Kategorie
Architektur
Design
Festival
Film
Kabarett
Kunst
Literatur
Musik
Performance
Podiumsdiskussion
Theater/Tanz
Wissenschaft
Datum
Ausstellung
Jüdisches Museum Augsburg Schwaben, Ehemalige Synagoge Kriegshaber
03.12.2025 – 13.09.2026
Empfehlung: Ausstellung „Frieden“
Empfehlung: Ausstellung „Frieden“
Ulmer Straße 228, 86156 Augsburg
In Zeiten, in denen bewaffnete Konflikte weltweit zunehmen, entzieht die Ausstellung der Gewalt und dem Terror bewusst die Aufmerksamkeit, um die Möglichkeit ihrer Abwesenheit in den Blick zu nehmen. Ausgehend von verschiedenen Konzepten und Definitionen des Friedens spürt sie dem Verhältnis von Frieden und Judentum, Politik, Krieg, Feminismus, Dialog und Gerechtigkeit nach. Objekte und künstlerische Arbeiten erzählen vom Einsatz für den Frieden und von gelebter friedlicher Praxis. Dabei stehen jüdische Perspektiven im Vordergrund.
Basierend auf der Ausstellung »Frieden« des Jüdischen Museum Wien, kuratiert von Adina Seeger und Tom Juncker.
Weitere Informationen zur Ausstellung und dem Besuch finden Sie hier.
Architektur
Tchoban Foundation - Museum für Architekturzeichnung
31.01.2026 – 17.05.2026
Otto Wagner – Architekt des modernen Lebens
Otto Wagner – Architekt des modernen Lebens
Christinenstraße 18a, 10119 Berlin
In den Jahren um 1900 vermittelten die Zeichnungen aus dem Atelier Otto Wagners (1841–1918) das Bild einer von der Geschichte emanzipierten und dem „modernen Leben“ verpflichteten Zukunftsarchitektur. Nicht mehr die Stile der Vergangenheit, sondern Konstruktionen, Materialien und Bedürfnisse der Gegenwart sollten die Formensprache bestimmen. Die kompositorisch raffinierten und technisch aufwendigen Blätter waren ein wirkungsvolles Medium für Wagners bahnbrechende künstlerische Absichten und zählen heute zu den Meisterwerken der Architekturzeichnung.
Berlin spielte in Wagners Schaffen eine wichtige Rolle: Während seines Studiums an der Bauakademie lernte er das Werk Karl Friedrich Schinkels kennen, dessen Sammlung architektonischer Entwürfe später zum Vorbild für seine eigene Werkpublikation wurde. Zudem nahm Wagner mit eindrucksvollen Projekten an den Wettbewerben für den Berliner Dom und das Reichstagsgebäude teil.
Die Ausstellung ist in sechs Kapitel gegliedert, die den wichtigsten Themen in Wagners Werk gewidmet sind, und präsentiert einige der bedeutendsten Zeichnungen des Architekten. Der Bogen spannt sich vom kaum bekannten historistischen Frühwerk über spektakuläre Projekte aus dem Kontext der Wiener Secession bis zu den radikalen, vom traditionellen Ornament freien Bauten der Spätzeit, die Wagners zentrale Stellung in der Geschichte der modernen Architektur begründeten.
Mehr Informationen unter folgendem Link
Ausstellung
Museum Reinhard Ernst
15.03.2026 – 25.10.2026
Empfehlung: Ausstellung „Wolfgang Hollegha. Denk nicht, schau!“
Empfehlung: Ausstellung „Wolfgang Hollegha. Denk nicht, schau!“
Wilhelmstraße 1, 65185 Wiesbaden
Im Museum Reinhardt Ernst feiert Hollegha seine große Deutschlandpremiere mit der Ausstellung Wolfgang Hollegha. Denk nicht, schau!. Er zählt zu den bedeutendsten Malern Österreichs nach 1945. Bereits um 1960 feierte er große Erfolge in New York. Clement Greenberg, einer der einflussreichsten US-amerikanischen Kunstkritiker, sah Hollegha auf Augenhöhe mit den Protagonist:innen des Abstrakten Expressionismus. Er stellte in den USA an der Seite von Maler:innen wie Helen Frankenthaler, Morris Louis oder Kenneth Noland aus. Die Sammlung Reinhard Ernst ermöglicht eine berührende Wiederbegegnung mit seinen historischen Weggefährt:innen.
