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Datum

Buchpräsentation

Literaturhaus Berlin

31.05.2022

Verena Roßbacher „Mon Chéri und unsere demolierten Seelen“

Verena Roßbacher „Mon Chéri und unsere demolierten Seelen“

(c) ÖKF
Zeit Dienstag, 31.05.202219:00 Ort Literaturhaus Berlin
Fasanenstraße 23 10719 Berlin

Die Autorin im Gespräch mit Tilman Rammstedt

Wie gestaltet man sein Leben, wenn man zwei linke Hände, eine demolierte Seele und jede Menge Probleme hat? Mit unverbrüchlichem Optimismus und irre gut gelaunt, strauchelt Charly Benz seit 43 Jahren durch ihr Leben. Sie arbeitet zwar im Marketing einer sehr ökobewussten Berliner Foodcompany, ernährt sich selbst aber primär von angebrannten Croissants und hat eine panische Angst vor offiziellen Briefen. Deswegen hat sie Herrn Schabowski engagiert, einen sechzigjährigen Mann, der ihre Post und Ängste sortiert – und zu einem Freund wird. Als dieser eine tödliche Diagnose erhält, ihr erster Versuch einer Systemischen Familienaufstellung in einem Debakel endet und plötzlich gleich drei Männer ihr Leben gehörig durcheinanderbringen, beschließen Charly und Schabowski, ihre Probleme proaktiv anzugehen und flüchten – nach Bad Gastein. In einem leerstehenden Hotel der Jahrhundertwende, das einst Charlys Vater gehörte, stellen sie fest: Man kann sich die Menschen, mit denen man verwandt ist, nicht aussuchen – seine Familie aber schon.

Über das Leben ab vierzig, über Familie und Freundschaft spricht Verena Roßbacher mit dem Autor Tilman Rammstedt im Literaturhaus Berlin.

Verena Roßbacher „Mon Chéri und unsere demolierten Seelen“ KiWi, 2022

Tickets https://www.literaturhaus-berlin.de/programm/verena-rossbacher-mon-cheri-und-unsere-demolierten-seelen

Buchpräsentation

Im Haus

09.06.2022

Stefan Kutzenberger „Kilometer Null“ & Tribidabo

Stefan Kutzenberger „Kilometer Null“ & Tribidabo

Cover (c) Piper Verlag
Zeit Donnerstag, 09.06.202219:00 Ort Österreichisches Kulturforum Berlin

In einer Pension des uruguayischen Grenzortes Santa María blickt der österreichische Schriftsteller Kutzenberger nach langer Flucht vor einem kaum nachvollziehbaren Krieg plötzlich in den Mündungslauf einer Pistole. So beginnt „Kilometer Null“ und nimmt die Leser mit auf eine Achterbahnfahrt, die sie schließlich bis vor die Himmelspforte führen wird.

Ein neues, ausgelassenes wie bewegendes Abenteuer des gleichnamigen Autors Stefan Kutzenberger, das mitten ins Herz unserer immer unwirklicher erscheinenden Gegenwart trifft und eindeutig beweist: Literatur kann alles.

»Kutzenberger trifft mit seinem Roman, wieder einmal, einen Nerv der Zeit.« ― Literaturhaus Wien

 

Stefan Kutzenberger spricht über sein mitreißendes neues Buch mit der Literaturkritikerin Felicitas von Lovenberg und dem Schriftsteller, Regisseur und Drehbuchautor Jan Schomburg.  Begleitet wird das Gespräch mit Musik aus aller Welt des steirischen NASOM-Trios Tribidabo.

Im Sinne des Schutz-und Hygienekonzepts für Veranstaltungen während der Corona-Pandemie ist ein Besuch unserer Veranstaltungen und Ausstellungen nur nach Voranmeldung möglich. Für eine mögliche infektionsschutzrechtliche Kontaktnachverfolgung benötigen wir:

Literatur

Renaissance-Theater

09.06.2022 – 10.06.2022

HOLZFÄLLEN und MEINE PREISE // Claus Peymann liest und spielt Thomas Bernhard

HOLZFÄLLEN und MEINE PREISE // Claus Peymann liest und spielt Thomas Bernhard

Thomas Bernhard und Claus Peymann (c) Oliver Herrmann
Zeit 09.06.2022 19:30 – 10.06.2022 19:30 Ort Renaissance-Theater
Knesebeckstraße 100, 10623 Berlin

HOLZFÄLLEN und MEINE PREISE
CLAUS PEYMANN LIEST UND SPIELT THOMAS BERNHARD

Von 1999-2017 war er Intendant des Berliner Ensembles – nun ist er nach langer Zeit (wenige Tage nach seinem 85. Geburtstag) wieder auf einer Berliner Bühne zu erleben: Claus Peymann, enger Weggefährte des österreichischen Schriftstellers und Dramatikers, liest und „spielt“ an zwei Abenden Thomas Bernhard im Renaissance-Theater.

