da in seinem zweiten Buch erzählt. Und er findet dafür eine höchst treffende Form und Sprache: mit Rückblenden, die die Spannung aufbauen, mit großartigem Witz in skurrilen Situationen, die auch ein grelles Schlaglicht auf die österreichische Geschichte und Gegenwart werfen und mit bilderreichen Beschreibungen von Land und Menschen, gnadenlos-direkt, aber auch poetisch-liebevoll.

Stefan Slupetzky, Im Netz des Lemming
Nachdem sich im Beisein des Ex-Kriminalbeamten ein elfjähriger Junge nach einem letzten Blick auf seinen Social Media-Account aus Verzweiflung von einer Brücke stürzt, beginnt für Leopold „Lemming“ Wallisch ein Kampf, für den er nicht gerüstet ist. Er muss sich gegen einen „Scheißsturm“ wehren, der seine Familie und ihn auch abseits des Netz bedroht, gegen die Boulevardpresse, deren Urteile sich wie die Fahnen im Wind drehen und gegen korrupte Politiker. Ganz nebenbei soll er auch noch ein Verbrechen aufklären.

Stefan Slupetzky schaut in der Fortsetzung seiner Lemming-Reihe, deren erster Teil mit Fritz Karl und Roland Düringer in den Hauptrollen auch verfilmt wurde, wieder ganz genau hin – und deckt die Missstände unserer Zeit mit bissigem Humor, verpackt in einem packenden Krimi auf.

3 Bücher über das Reisen
Die Unmöglichkeit zu reisen, wie wir es kennen, ist eine der Einschränkungen der Corona-Pandemie, die uns besonders zu schaffen macht, denn „beim Reisen begegnet man neben dem Fremden auch sich selbst“. So empfehlen wir erneut, zu Büchern zu greifen, die uns auf Reisen mitnehmen, Reisen an fremde Orte, in andere Zeiten, in die Leben und Gedanken, in die Literatur und Sprache dreier bedeutender österreichischer Dichter:

Karl-Markus Gauß nimmt uns an unbekannte Orte mit, wie nach Berat in Albanien, Odessa und in das „eiserne Herz des Waldviertels“, zu erstaunlichen Menschen wie einem muslimischen Sommelier und reflektiert in seiner feinsinnigen Sprache über Demut und die Sprache der Politik. Und findet in den kleinen, meist unbeachteten Details der Wirklichkeit so etwas wie Wahrheit. Ein großer Literat, wie er es ist, kann das!
Karl-Markus Gauß, Die unaufhörliche Wanderung, Paul Zsolnay Verlag, 2020

„Die große Strasse“ von Peter Rosei, erschienen 2019 im Residenz Verlag, versammelt Aufzeichnungen zu seinen Reisen aus 50 Jahren, nach Asien, in die Amerikas und durch Europa. Aber wie das so ist mit Reisen, werden die Aufzeichnungen darüber auch zu einer Lebensgeschichte, einem Logbuch, wie er schreibt. Denn „nebenbei ist hier zu sehen, wie einer wurde, wie er ist.“

Auch die neue Textsammlung des Büchner-Preisträgers Josef Winkler kann man wohl als eine Lebensgeschichte lesen, in der seine Reisen, seine Herkunft aus Kärnten  und seine Lektüren mit Hilfe seiner großen, preisgekrönten Sprachkunst zusammen kommen: er zitiert und experimentiert, probiert aus, und „auch wenn sie oft vom Tod erzählt, so atmet und lebt seine Sprache doch wie wenige“.
Josef Winkler, Begib Dich auf die Reise oder Drahtzieher der Sonnenstrahlen, Suhrkamp Berlin, 2020