Trotz dieser internationalen Anerkennung entschied sich der Künstler bewusst gegen eine Karriere in den Kunstmetropolen und zog sich 1962 auf einen Bauernhof am Rechberg nördlich von Graz zurück. In dieser Abgeschiedenheit entwickelte er über sechs Jahrzehnte ein farbenprächtiges, oft monumentales Werk.
Diese Ausstellung war ein großer Wunsch von Wolfgang Hollegha. An der Planung für den Auftakt in der Neuen Galerie Graz hat er bis zuletzt mitgewirkt. Das Museum Reinhardt Ernst freut sich, sein Werk in diesem Umfang erstmals in Deutschland zu zeigen.
Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.
Kunst
Barbara Wien gallery & art bookshop
01.05.2026 – 01.08.2026
Empfehlung: Ingrid Wiener. Gobelins, Films and Dreams
Empfehlung: Ingrid Wiener. Gobelins, Films and Dreams
Schöneberger Ufer 65, 10785 Berlin
Die Barbara Wien gallery zeigt in der Ausstellung eine Auswahl Ingrid Wieners Gobelins, eine Reihe ihrer intimen „Traumzeichnungen“, Videos, Schallplatten und Bücher. Als Ergänzung wird ein Film von ihrem Ehemann Oswald Wiener aus dem Jahr 2015 gezeigt, der u.a. das Weben als künstlerische Praxis seiner Lebenspartnerin darstellt.
Eröffnung: Freitag, 1. Mai, 18–21 Uhr im Kontext des Gallery Weekend Berlin 2026
Ergänzend dazu findet am 13. Mai 2026, 19:00 Uhr ein Gespräch zwischen Lynne Cooke (Kuratorin und Kunsthistorikerin) und Manuela Ammer (Kuratorin, mumok, Wien) über „Woven Histories: Textiles and Modern Abstraction“ und das Werk von Ingrid Wiener statt.
Weitere Informationen finden Sie hier.
Festival
mehrere Orte in Berlin und Potsdam
05.05.2026 – 10.05.2026
Empfehlung: 32. Jüdisches Filmfestival Berlin Brandenburg
Empfehlung: 32. Jüdisches Filmfestival Berlin Brandenburg
Das 32. Jüdische Filmfestival Berlin Brandenburg präsentiert in Berlin und Potsdam 60 Filme aus 22 Ländern und bietet ein vielfältiges Panorama jüdischer Geschichte und Gegenwart.
Auch Österreich ist mit mehreren Beiträgen vertreten: Im Dokumentarfilmwettbewerb läuft Nur der Wald ist geblieben (Regie: Hans Seebacher, Tobias Hochstöger), während Holofiction von Michal Kosakowski als österreichische Koproduktion zu sehen ist. In der Reihe Kino Fermished wird Vor der Morgenröte (Regie: Maria Schrader) gezeigt, ergänzt durch ein Gespräch mit der Regisseurin. Mit Never Alone (Regie: Klaus Härö) ist zudem eine weitere österreichische Koproduktion im Programm vertreten.
Mehr Informationen finden Sie hier.
Festival
mehrere Orte in München
06.05.2026 – 25.05.2026
DOK.fest München 2026
DOK.fest München 2026
Beim 41. DOK.fest München sind rund 100 Filme in Münchner Kinos zu sehen. Das Festival beginnt am Mittwoch, 6. Mai, und endet am Montag, 18. Mai. Online und deutschlandweit sind die Filme beim DOK.fest München @home vom 11. bis 25. Mai zu sehen.
