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Datum

Theater/Tanz

Kampnagel Internationale Kulturfabrik GmbH

13.08.2020 – 28.08.2020

Der Willy-Brandt-Test: Nesterval auf Kampnagel

Der Willy-Brandt-Test: Nesterval auf Kampnagel

Nesterval. Der Willy-Brandt-Test, 2020, © Lorenz Tröbinger
Zeit 13.08.2020 – 28.08.2020 Ort Kampnagel Internationale Kulturfabrik GmbH
Jarrestraße 20, 22303 Hamburg

Das Wiener Performancekollektiv Nesterval schafft immersive Theatererlebnisse, in denen oft kanonische Texte der bürgerlichen Hochkultur mit schauspielerischen Mitteln aus dem Volkstheater und Elementen der queeren Popkultur dekonstruiert werden. Nesterval bespielen leerstehende Gebäude, ganze Dörfer, oder, wie in ihrem neuesten Stück, die Videokonferenz-Plattform Zoom. Ausgangspunkt für DER WILLY-BRANDT-TEST ist ein mysteriöses Experiment aus den 1970er Jahren, als Männerfreundschaften zwischen Willy Brandt, Bruno Kreisky und Olof Palme die goldene Ära der europäischen Sozialdemokratie prägten. Die Parteiarchive hüllen sich darüber in Schweigen, und auch über den Anteil von Gertrud Nesterval an diesem Projekt ist wenig bekannt. Ihr Sohn Jonas Nesterval möchte das Werk seiner Mutter angesichts globaler Krisen nun knapp 50 Jahre später vollenden und lädt das Publikum ein, die Sozialdemokratie in die Zukunft zu retten. Jeweils 32 Zuschauer*innen treffen dafür zu Hause vom Computer aus live 8 Performer*innen aus Wien und Hamburg. In immer neuen Teams werden sie in unterschiedlichen digitalen Räumen in Kontakt gebracht und begehen gemeinsam die finale Phase des WILLY-BRANDT-TEST. Links oder rechts, oben oder unten? Flucht oder Angriff? Wie werden Sie sich entscheiden? Mit ihrer ersten Arbeit in Deutschland zeigt das mit dem Österreichischen Nestroypreis nominierte Kollektiv, wie Theater im digitalen Raum ein kluges, unterhaltsames und gemeinschaftliches Erlebnis sein kann. Und wer schon einmal eines ihrer rasend schnell ausverkauften Stücke gesehen hat, weiß, warum Nesterval und ihre queere Performancefamilie wie Popstars verehrt werden.

Termine:
Do., 13. bis So., 16. August 2020
Do., 20. bis So., 23. August 2020
Do., 27. bis Fr., 28. August 2020 (in englischer Sprache)
jeweils um 18 Uhr und 21 Uhr.

 

Tickets https://www.kampnagel.de/de/programm/der-willy-brandt-test/?datum=&id_datum=8997

Ausstellung

Kunstverein Harburger Bahnhof

01.08.2020 – 30.08.2020

Darja Shatalova. INZWISCHEN

Darja Shatalova. INZWISCHEN

© Darja Shatalova
Zeit 01.08.2020 – 30.08.2020 Ort Kunstverein Harburger Bahnhof
Hannoversche Straße 85, 21079 Hamburg

In ihrer Arbeit „Inzwischen“ erfasst Darja Shatalova grafisch die Streckenverläufe und Zeitrhythmen der ankommenden und abfahrenden Züge am Gleis 3 und 4 des Harburger Bahnhofs und visualisiert diese räumlich codiert. Der ephemere Ausstellungsort dient als Grundlage und Rahmen für die inhaltliche Auseinandersetzung. Die kartografische Veranschaulichung von planmäßigen Abfolgen und dem tatsächlichen Status quo beschäftigt sich mit der aktuellen politisch-gesellschaftlichen Lage. Die Umsetzung der Arbeit in einer transluziden Materialität zeigt den filigranen Charakter von Bewegungsmöglichkeiten und Verbindungen innereuropäischer Länder auf.

Vernissage: Freitag, 31. Juli 2020 | 19:00 Uhr
Die KVHBF-Vitrinen auf den Bahngleisen 3 und 4 des Harburger Bahnhofs sind an sieben Tagen der Woche rund um die Uhr zugänglich. Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.