Johanna Maier, Meine gesunde Küche
Träumen Sie in diesen dunkelgrauen Tagen auch von blühenden Sommerwiesen, duftenden Wildkräutern und frisch geerntetem Obst und Gemüse? Ein Stückchen näher kommen wir dem Traum – wie so oft – ,wenn wir zunächst ein Buch in die Hand nehmen: in diesem Fall „Meine gesunde Küche“ von Johanna Maier.
Die vielfach preisgekrönte „beste Köchin Österreichs“ weckt mit diesem schön geschriebenen und gestalteten Buch nicht nur die Lust am Kochen und Genießen; sie vermittelt auch Grundwissen über Kräuter, Gewürze und Lebensmittel und natürlich auch eine Reihe „Rezepte für jeden Tag“, die zeigen, dass gesunde Ernährung köstlich schmeckt und gar nicht schwer zu bewerkstelligen ist. Lassen Sie sich inspirieren von den mit leichter Hand und großer Überzeugung geschriebenen Gedanken zu gesunder Ernährung, Sinnenfreuden und Leben im Einklang mit der Natur, bevor Sie dann natürlich irgendwann in die Küche entschwinden wollen, um endlich einen „richtigen“ Kaiserschmarrn zu machen.
Denise Quistorp

Graphic Novels zum 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens
Pünktlich zum 250. Geburtstag einer der einflussreichsten Komponisten aller Zeiten erschienen drei Graphic Novels, die ein ganz neues Bild Ludwig van Beethovens zeigen.
In „Goldjunge. Beethovens Jugendjahre“ erzählt Mikael Ross von der Kindheit und Jugend des Meisters in dynamischen Passagen, die durch ihre fabelhaften Kolorierungen bestechen.
Moritz Stetter zeichnet in „Mythos Beethoven“ den Weg des Komponisten zum bis heute anhaltenden Weltruhm. Dabei konzentriert er sich in den eindrucksvollen Illustrationen auf die Emotionen, die Beethovens Musik auslöst.
Peer Meter und Rem Broo nähern sich in „Beethoven. Unsterbliches Genie“ auf tragisch-komische Weise Geschichten über die Zeit nach dem Tod des Komponisten, die noch heute durch Wien geistern und von denen manche sogar wahr sein sollen.

Schirach. Eine Generation zwischen Goethe und Hitler
Oliver Rathkolb bereitet die Biografie Baldur von Schirachs, 1930 zum Reichsjugendführer ernannt, auf. Der Professor für Zeitgeschichte leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Aufarbeitung der Zeit des Austrofaschismus, indem er beispielsweise die Rolle Baldur von Schirachs in der österreichischen Kulturpolitik untersucht. Der Günstling Hitlers habe zum Opfermythos des Landes beigetragen, indem er die „Wiederbelebung der klassischen österreichischen Kulturtraditionen“ zur Propagierung der NS-Herrschaft benutzte. So hätte sich ein Überlegenheitsgefühl der Wiener*innen etabliert, die sich aufgrund ihres Erbes aus der k.u.k-Zeit als erhabene „Kulturdeutsche“ empfanden. Im kollektiven Empfinden grenzte man sich damit von den deutschen Tätern ab und verzögerte dadurch die Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle im Zweiten Weltkrieg und Holocaust.

Mit den Augen von Zeitgenossen. Erinnerungen an Paul Celan
Berühmt wurde er mit seinem 1947 erschienen Gedicht „Todesfuge“;  zu seinem 100. Geburtstag erscheint ein Band, in dem sich Wegbegleiter*innen an den großen Dichter Paul Celan erinnern.