Die Filme beleuchten menschliche Geschichten und Lebenswirklichkeiten aus unterschiedlichsten Regionen abseits des Nachrichtenalltags. Thematische Reihen wie Visions of the Future oder HerStory sowie Schwerpunkte wie DOK.network Africa strukturieren das Programm.
Das 41. DOK.fest München feiert am 6. Mai im Deutschen Theater Eröffnung mit INGEBORG BACHMANN – JEMAND, DER EINMAL ICH WAR. Der hybride Film von Regina Schilling verbindet Spielszenen und dokumentarische Elemente. Die vielfach preisgekrönte Schauspielerin Sandra Hüller verkörpert die Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (1926 – 1973). Der Film feiert seine Weltpremiere beim DOK.fest München. Deutschlandweit ins Kino kommt er am 25. Juni, dem 100. Geburtstag Ingeborg Bachmanns.
INGEBORG BACHMANN – JEMAND, DER EINMAL ICH WAR läuft in der Reihe „HerStory – Sieben Filme über furchtlose Frauen“, einer der 15 thematisch gegliederten Reihen des 41. DOK.fest München. Regina Schilling ist mit ihrem Film außerdem nominiert für die VIKTORIA DOK.international Main Competition, den Preis des Internationalen Hauptwettbewerbs des Festivals.
Mehr Information über das DOK.fest München finden Sie hier
Ausstellung
Collegium Hungaricum Berlin
07.05.2026 – 12.06.2026
Empfehlung: Ausstellung AS LONG AS IT’S PINK
Empfehlung: Ausstellung AS LONG AS IT’S PINK
Dorotheenstraße 12, 10117 Berlin
Die Ausstellung As Long As It’s Pink zeigt, wie die Farbe Rosa über Jahrhunderte wechselnde, oft widersprüchliche Bedeutungen trug – von adliger Männlichkeit über Mädchensymbolik bis zur queeren Kultur. Die Ausstellung, kuratiert vom vierköpfigem Kollektiv edit, beleuchtet anhand zeitgenössischer Kunst, Designobjekte und Popkultur-Referenzen, wie Pink heute gleichzeitig Weiblichkeit, Feminismus, Unschuld und Befreiung verkörpert.
As Long As It’s Pink war zum ersten Mal im Sommer 2025 in Budapest im unabhängigen Ausstellungsraum editory zu sehen. Während in Budapest die künstlerischen Positionen aus Ungarn und die globalen Tendenzen im Fokus standen, präsentiert die erweiterte Berliner Ausgabe Beiträge aus der ost-mitteleuropäischen Region: Werke aus der Slowakei, Tschechien, Slowenien, Rumänien, Österreich, Polen bzw. Arbeiten ungarischer Künstlerinnen und Künstler aus Ungarn und Berlin.
Österreich ist dabei durch Ida-Marie Corells Werke aus der Serie Veni Vidi Venus vertreten.
Vernissage: 6. Mai 2026, 19:00 Uhr
Mehr Information zur Ausstellung finden Sie hier
Lesung
Buchhandlung Dante Connection
09.05.2026
Lesung: Mercedes Spannagel – „Crashtest Dummies“
Lesung: Mercedes Spannagel – „Crashtest Dummies“
Oranienstraße 165a / 10999 Berlin Kreuzberg
Crashtest Dummies, von Mercedes Spannagel: Cleo ist jung, smart und voller ungeahnter Abgründe. Als Ingenieurin in der Automobilindustrie arbeitet sie in einer Männerdomäne – und am offenen Herzen der strauchelnden deutschen Wirtschaft. Cleo glaubt nicht an Konventionen oder an Arbeit am Wochenende und auch nicht daran, als Frau in der Technik irgendetwas repräsentieren zu müssen. Doch dann tritt sie in eine Konkurrenzsituation mit ihrem Kollegen Martin, aus der sich eine beidseitige Obsession entwickelt. Für Cleo geht es um ihre berufliche Zukunft und darum, sich nicht von einem Mann ausbooten zu lassen.