  • Am Donnerstag, 9. Juni 2022, 19:30 Uhr: HOLZFÄLLEN – Eine Erregung, eine böse Satire auf den Wiener Kulturbetrieb, der sich ja nur unwesentlich vom Berliner Kulturbetrieb unterscheidet.
  • Am Freitag, 10. Juni 2022, 19:30 Uhr: die BERLIN-PREMIERE von MEINE PREISE. Darin beschreibt Bernhard mit bösem Witz und schrillem Gelächter aus eigenem Erlebnis die Unvereinbarkeit von Kunst und Politik.

„Seinen Stücken hat er zum Erfolg verholfen, Triumphe und Skandale mit ihm zusammen durchgestanden. Mit großer Lust an jeder Formulierung liest Peymann Bernhards wütende Preisträger-Bilanz.“ (WDR-KULTUR, 2019)

Für mehr Informationen: www.renaissance-theater.de 

Literatur

Akademie der Künste, Kleines Parkett

21.06.2022

VERSschmuggeln

VERSschmuggeln

©studio stg für das Haus für Poesie
Zeit Dienstag, 21.06.202220:00 Ort Akademie der Künste, Kleines Parkett
Hanseatenweg 10, 10557 Berlin

Im Fokus des diesjährigen VERSschmuggels steht Lyrik aus vier der Nachfolgestaaten Jugoslawiens: Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Montenegro und Serbien. Erstmals versammeln sich vier kulturelle Institutionen aus den vier Ländern (PEN Bosnien und Herzegowina, Kroatischer Schriftsteller Verband, KIC „Budo Tomović”, Kulturzentrum Belgrad), um eine solche Begegnung zu ermöglichen. Acht Dichter*innen des ‚gemeinsamen‘ Sprachraums treffen auf acht deutschsprachige Dichter*innen und übersetzen drei Tage lang gegenseitig die Gedichte des jeweiligen Gegenübers. An diesem Abend stellen die 16 Dichter*innen ihre poetischen Ergebnisse vor. VERSschmuggeln findet im Rahmen des 23. Poesiefestivals Berlin statt.

VERSschmuggel findet im Rahmen des 23. poesiefestival berlin statt und wird freundlich unterstützt von der Fischer Stiftung, dem Österreichischen Kulturforum, der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, dem Übersetzungsnetzwerk Traduki, dem Kulturzentrum „Budo Tomović” (Montenegro) und dem Kulturzentrum Belgrad (Serbien). Das poesiefestival berlin ist ein Projekt vom Haus für Poesie in Kooperation mit der Akademie der Künste und wird gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.

Mehr Informationen: Haus für Poesie

 

Lesung

pKp-Galerie

23.06.2022

POLITIK & POESIE

POLITIK & POESIE

©piberhofer K produktion
Zeit Donnerstag, 23.06.202219:00 Ort pKp-Galerie
Schwarzkopffstraße 3, Berlin

Die Schriftstellerinnen Lydia Mischkulnig und Ditha Brickwell lesen Texte zum Motto:  HELFT & MIR! Dirk Rave antwortet am Akkordeon mit Liedern, Chansons und musikalischen Improvisationen auf die Texte.

Mehr Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

Buchpräsentation

Haus am Waldsee

24.06.2022

Buchpräsentation „Nebel/Wasser/Eis“ von Markus Jeschaunig

Buchpräsentation „Nebel/Wasser/Eis“ von Markus Jeschaunig

Markus Jeschaunig, The Weather Project, 2018
Zeit Freitag, 24.06.202219:30 Ort Haus am Waldsee
Argentinische Allee 30, 14163 Berlin

Markus Jeschaunig’s künstlerische Arbeit der letzten Jahre beschäftigt sich intensiv mit dem Thema Klimawandel, die Forschung darüber und dessen Übersetzung in erlebbare und erfahrbare Räume und Installationen. Im Anschluss an sein Kunst Projekt “Weather Project” im Haus am Waldsee von 2018-2021, das sich großer Beliebtheit erfreute, plante das Haus am Waldsee eine Publikation zu dem Schaffen des Künstlers, für das sogar der renommierte Walther König Verlag gewonnen wurde. Die Publikation „Nebel/Wasser/Eis – Drei Skulpturen von Markus Jeschaunig“ ist eine Publikation zur Dokumentation und theoretischen Reflexion aktueller Werke des Künstlers, das inklusive Skulpturen am 24.06.2022 im Haus am Waldsee präsentiert wird.