„Mit den Augen von Zeitgenossen. Erinnerungen an Paul Celan“, herausgegeben und kommentiert vom Czernowitzer Germanist Petro Rychlo, porträtiert den Dichter als Menschen, als Spiel- und Schulkameraden, Kollegen und Gefährten, als Freund und Geliebten. Anhand teils unveröffentlichter Erinnerungen von 55 seiner Weggefährt*innen, entsteht dadurch ein neues Gesamtbild des Schriftstellers. Rychlo hat alle Texte, Interviews, Briefe, Auszüge aus Büchern und Übersetzungen aus verschiedensten Sprachen nach Schauplätzen angeordnet. So können auch die Leser*innen die Lebensetappen Celans nachvollziehen: Czernowitz, Bukarest, Wien, Paris. Anders jedoch als in den bisherigen Biografien, lässt Rychlo nicht nur einen Erzähler zu Wort kommen, sondern einen ganzen Chor an Stimmen. Stets fließen persönliche selbstreflektierende Elemente in die Erzählungen der Zeitgenoss*innen ein. Moshe Barash, geboren 1920 in Czernowitz, berichtet von seinem Kindheitsfreund Paul, Malzia Fischmann-Kahwe über einen ironischen, Witze reißenden und „seine Ohren bewegenden“ Celan. Auch Bilder des psychisch kranken und von Misstrauen besessenen Dichters, geprägt vom Kollegen und Lektor Jacques Derridas, finden sich im Werk. Das Buch richtet sich daher zu Recht gleichermaßen an Celan-Kenner wie auch an einen breiteren Leser*innenkreis.

Petro Rychlo (Hg.) „Mit den Augen von Zeitgenossen. Erinnerungen an Paul Celan“, erschienen am 16. November 2020, im Verlag Suhrkamp.

Stefan Kutzenberger, Jokerman
„Es ist allerdings entscheidend, dass wir während der Lektüre freiwillig darauf verzichten, an der Realität des Erzählten zu zweifeln. Das ist der große Unterschied zur plumpen Lüge.“
Und wir lassen uns liebend gern darauf ein, wenn uns der österreichische Autor Stefan Kutzenberger in seinem autofiktionalen Roman „Jokerman“ auf eine abstruse Reise mit Bob Dylan, Amy Winehouse, Salman Rushdi, Hillary und Bill Clinton und natürlich Donald Trump nimmt. Denn es gilt, Weltgeschichte zu schreiben!

Stefanie Sargnagel, Dicht. Aufzeichnungen einer Tagediebin
Unser aktueller Buchtipp ist eine Ode an Wien. An das Wien der Augustinverkäufer*innen, der Kellerlokale, der Kieberer, des Gürtels und des Georg Kreislers.
„Dicht. Aufzeichnungen einer Tagediebin“ ist der viel beachtete Debütroman der österreichischen Autorin Stefanie Sargnagel. Darin streift die jugendliche Protagonistin Steffi durch die Straßen, Bahnhöfe, Parks und verrauchten Beisln Wiens, auf der Suche nach dem echten Leben. Nicht jenem, das ihr das überholte Schulsystem oder die Gesellschaft als erstrebenswert aufdrängen wollen. Mit der typisch wienerischen Nonchalance und der Gabe, alltägliche, oft unbeachtete Gegebenheiten in prägnante Erzählungen zu verpacken, begeistert Sargnagel in diesem Buch über erste Male, Freundschaft und vermeintlich gescheiterte Existenzen, die eigentlich liebenswerte Sonderlinge und „Originale“ sind.
Der Roman erschien am 13. Oktober 2020 im Rowohlt Buchverlag.

Eva Rossmann, Vom Schönen Schein. Mörderische Geschichten
Die Idylle trügt! Die österreichische Autorin Eva Rossmann ist bekannt für ihre gesellschaftskritischen Kriminalromane. In ihrem neuen Erzählband „Vom schönen Schein. Mörderische Geschichten“ blickt sie nun voll Ironie und Suspense hinter Hochglanzfassaden und Urlaubsidyllen auf Sardinien, in der Karibik, in Wien und im Weinviertel. Rätselhafte Morde lassen den oberflächlichen Glanz bröckeln, ein konsumkritischer Philosoph wird von radikalen Klimaaktivisten bedroht und verschwindet, auf der Traumhochzeit zweier Spitzensportler stirbt überraschend der Bräutigam, eine engagierte Bürgerwehr auf Sardinien hat nicht nur Gutes im Sinn.
Eva Rossmann (*1962 in Graz) lebt im Weinviertel/Österreich. Sie ist Verfassungsjuristin, politische Journalistin, Köchin, Drehbuchautorin, TV- und Radio-Moderatorin des ORF und seit 1994 freie Autorin und Publizistin. Für ihr feministisches Engagement wurde sie im Jahr 2000 vom PR-Verband Österreichs zur »Kommunikatorin des Jahres« gewählt. Eva Rossmann veröffentlichte zahlreiche Sachbücher und Kriminalromane zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themen.