Eine Lesung im Rahmen der 27. Langen Buchnacht in der Oranienstraße.
Es moderiert Christina M. Landerl.
Der Eintritt ist frei.
Weitere Informationen finden Sie hier
Musik
Bar Zum schmutzigen Hobby
12.05.2026 – 16.05.2026
Eurovision Song Contest 2026 – Viewing Party in Berlin
Eurovision Song Contest 2026 – Viewing Party in Berlin
Revaler Str. 99, 10245 Berlin
Anlässlich der Austragung des 70. Eurovision Song Contests wird in der Bar Zum schmutzigen Hobby gemeinsam gefeiert: Public Viewing, gute Stimmung und die große ESC-Nacht auf Leinwand!
Auf dem Programm stehen die beiden spannenden Halbfinale am Dienstag und Donnerstag sowie natürlich das große Finale am Samstag. Für beste Unterhaltung sorgt die charmante Gastgeberin und Moderatorin, Drag-Künstlerin Brigitte Skrothum, die durch den Abend führt.
Einlass ist ab 20:00 Uhr, das Live-Streaming beginnt jeweils um 21:00 Uhr.
Dienstag, 12. Mai 2026 – First Semi-Final Tickets
Donnerstag, 14. Mai 2026 – Second Semi-Final Tickets
Samstag, 16. Mai 2026 – Grand Final Tickets
Die Veranstaltung wird unterstützt von Austria Tourism
Weitere Informationen und Tickets finden Sie hier
Theater/Tanz
HAU Hebel am Ufer (HAU1)
15.05.2026 – 17.05.2026
Empfehlung: Three Times Left is Right – Berliner Theatertreffen 2026
Empfehlung: Three Times Left is Right – Berliner Theatertreffen 2026
Stresemannstraße 29, 10963 Berlin
Radikal gegensätzliche politische Haltungen im Mikrokosmos einer Paarbeziehung nimmt Julian Hetzel in Three Times Left is Right mit einem klugen Konzept, beißendem Humor und sorgfältig ausgewählten ideologischen Reizwörtern in den Blick.
Er ist ein linker Hochschullehrer, sie eine Publizistin der Neuen Rechten – trotz ihrer gegensätzlichen Weltanschauungen sind die beiden ein Paar: Wie sieht ein solches Zusammenleben aus? Welche Gespräche entstehen. Wie erzieht man die gemeinsamen Kinder? Wo verläuft die Grenze zwischen Privatem und Politischem?
Julian Hetzel bringt in seiner „Dokufiktion“ ein Familienporträt auf die Bühne, das die Zerrissenheit der Gesellschaft verdeutlicht. Josse De Pauw und Kristien De Proost verkörpern dabei ein Paar, das von realen Vorbildern inspiriert ist. Three Times Left is Right hebelt scheinbar klare Grenzen aus und zeigt, wie leicht die moralische Kompassnadel ins Trudeln geraten kann.
weitere Vorstellungen:
– 16. Mai 2026, 19:00
– 17. Mai 2026, 16:00
Uraufführung: 17.5.2025 (Wiener Festwochen | Freie Republik Wien)
Mehr Informationen finden Sie hier.
Ausstellung
Im Haus
21.05.2026
Eröffnung Why „We Should All Be Feminists“
Eröffnung Why „We Should All Be Feminists“
Die in österreichischen Kulturforen weltweit präsentierte Ausstellungsserie Why „We Should All Be Feminists“ nutzt Kunst, um für Geschlechtergerechtigkeit, Menschenrechte und den Abbau von tradierten Rollenbildern zu plädieren. Sie unterstreicht die Notwendigkeit, strukturelle Ungleichheit zu bekämpfen und die Gleichstellung als essenzielles Ziel zu verankern, um die Position der Frau in der Gesellschaft zu stärken und eine gerechtere Welt für alle zu fördern. Der Titel der Ausstellung basiert auf dem gleichnamigen Essay von Chimamanda Ngozi Adichie, der für eine zeitgemäße Definition von Feminismus plädiert.