 

Mehr Informationen finden Sie hier.

Teilnahme: 7 Euro / 5 Euro reduziert, inklusive Ausstellungseintritt

 

Mit Unterstützung des Österreichischen Kulturforums Berlin.

Lesung

Literarisches Colloquium Berlin

30.06.2022

Nacht der österreichischen Literatur am Wannsee

Nacht der österreichischen Literatur am Wannsee

LCB ©Tobias Bohm
Zeit Donnerstag, 30.06.202219:00 Ort Literarisches Colloquium Berlin
Am Sandwerder 5, 14109 Berlin

Nachdem die Leipziger Buchmesse drei Mal hintereinander dem Virus zum Opfer fiel, blickt die literarische Gemeinde hoffnungsvoll in die Zukunft und setzt auf ein großes Revival 2023 – mit dem Gastland Österreich. Uns ist dies Anlass genug, eine lange Nacht der Literatur im Garten des Literarischen Colloquiums Berlin am Ufer des Wannsees zu veranstalten. Der südosteuropäische Raum ist nicht nur historisch eng mit Österreich verknüpft, sondern auch eine Schwerpunktregion der Leipziger Buchmesse. Wir haben Autor*innen eingeladen, die entweder in Österreich oder den Nachbarländern leben. Ein ganz ungezwungenes Fest der Literatur kann der Abend wegen des Krieges in der Ukraine wohl nicht werden. In den Gesprächsrunden mit Tanja Maljartschuk & Teresa Präauer (Moderation Katja Gasser, Künstlerische Leitung Gastland-Projekt Österreich), Barbi Markovic & Goran Vojnovic sowie Noémi Kiss & Robert Prosser soll es aber nicht nur um Politik gehen, sondern auch um Literatur  – und ihren Möglichkeiten in schwerer Zeit. Musikalisch begleitet wird der Abend durch das österreichische Jazz-Duo 4675.

Eine Veranstaltung des Österreichischen Kulturforums Berlin, TRADUKI und des Literarischen Colloquium Berlin. In Kooperation mit SKICA Berlin – dem Slowenischen Kulturinformationszentrum Berlin und dem Gastland Leipziger Buchmesse 23.

Mehr Informationen finden Sie hier.

Lesung

Literaturhaus e.V. im Literaturhaus Hamburg

08.09.2022

Marko Dinic „Die guten Tage“

Marko Dinic „Die guten Tage“

Cover (c) Hanser Literaturverlage
Zeit Donnerstag, 08.09.202200:00 Ort Literaturhaus e.V. im Literaturhaus Hamburg
Schwanenwik 38, 22087 Hamburg

Marko Dinić wurde 1988 in Wien geboren und verbrachte seine Kindheit und Jugend in Belgrad. Er studierte in Salzburg Germanistik und Jüdische Kulturgeschichte. Die guten Tage ist sein erster Roman.

Marko Dinic erzählt in seinem Debütroman „von einem, der geflohen ist und sich nun aufmacht, seine alte Heimat zu besuchen … ein sprachmächtiges und bilderreiches Ereignis“. (Katja Gasser, ORF)

In einem Bus, dem täglich zwischen Wien und Belgrad verkehrenden „Gastarbeiter-Express“, rollt der Erzähler durch die ungarische Einöde. Jener Stadt entgegen, in der er aufgewachsen ist. Die Bomben, der Krieg, Miloševic, den er zuerst lieben, dann hassen gelernt hat, und der Vater, für dessen Ideologie und Opportunismus er nur noch Verachtung empfindet, hatten ihn ins Exil getrieben. Entkommen ist er dem Balkan auch dort nicht. In beeindruckenden Bildern erzählt Marko Dinic zwanzig Jahre nach dem Bombardement von Belgrad von einer traumatisierten Generation, die sich weder zu Hause noch in der Fremde verstanden fühlt, die versucht die eigene Vergangenheit zu begreifen und um eine Zukunft ringt.