weiter leben – Eine Jugend
„Erinnerung verbindet uns, Erinnerung trennt uns.“
Aus gegebenem Anlass empfehlen wir Ruth Klügers Autobiographie „weiter leben. Eine Jugend“ über  die Deportation der elfjährigen Tochter eines Wiener Arztes nach Theresienstadt, Auschwitz und Christianstadt und die Schrecken und Brutalität des Nationalsozialismus. Die Bibliothekswissenschaftlerin und Germanistin Ruth Klüger schrieb diese Erinnerungen, die die Erlebnisse und den Überlebenswillen des jungen Mädchens in einer direkten, unsentimentalen Sprache besonders eindrücklich nahebringen, im Alter von 60 Jahren in Göttingen. Das 1992 erschienene Buch war ein großer Erfolg und gehört gemeinsam mit dem zweiten Band ihrer Lebenserinnerungen „unterwegs verloren“ zu einem der bedeutendsten und bewegendsten Bücher der „Erinnerungsliteratur“.
Ruth Klüger lehrte in Princeton und an der University of California in Irvine; Göttingen, „die Stadt, in der sie zur Schriftstellerin wurde“, wurde ihre Drittheimat – neben den USA und dem siebenten Wiener Gemeindebezirk. Die Wissenschaftlerin und Kleist-Spezialistin Ruth Klüger war auch Feministin und schrieb zwei weitere Bücher, die wir sehr empfehlen: „Frauen schreiben anders“ und „Frauen lesen anders“. Ruth Klüger starb in Kalifornien kurz vor ihrem 89. Geburtstag.

Sandra Gugić, Zorn und Stille
Sandra Gugić gelingt mit ihrem zweiten Roman ein kluges intimes Familienporträt, in dem die große Frage „Was ist Heimat?“ drei Generationen beschäftigt.
Die Protagonistin Biljana Banadinović flüchtet mit 17 Jahren aus dem Elternhaus, das nur darauf bedacht scheint, als Migranten in Wien ja nicht aufzufallen. In Berlin und Budapest fühlt sie sich frei von allen Konventionen und entfaltet sich künstlerisch unter dem Namen Billy Ban. Doch ihrer serbischen Herkunft und dem plötzlichen Verschwinden des Bruders kann sie sich nach dem Tod des Vaters und dessen letzten Wunsch endgültig nicht mehr entziehen.

Max Reinhardt. Ein Leben als Festspiel
100. Salzburger Festspiele – Opulent und ausführlich, wie es sich für ein Jubiläumsjahr gehört, ist die Biographie, die die Journalistin und Buchautorin Sybille Zehle dem Mitbegründer der Festspiele widmet. Mehr über den „Theaterzar“ finden Sie in der Tageszeitung Der Standard.

Arno Geiger, Unter der Drachenwand
Auf feinfühlige, detailreiche und einzigartige Weise erzählt Arno Geiger die Geschichte eines jungen schwerverwundeten und innerlich zerrissenen Wehrmachtsoldaten, der seine Zeit zur Genesung in Mondsee im Salzkammergut verbringt. In fiktiven Briefen und Tagebucheinträgen schreibt der Autor über die Absurdität des Krieges, die Hoffnung auf ein baldiges Ende und den Wunsch nach einem normalen Leben.