 

Konzert

Verschiedene Veranstaltungsorte

15.08.2020 – 12.09.2020

Stefan Donner

Stefan Donner

© Reinhard Steiner Photography
Zeit 15.08.2020 – 12.09.2020 Ort Verschiedene Veranstaltungsorte
Norden, Berlin, Magdeburg, Bamberg

Im heurigen Jahr wird der österreichische Organist Stefan Donner insgesamt vier Orgelkonzerte in Deutschland geben. Das erste Konzert findet am Sa., 15. August 2020 um 10:30 Uhr an der Arp Schnitger-Orgel der Ludgerikirche Norden im Rahmen der Serie Musik zur Marktzeit statt. Das 30-minütige Programm wird u.a. aus Werken von Dietrich Buxtehude und Johann Sebastian Bach bestehen.

Weitere Termine:
Donnerstag, 27. August 2020 | 19:30 Uhr | Marienkirche Berlin
Sonntag, 06. September 2020 | 16:00 Uhr | Magdeburger Dom
Samstag, 12. September 2020 | 17:30 Uhr | St. Martin Bamberg

Ausstellung

Gutshaus Steglitz Galerie

14.08.2020 – 29.11.2020

Hubert Scheibl. Shrinking Vienna

Hubert Scheibl. Shrinking Vienna

Hubert Scheibl, Cave Painting, 2019/20, Öl auf Leinwand, 200x290 cm. © Atelier Hubert Scheibl, Wien
Zeit 14.08.2020 – 29.11.2020 Ort Gutshaus Steglitz Galerie
Schlossstraße 48, 12165 Berlin

Hubert Scheibl ist einer der bedeutendsten österreichischen Vertreter abstrakter Malerei. In seiner subjektiven und körperlichen Malweise verwandelt sich Farbe in Energie. Eingesetzt werden Pinsel, Spachteln und Rakeln; Planung, Intuition und Zufall wirken zusammen. In seiner ersten institutionellen Einzelausstellung in Berlin sind Arbeiten der 2010er Jahre aus den Serien „Nicotine on Silverscreen“ , „Ones“ und „2001: Odyssee im Weltraum“ zu sehen. Besondere Akzente setzen dreidimensionale Objekte mit dem programmatischen Titel „Hard 2 B one“. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Texten von Tayfun Belgin und Wolfgang Welsch.

Donnerstag, 29. Oktober 2020 | 19:00 Uhr:
Hubert Scheibl im Gespräch mit dem Philosophen Dr. Wolfgang Welsch und Dr. Tayfun Belgin, Direktor Osthaus Museum Hagen.
Der Eintritt zum Künstlergespräch in der Gutshaus Steglitz Galerie ist frei, Sitzplatzreservierungen werden unter +49 30 90299-2302 entgegengenommen.

 

 

Ausstellung

KAI10 | Arthena Foundation

30.08.2020 – 13.12.2020

A long time short

A long time short

Lukas Marxt, Imperial Valley (cultivated run-off), 2018, Film still, Courtesy the Artist
Zeit 30.08.2020 – 13.12.2020 Ort KAI10 | Arthena Foundation
Kaistraße 10, 40221 Düsseldorf

Die internationale Gruppenausstellung „A Long Time Short“ thematisiert den komplexen Zeitbegriff unserer Gegenwart. Mit den Werken der beteiligten Künstlerinnen wird das Konzept einer linearen, eindimensionalen und geldwerten Zeiteinteilung kritisch hinterfragt und zugunsten subjektiver Modelle und mehrschichtiger Theorien verabschiedet. Denn in unserer globalen und digitalen Gleichzeitigkeit variiert das kollektive Zeitempfinden von rasend schnell bis hin zu unendlich langsam. Nicht selten laufen unterschiedliche Geschwindigkeiten parallel – und gleichzeitig werden wir von Vergangenheit und Zukunft eingeholt.
Der österreichische Künstler Lukas Marxt ist stets auf der Suche nach Zeugnissen menschlichen Eingreifens in die Natur, nach geologischen und zeitlichen Prozessen. Gerade an einsamen Schauplätzen ergründet er sein eigenes Zeitempfinden. Der Dialog zwischen Mensch und Natur ist ein zentraler Aspekt seiner Arbeiten, für die er 2019 das Staatsstipendium für Medienkunst des BKA Wien erhielt.

Partizipierende Künstlerinnen: Trisha Baga, Hicham Berrada, David Claerbout, Lukas Marxt, Bahar Noorizadeh, Su Yu Hsin, Agustina Woodgate
Kuratorin: Marion Eisele

 

Eröffnung: Samstag, 29. August 2020 | 12:00 – 20:00 Uhr
Der Eintritt ist frei, weitere Informationen finden Sie hier.