Lesung

Stadtbibliothek Naumburg

21.09.2022

Elias Hirschl „Salonfähig“

Elias Hirschl „Salonfähig“

Cover "Salonfähig" (c) Hanser Literaturverlage
Zeit Mittwoch, 21.09.202200:00 Ort Stadtbibliothek Naumburg

Elias Hirschl wurde 1994 in Wien geboren, wo er als Autor, Poetry-Slammer und Musiker lebt. 2020 erhielt er den Reinhard-Priessnitz-Preis. Bücher u.a.: „Meine Freunde haben Adolf Hitler getötet und alles, was sie mir mitgebracht haben, ist dieses lausige T-Shirt“ (Roman, 2016), „Hundert schwarze Nähmaschinen“ (Roman, 2017).

Mit seinem aktuellen Roman „Salonfähig“ ist er zurzeit viel in Deutschland unterwegs:

Was, wenn man sich ein perfektes Leben wie eine zweite Haut überziehen könnte? Willkommen bei Austrian Psycho
Stundenlang übt er vor dem Spiegel seinen Gang, sein Lächeln, seine Art zu sprechen. Julius Varga, der Parteichef, ist das ganz große Idol des namenlosen Erzählers. „Ich gebe mich für dich auf, Julius. Ich liebe dich.“ In seiner Abwesenheit gießt er seine Zimmerpflanzen, als ob dies ein Staatsakt wäre. Auf einer unteren Ebene dient der Erzähler der Partei und eifert seinem Vorbild nach. Er ist besessen von Marken und Äußerlichkeiten und der Ästhetik von Terroranschlägen. Elias Hirschls neuer Roman ist ein großer Wurf und ein Vergnügen. Das wahnwitzige Porträt der Generation Slim Fit: jung, schön, intelligent, reich, oberflächlich und brandgefährlich.

Mehr Informationen über dieses Buch und weitere finden Sie auch bei Zsolnay.

Lesung

Hoyerswerda

26.09.2022 – 27.09.2022

Elyas Jamalzadeh, Andreas Hepp „Freitag ist ein guter Tag zum Flüchten“

Elyas Jamalzadeh, Andreas Hepp „Freitag ist ein guter Tag zum Flüchten“

Cover (c) Hanser Literaturverlage
Zeit 26.09.2022 – 27.09.2022 Ort Hoyerswerda

Elyas Jamalzadeh, geboren in Teheran als Kind afghanischer Kriegsflüchtlinge. Laut seiner Mutter schneite es am Tag seiner Geburt. Er floh mit seinen Eltern 2014/15 nach Österreich und begann eine Lehre als Friseur.

Andreas Hepp, geboren in Wels, studierte unter anderem Germanistik und arbeitet heute als Deutschlehrer an einer Linzer Privatschule.

 

„Eigentlich flüchtet jeder“, sagt der afghanische Flüchtling Elyas Jamalzadeh. Ein spannendes und humorvolles Buch über seine tragische Fluchtgeschichte

„Stell dir mal vor, du bist dein Leben lang nervös, merkst alles, bist ständig auf der Hut. Ich wurde schon nervös geboren. Ich war illegal. Jedes Jahr, jeden Tag, jede Minute konnte es passieren.“ Die afghanischen Eltern von Elyas Jamalzadeh lebten schon im Iran, als er auf die Welt kam. Er wurde als Flüchtling geboren. 2014 macht er sich auf den gefährlichen Weg nach Europa. Mit beeindruckender Unmittelbarkeit wird hier eine Reise beschrieben, die man kaum überleben kann. Dass Jamalzadeh Humor und Ehrgeiz nie eingebüßt hat, hilft ihm beim Ankommen in einem fremden Land. Er lernt Deutsch, beginnt eine Ausbildung und verliebt sich. Ein tragisches, ein komisches Buch, ein Buch, das niemanden kaltlässt!

 

„Freitag ist ein guter Tag zum Flüchten“ (Zsolnay Verlag) wird an zwei Termine in Hoyerswerda vorgestellt.

Lesung

Berlin - Infos folgen

29.09.2022

Lisa Eckhart „Omama“

Lisa Eckhart „Omama“

Cover (c) Hanser Literaturverlage
Zeit Donnerstag, 29.09.202200:00 Ort Berlin - Infos folgen

Lisa Eckhart, geboren 1992 in Leoben, tritt als Kabarettistin in diversen Fernsehsendungen regelmäßig auf und steht mit Soloprogrammen auf der Bühne. Sie studierte in Paris und Berlin Germanistik und Slawistik. Heute lebt sie in Leipzig. Omama ist ihr erster Roman (Zsolnay Verlag).