Eva Menasse, Vienna
Botschafter Peter Huber empfiehlt im SZ- Magazin das Buch Vienna von Eva Menasse als einen Roman, der Österreich nahe bringt. In ihrem literarischen Debüt beschreibt sie den Weg einer Wiener Familie mit zur Hälfte jüdischen und zur Hälfte katholischen Wurzeln. Es ist eine mitreißende Erzählung, in der sich auch die Geschichte Österreichs im 20. Jahrhundert spiegelt, voller origineller Charaktere, die sich geistreich und mit Humor durch die todernsten Zeiten retten.
Die Buchempfehlung ist in der 28. Ausgabe des Süddeutsche Zeitung Magazin zu lesen.

Schenk. Das Buch: Ein intimes Lebensbild
Michael Horowitz und Otto Schenk
Das Buch zum 90. Geburtstag des weltberühmten Opernregisseurs, Intendanten, Schauspielers und Autors Otto Schenk am 12. Juni 2020.

Werke von Alfred Kolleritsch
Wir gedenken Alfred Kolleritsch, der im Alter von 89 Jahren am 29. Mai 2020 in Graz gestorben ist. Der Mitbegründer des Grazer „Forum Stadtpark“ und Herausgeber der Literaturzeitschrift „manuskripte“ war eine der zentralen Figuren im österreichischen Literaturbetrieb. Er wird uns auch mit seinen Gedichten und Romanen in Erinnerung bleiben.

Elke Laznia, Lavendellied
Als Einstimmung auf das Poesiefestival Berlin empfehlen Lavendellied von Elke Laznia – ein Prosagedicht, ein „lyrischen Gesang“ über „das alte Lied der Wiederholungen über Generationen“. Elke Laznia würde am liebsten schreiben, ohne etwas zu erzählen, nur neue Formen und Bilder und im Rhythmus der Worte eine unverwechselbare Sprache finden. Und so tauchen Gedanken und Erinnerungen an Eltern, Kinder und Partner aus einem rauschenden Sprachfluss wie Inseln auf.

Karl Kraus: Der Widersprecher
Umfangreich und umfassend, alles, was es über den berühmten und berüchtigten Schriftsteller – „ den größten und strengsten Mann“ im damaligen Wien – zu wissen gibt, von Jens Malte Fischer sachkundig und wunderbar lesbar geschrieben. Was hat uns der „Widersprecher“ heute zu sagen? Er setzte sich permanent kritisch und kompromisslos mit dem sozialen, politischen und kulturellen  Geschehen seiner Zeit auseinander, orientierte sich dabei immer wieder neu, irritierte damit auch Freund und Feind. Und er fand dafür in seinen Werken eine einzigartige Sprache, gnadenlos, satirisch  und geist- reich:  „Ein Aphorismus braucht nicht wahr zu sein, aber er soll die Wahrheit überflügeln. Er muss mit einem Satz über sie hinauskommen.“ Er kommt tatsächlich über sie hinaus, mit Leichtigkeit und wirkt bis in unsere Zeit.

Musiktipps – Aktuell | WIEN meets BERLIN: VOICES ON!

WIEN meets BERLIN: VOICES ON!

13. Mai 2022 um 20:00Uhr

Elektrisierende Vibes, provokante Lyrics, fette Beatbox, freshe Choreographien, soulige Chöre, krasser Rap mal mit, mal ohne Loop Machine. Geballte musikalische Power aus Wien und Berlin ergeben ein fulminantes Line up: das Vokalmusik in all ihren Nuancen erfrischend neu interpretiert.

INANA – electric Voice; die fünfköpfige Vokalband BEAT POETRY CLUB – Female A Capella Soul; die Wortakrobatin LILA SOVIA – queerfeministische Rapper*in und das Beatbox & Gesangsduo RAWCAT & MISS BUNPUN – PUSSY POWER! begleiten die Zuschauer*innen durch verschiedene Stadien der musikalischen Ekstase.