Idee, Konzept, Kuratierung: Sabine Fellner | Kuratorische Assistenz: Laurenz Fellner
Teilnehmende Künstlerinnen: Elisa Andessner, Iris Andrascheck, Sevda Chkoutova, Katharina Cibulka, Ingrid Gaier, Sibylle Gieselmann, Sabine Groschup, Uta Heinecke, Susanne Kompast, Claudia Larcher, Maria Legat, Lea Liebl, Monika Pichler, Margot Pilz, Anca Muntenau Rimnic, Ulrike Rosenbach, Ness Rubey, Käthe Schönle, Christiane Spatt, starsky, Linde Waber
Ab 18:00 Uhr: Projektion von 100 animierte Text Miniaturen zur Lage deiner Welt, ein Projekt von starsky. 100 Jahre in 100 Minuten nimmt 100 Jahre Frauen*wahlrecht zum Anlass, um in einem inhaltlichen Zeitraffer durch die letzten 100 Jahre zu streifen und diese im Überblick zu betrachten, mit besonderem Augenmerk auf die Entwicklung der Rechte und Lebensrealitäten von Frauen*, sowie bedeutsame Veränderungen von für Frauen* relevanten Parametern. Mehr zum Projekt finden Sie hier.
19:00 Uhr: Begrüßungsworte und Besuch der Galerie
Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Ausstellungsbesuch finden Sie hier.
Mit herzlichem Dank für die Unterstützung an die Vertretung des Landes Baden-Württemberg beim Bund
Design
Aedes Berlin
21.05.2026
Lab Talk: EUNIC Next! 2026
Lab Talk: EUNIC Next! 2026
Christinenstr. 18-19, 10119 Berlin
Die Projektreihe EUNIC Next! 2026 steht unter dem Titel The Imperfect Future – WOOD: Design between Symbiosis and Standardization und widmet sich dem Umgang mit endlichen Ressourcen in Zeiten technologischer Beschleunigung. Im Fokus steht Holz – ein traditionelles Designmaterial, das heute durch Klimawandel, Monokulturen, steigende Preise und globale Produktionsbedingungen unter Druck steht.
Junge Designer:innen, Materialforscher:innen und Wissenschaftler:innen aus elf europäischen Ländern zeigen Projekte, die diese Spannungsfelder praktisch ausloten – durch innovative Materialnutzung und neue symbiotische Ansätze zwischen Mensch, Natur und Technik.
Der österreichische Beitrag stammt von Jakob Niemann. In seiner Serie Branchwood Furniture formt er Äste lebender Bäume mithilfe eigens entwickelter Biegeverfahren zu funktionalen Möbelteilen – ohne den Wachstumsprozess zu unterbrechen. Seine Arbeiten eröffnen neue Perspektiven auf nachhaltige Materialien und unsere Beziehung zur Natur.
Mehr Informationen finden Sie hier
Lesung
Lettrétage
21.05.2026
read me, city / luft 1 – Lesung & Videoarbeiten
read me, city / luft 1 – Lesung & Videoarbeiten
Veteranenstraße 21, 10119 Berlin
read me, city / luft 1 ist ein interdisziplinäres Literatur- und Medienkunstprojekt, das urbane Stadträume als Textfläche versteht: Sprache erscheint auf Plakatflächen, Asphalt, Wänden oder LED-Displays, wird dokumentiert, verschoben und neu kontextualisiert.