„Helga, schnell, die Russen kommen!“ 1945 ist Oma Helga in der Pubertät und kämpft mit ihrer schönen Schwester Inge um die Gunst der Besatzer. 1955 schickt man Helga dann aufs Land. Den Dorfwirt soll sie heiraten. Sowohl Helga als auch die Wirtin haben damit wenig Freude. 1989 organisiert die geschäftstüchtige Oma Busreisen nach Ungarn, um Tonnen von Fleisch über die Grenze zu schmuggeln. Bevor sie – inzwischen schon über achtzig – in See sticht und mit der Enkelin im handgreiflichen Wettbewerb um den Kreuzfahrtkapitän buhlt. Lisa Eckhart unternimmt einen wilden Ritt durch die Nachkriegsgeschichte: tabulos, intelligent, böse, geschliffen – und sehr, sehr komisch.

 

Lesung

Berlin

29.09.2022

Karl-Markus Gauß „Die Jahreszeiten der Ewigkeit“

Karl-Markus Gauß „Die Jahreszeiten der Ewigkeit“

Cover (c) Hanser Literaturverlage
Zeit Donnerstag, 29.09.202200:00 Ort Berlin

Karl-Markus Gauß, geboren 1954 in Salzburg, wo er heute als Autor und Herausgeber der Zeitschrift Literatur und Kritik lebt. Seine Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt und oftmals ausgezeichnet, darunter mit dem Prix Charles Veillon, dem Österreichischen Kunstpreis für Literatur, dem Johann-Heinrich-Merck-Preis, dem Jean-Améry-Preis und dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung. Bei Zsolnay erschienen zuletzt Abenteuerliche Reise durch mein Zimmer (2019) und Die unaufhörliche Wanderung (2020).

 

Karl-Markus Gauß ist ein präziser „Chronist des Alltags“ (NZZ) – In „Die Jahreszeiten der Ewigkeit“ liegen Weltbühne und Ortsbesichtigung nur einen Absatz entfernt.

Die Jahre von seinem 60. zu seinem 65. Geburtstag bilden den Rahmen des neuen Journals von Karl-Markus Gauß. Doch verführt er uns, ihm weit zurück in die Geschichte zu folgen und mit ihm den Blick auf die Verwalter der Zukunft zu werfen.
Von der Weltbühne zur Ortsbesichtigung ist es für Gauß meist nur ein Absatz: Helmut Schmidts Begräbnis schließt er kurz mit Henry Kissingers Rolle in Vietnam, die Kriegsversehrten, denen er einst auf dem Schulweg begegnete, mit der Flüchtlingskrise von 2015, den Tod eines Freundes mit den digitalen Ingenieuren der Unsterblichkeit.
Der vielgerühmte Gauß-Sound: sanft und präzise, abschweifend und von aphoristischer Schärfe. Und immer elegant.

Lesung

Literaturhaus Leipzig

04.10.2022

Konrad Paul Liessmann „Alle Lust will Ewigkeit“

Konrad Paul Liessmann „Alle Lust will Ewigkeit“

Cover (c) Hanser Literaturverlage
Zeit Dienstag, 04.10.202200:00 Ort Literaturhaus Leipzig
Haus des Buches, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig

Konrad Paul Liessmann, geboren 1953 in Villach, ist Professor i.R. für Philosophie an der Universität Wien, Essayist, Literaturkritiker und Kulturpublizist. Er erhielt 2004 den Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz im Denken und Handeln, 2010 den Donauland-Sachbuchpreis und 2016 den Paul Watzlawick-Ehrenring. Im Zsolnay Verlag gibt er die Reihe Philosophicum Lech heraus. Zuletzt erschienen bei Zsolnay Geisterstunde. Die Praxis der Unbildung. Eine Streitschrift (2014), Bildung als Provokation (2017) und Alle Lust will Ewigkeit. Mitternächtliche Versuchungen (2021) sowie bei Hanser (gemeinsam mit Michael Köhlmeier) Der werfe den ersten Stein (2019).