Für mehr Informationen zur Veranstaltung WIEN meets BERLIN: VOICES ON! | ufaFabrik  


NASOM Concert 2021 

The New Austrian Sound of Music (NASOM), ist ein langfristiges Förderprogramm des Bundesministeriums für Europäische und Internationale Angelegenheiten (BMEIA) das junge aufstrebende österreichische und in Österreich tätige Musiker*innen bei Auftritten im Ausland unterstützt. Ziel von NASOM ist neben der Starthilfe für junge Talente zu internationalen Konzertauftritten, auch die Darstellung österreichischen Musikschaffens abseits von Traditionen als lebendig, modern und kulturell vielfältig.

Die Auswahl der Künstler*innen findet alle zwei Jahre in Zusammenarbeit mit dem Musikinformationszentrum Österreich (mica), österreichischen Musik- und Kunstuniversitäten sowie heimischen Musikveranstalter*innen und Musikjournalist*innen statt. Die Auswahl der Musiker*innen berücksichtigt die Genres Klassik, Jazz, Weltmusik, Neue Musik und Pop.

Ende September 2021 gaben fünf Acts aus dem aktuellen NASOM-Programm 2020/21/22 im Wiener Jazz & Music Club Porgy & Bess ein Konzert. Folgende Gruppen wurden präsentiert:

Die einzelnen Auftritte gibt es hier zum Nachsehen.


Beethovens 10. Sinfonie vollendet

Beethovens 10. Sinfonie – die Unvollendete – wurde nun mittels künstlicher Intelligenz von einem Team aus Musiker*innen und KI-Expert*innen vollendet und vergangenen Samstagabend vom Beethoven Orchester Bonn uraufgeführt. 
 
Mehr Informationen über das Projekt finden Sie hier, die komplette Veranstaltung gibt es hier zum Nachsehen. 

 

Ausstellungstipps – Aktuell | DAS GEHIRN. In Kunst & Wissenschaft

Gerne teilen wir mit Ihnen Ausstellungen, auf die wir in diesem Jahr besonders gespannt sind:

KONTERFEI. Zeichnung vom Naturstudium bis zur Karikatur
KONTERFEI ist sowohl eine Ausstellung als auch eine Publikation. 16 Künstler*innen beziehen Stellung zum Thema „Portrait“: Siegfried Anzinger, Avraham Eilat, Corinna Hertlein, Norbert W. HinterbergerJörg Immendorff, Dvir Cohen Kedar, Julia Kröpelin, Bernhard Kucken, Johannes auf der Lake, Burkhard Mohr, Christine Reinckens, Karl-Henning Seemann, Hinrich Storch, Jacques Tilly, Paloma Varga Weisz und Gottfried Wiegand. 

Ausstellung vom 30. 1. 2022 bis zum 13. 2. 2022
Eröffnung am So, 30. 1. 2022 um 11.00 Uhr
Orangerie Schloss Benrath Urdenbacher Allee 6, 40593 Düsseldorf

 

Norbert W. Hinterberger ist auch in einer Schau in der Bonner Bundeskunsthalle vertreten:

DAS GEHIRN. In Kunst & Wissenschaft
In dieser Ausstellung treffen Kunst, Kulturgeschichte und Wissenschaft aufeinander und lassen ein facettenreiches Panorama entstehen. Befragt werden neben der Hirnforschung und Neurologie auch Philosophie, Religion, Medizingeschichte und Psychologie. Der interdisziplinäre Dialog ist ein gezieltes Experiment, um sich dem Gehirn aus verschiedenen Richtungen anzunähern.

Ausstellung vom 28. Januar bis zum 26. Juni 2022

 

Stefan Zweig. Weltautor
Bestsellerautor und Weltbürger Stefan Zweig (1881–1942) unternahm ausgedehnte Reisen und lebte nach seiner Vertreibung durch die Nationalsozialisten im Exil in Brasilien. Die Ausstellung „Stefan Zweig. Weltautor“ fragt nun, welche Ideen und Geschichten Menschen auf der ganzen Welt faszinieren, wie sich diese über Grenzen hinweg verändern und was denn Autor*innen zu Weltautor*innen macht.

Zu sehen ist die Schau bis 27. Februar 2022 im Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek und jederzeit auf unserem YouTube-Kanal.

Kosmos Österreich – Aktuelle Ausgabe „meaoiswiamia“

KOSMOS ÖSTERREICH
70. Ausgabe

Das aktuelle Heft steht im Zeichen des Claims des Gastland-Auftritts Österreich bei der Leipziger Buchmesse 2023 – „meaoiswiamia“. Die Literatur begleitet uns also natürlich weiterhin und hilft uns gerade in Zeiten wie diesen, neue Perspektiven einzunehmen.

Die NASOM-Band „Purple Is The Color“ geben zudem im Interview Einblicke in ihr Band-Leben. Im Herbst sind sie auch Gast bei uns am Kulturforum!

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre des KOSMOS ÖSTERREICH 70 – meaoiswiamia.

KOSMOS ÖSTERREICH
69. Ausgabe

Mit dem aktuellen Heft möchten wir Sie einladen, in den Dialog zu treten – mithilfe der Literatur. Denn Literatur ermöglicht nicht nur den Dialog, sie ist vielleicht schon eine Form von Dialog.  Damit meinen wir einen interessierten, offenen Austausch, einen Lernprozess auch, der Vertrauen schaffen und uns verändern kann, respektvoll und auf Augenhöhe.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre des KOSMOS ÖSTERREICH 69 – Literatur und Dialog.

KOSMOS ÖSTERREICH
68. Ausgabe 

Die neuste Ausgabe des KOSMOS ÖSTERREICH steht unter dem Motto der österreichischen Auslandskultur „Kulturelle Begegnungen ermöglichen“. Nach eineinhalb Jahren der Einschränkungen freuen wir uns, dass Kontakte und Veranstaltungen in der Kultur und Wissenschaft wieder vielfältig und intensiver werden können.

Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe für September bis Dezember 2021:
Kosmos Österreich – „Kulturelle Begegnungen ermöglichen“

KOSMOS ÖSTERREICH
67. Ausgabe 

In der Sommer-Ausgabe des KOSMOS ÖSTERREICH stellen wir unseren Architekturschwerpunkt, den wir 2021 verfolgen, in den Fokus. Denn dieses Jahr feiern wir den 20. Geburtstag des Botschaftsgebäudes hier in Berlin!

Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe für Mai bis August 2021:
Kosmos Österreich – „Alles ist Architektur“

KOSMOS ÖSTERREICH
66. Ausgabe

Die neueste Ausgabe des KOSMOS ÖSTERREICH steht ganz im Zeichen von „Kultur und Erinnern“. Denn ein Fixpunkt unserer Kulturarbeit ist die notwendige Reflexion von Geschichte, insbesondere der Zeit des Nationalsozialismus, und deren Bedeutung für die Gegenwart. Damit wollen wir auch einen Beitrag zum großen Jubiläum „1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland“ leisten.

Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe für Jänner bis April 2021:
Kosmos Österreich – Kultur und Erinnern

KOSMOS ÖSTERREICH
65. Ausgabe

Wir freuen uns sehr, Ihnen wieder neue Einblicke in den „Kosmos Österreich“ geben zu können. Die umfangreiche 65. Ausgabe ist nicht nur dem durch die Corona-Pandemie verursachten „Veranstaltungsstau“ geschuldet. Wir wollen diese bewährte Publikation vielmehr wieder dazu nutzen, Ihnen neben dem Programm auch interessante Persönlichkeiten, aktuelle Themen, neue Ideen und Bücher nahezubringen.

Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe für September bis Dezember 2020:
Kosmos Österreich – Kultur und Wissenschaft