 

„Liessmann denkt, und er denkt laut; und es gibt in unserer Republik niemanden, dem ich lieber zuhöre.“ (Michael Köhlmeier) In seinem neuen Buch holt der Philosoph zwölf zentrale Fragen aus Nietzsches ‚Zarathustra‘ in die Gegenwart.

Die zentralen Fragen des menschlichen Lebens innerhalb der zwölf mitternächtlichen Glockenschläge: Nietzsches „O Mensch! Gib Acht!“ nähert sich in nachtschwarzen Gedanken den Abgründen des Menschseins, den unbewussten Tiefen unserer Gefühle und Affekte und dem bis zur Unerträglichkeit gesteigerten Spannungsfeld von Schmerz und Lust, von Leben und Tod.
Welch zentrale Dimension für unser politisches und kulturelles Selbstverständnis dieser geheimnisvolle Text darstellt, zeigt Konrad Paul Liessmann, indem er Nietzsches Denkbewegungen und Sprachfiguren auf überraschende, auf provozierende Weise in unsere Gegenwart und in unser Leben weiterführt – von der Mitternacht bis zur Ewigkeit.

24. Oktober Literaturhaus Leipzig

Lesung

Literaturhaus Rostock

05.10.2022

Elias Hirschl „Salonfähig“

Elias Hirschl „Salonfähig“

Cover "Salonfähig" (c) Hanser Literaturverlage
Zeit Mittwoch, 05.10.202200:00 Ort Literaturhaus Rostock
Doberaner Str. 21, 18057 Rostock

Elias Hirschl wurde 1994 in Wien geboren, wo er als Autor, Poetry-Slammer und Musiker lebt. 2020 erhielt er den Reinhard-Priessnitz-Preis. Bücher u.a.: „Meine Freunde haben Adolf Hitler getötet und alles, was sie mir mitgebracht haben, ist dieses lausige T-Shirt“ (Roman, 2016), „Hundert schwarze Nähmaschinen“ (Roman, 2017).

Mit seinem aktuellen Roman „Salonfähig“ ist er zurzeit viel in Deutschland unterwegs:

Was, wenn man sich ein perfektes Leben wie eine zweite Haut überziehen könnte? Willkommen bei Austrian Psycho
Stundenlang übt er vor dem Spiegel seinen Gang, sein Lächeln, seine Art zu sprechen. Julius Varga, der Parteichef, ist das ganz große Idol des namenlosen Erzählers. „Ich gebe mich für dich auf, Julius. Ich liebe dich.“ In seiner Abwesenheit gießt er seine Zimmerpflanzen, als ob dies ein Staatsakt wäre. Auf einer unteren Ebene dient der Erzähler der Partei und eifert seinem Vorbild nach. Er ist besessen von Marken und Äußerlichkeiten und der Ästhetik von Terroranschlägen. Elias Hirschls neuer Roman ist ein großer Wurf und ein Vergnügen. Das wahnwitzige Porträt der Generation Slim Fit: jung, schön, intelligent, reich, oberflächlich und brandgefährlich.

05. Oktober 2022

Mehr Informationen über dieses Buch und weitere finden Sie auch bei Zsolnay.

Lesung

Weimar

13.10.2022

Franzobel „Die Eroberung Amerikas“

Franzobel „Die Eroberung Amerikas“

Cover (c) Hanser Literaturverlage
Zeit Donnerstag, 13.10.202200:00 Ort Weimar

Franzobel, geboren 1967 in Vöcklabruck, erhielt u. a. den Ingeborg-Bachmann-Preis (1995), den Arthur-Schnitzler-Preis (2002) und den Nicolas-Born-Preis (2017). Bei Zsolnay erschienen zuletzt die Krimis Wiener Wunder (2014), Groschens Grab (2015) und Rechtswalzer (2019) sowie 2017 der Roman Das Floß der Medusa, für den er auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis stand und mit dem Bayerischen Buchpreis ausgezeichnet wurde. Zuletzt erschien 2021 der Roman Die Eroberung Amerikas.

 

Nach dem Bestseller „Das Floß der Medusa“ begibt sich Franzobel in seinem neuen Roman auf die Spuren eines wilden Eroberers der USA im Jahr 1538.

Ferdinand Desoto hatte Pizarro nach Peru begleitet, dem Inkakönig Schach und Spanisch beigebracht, dessen Schwester geschwängert und mit dem Sklavenhandel ein Vermögen gemacht. Er war bereits berühmt, als er 1538 eine große Expedition nach Florida startete, die eine einzige Spur der Verwüstung durch den Süden Amerikas zog. Knapp 500 Jahre später klagt ein New Yorker Anwalt im Namen aller indigenen Stämme auf Rückgabe der gesamten USA an die Ureinwohner.
Franzobels neuer Roman ist ein Feuerwerk des Einfallsreichtums und ein Gleichnis für die von Gier und Egoismus gesteuerte Gesellschaft, die von eitlen und unfähigen Führern in den Untergang gelenkt wird.

Lesung

Internationales Begegnungszentrum der Wissenschaft München

17.10.2022

Rudi Anschober „Pandemia“

Rudi Anschober „Pandemia“

Cover (c) Hanser Literaturverlage
Zeit Montag, 17.10.202200:00 Ort Internationales Begegnungszentrum der Wissenschaft München
Amalienstraße 38, 80799 München

Rudolf Anschober, geboren 1960 in Wels, war Volksschullehrer und Journalist, später langjähriger Landesrat für Klimaschutz und Integration in Oberösterreich. Von Jänner 2020 bis Mitte April 2021 war er Sozial- und Gesundheitsminister der türkis-grünen österreichischen Bundesregierung.

 

Die erste Innenansicht eines europäischen Gesundheitsministers in der Pandemie: Rudi Anschober schildert die Herausforderungen des Ausnahmezustandes unter Corona.

Der Ausbruch der Corona-Pandemie steht für den Beginn einer neuen Zeitrechnung. Weltweit erkranken und sterben Millionen Menschen, ein Ende ist trotz Impfungen nicht abzusehen. Jetzt berichtet erstmals ein verantwortlicher Politiker aus dem Maschinenraum der Macht. Begeisterte Zustimmung von der einen, leidenschaftliche Kritik von der anderen Seite – als frisch angelobter grüner Gesundheitsminister Österreichs stand Rudi Anschober vor einer der größten Krisen des 21. Jahrhunderts.
Nun, einige Monate nach seinem aus Gesundheitsgründen erfolgten Rücktritt, schildert Anschober am Beispiel von fünf Personen – einer Intensivmedizinerin, einer Forschungskoordinatorin, einer Long-Covid­Patientin, einer alleinerziehenden Buchhändlerin und eines Ministers –, die beispiellosen Herausforderungen durch die Pandemie. Die Innenansicht eines Ausnahmezustandes.

 

17. Oktober 2022 Internationales Begegnungszentrum der Wissenschaft München

Lesung

Literaturhaus Köln e.V.

27.10.2022

Franzobel „Die Eroberung Amerikas“

Franzobel „Die Eroberung Amerikas“

Cover (c) Hanser Literaturverlage
Zeit Donnerstag, 27.10.202200:00 Ort Literaturhaus Köln e.V.
Großer Griechenmarkt 39 50676 Köln

Franzobel, geboren 1967 in Vöcklabruck, erhielt u. a. den Ingeborg-Bachmann-Preis (1995), den Arthur-Schnitzler-Preis (2002) und den Nicolas-Born-Preis (2017). Bei Zsolnay erschienen zuletzt die Krimis Wiener Wunder (2014), Groschens Grab (2015) und Rechtswalzer (2019) sowie 2017 der Roman Das Floß der Medusa, für den er auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis stand und mit dem Bayerischen Buchpreis ausgezeichnet wurde. Zuletzt erschien 2021 der Roman Die Eroberung Amerikas.

 

Nach dem Bestseller „Das Floß der Medusa“ begibt sich Franzobel in seinem neuen Roman auf die Spuren eines wilden Eroberers der USA im Jahr 1538.

Ferdinand Desoto hatte Pizarro nach Peru begleitet, dem Inkakönig Schach und Spanisch beigebracht, dessen Schwester geschwängert und mit dem Sklavenhandel ein Vermögen gemacht. Er war bereits berühmt, als er 1538 eine große Expedition nach Florida startete, die eine einzige Spur der Verwüstung durch den Süden Amerikas zog. Knapp 500 Jahre später klagt ein New Yorker Anwalt im Namen aller indigenen Stämme auf Rückgabe der gesamten USA an die Ureinwohner.
Franzobels neuer Roman ist ein Feuerwerk des Einfallsreichtums und ein Gleichnis für die von Gier und Egoismus gesteuerte Gesellschaft, die von eitlen und unfähigen Führern in den Untergang gelenkt wird.

 

27. Oktober 2022 Literaturhaus Köln