Die Berliner Präsentation in der lettrétage ist als literarischer Abend konzipiert, in dem performative Lesung und Projektionen von Bild- und Videoarbeiten ineinandergreifen. Gesprochene Texte, urbane Interventionen und digitale Transformationen treten in einen offenen Dialog. Schrift wird Stimme, Bild wird Text, öffentlicher Raum wird Resonanzraum. Gezeigt wird ein ca. 50-60 minütiges Programm aus Lesung und Projektionen.
Mehr Informationen finden Sie hier
Ausstellung
Im Haus
22.05.2026 – 24.07.2026
Why „We Should All Be Feminists“
Why „We Should All Be Feminists“
Die in österreichischen Kulturforen weltweit präsentierte Ausstellungsserie Why „We Should All Be Feminists“ nutzt Kunst, um für Geschlechtergerechtigkeit, Menschenrechte und den Abbau von tradierten Rollenbildern zu plädieren. Sie unterstreicht die Notwendigkeit, strukturelle Ungleichheit zu bekämpfen und die Gleichstellung als essenzielles Ziel zu verankern, um die Position der Frau in der Gesellschaft zu stärken und eine gerechtere Welt für alle zu fördern. Der Titel der Ausstellung basiert auf dem gleichnamigen Essay von Chimamanda Ngozi Adichie, der für eine zeitgemäße Definition von Feminismus plädiert.
Idee, Konzept, Kuratierung: Sabine Fellner | Kuratorische Assistenz: Laurenz Fellner
Teilnehmende Künstlerinnen: Elisa Andessner, Iris Andrascheck, Sevda Chkoutova, Katharina Cibulka, Ingrid Gaier, Sibylle Gieselmann, Sabine Groschup, Uta Heinecke, Susanne Kompast, Claudia Larcher, Maria Legat, Lea Liebl, Monika Pichler, Margot Pilz, Anca Muntenau Rimnic, Ulrike Rosenbach, Ness Rubey, Käthe Schönle, Christiane Spatt, starsky, Linde Waber
Der Eintritt ist frei, Anmeldung über das nachfolgende Formular wird erbeten.
Die Eröffnung findet am 21. Mai 2026 um 18:00 Uhr statt. Die Anmeldung für die Eröffnung finden Sie hier.
Bitte jede Person einzeln anmelden!
Lesung
Villa Oppenheim
26.05.2026
Lesung & Gespräch: Oksana Maksymchuk & Svetlana Lavochkina – Chroniken angekündigter Kriege
Lesung & Gespräch: Oksana Maksymchuk & Svetlana Lavochkina – Chroniken angekündigter Kriege
Schloßstraße 55, 14059 Berlin
An diesem Abend treffen zwei ukrainische Dichterinnen aufeinander, die beide in ihrem sehr unterschiedlichen Werk den Sprachwechsel zum Englischen hin vollzogen haben: Oksana Maksymchuk (geboren 1982 in Lwiw) und Svetlana Lavochkina (geboren 1973 in Saporischschja).
In Tagebuch einer Invasion (Edition Lyrik Kabinett bei Hanser 2025, deutsche Übersetzung: Matthias Kniep) liefert uns Oksana Maksymchuk die Chronik eines angekündigten Krieges, der dann tatsächlich eintritt. Sie beschreibt die Tage der quälenden Erwartung, in denen die Frage „Sind sie schon hier?“ zum Refrain wird. „Der Feind verspätet sich / ich lese seine Nachrichten / auf dem Handy“, heißt es einmal. Und: „Tägliches Googeln der Nachrichten / um zu erfahren, wie viele Truppen / an der Grenze zusammengezogen werden“. Es folgen die Wochen, Monate, Jahre der Gewissheit, in denen Notfalltasche und Aderpresse zum kostbarsten Besitz werden. Es sind Jahre der „Bittgebete in Ruinen“, der „Wissensübertragung in Zeiten der Besatzung“, aber auch Jahre der Überlebensschuld, in denen verstreute Nachrichten von Verwandten und Freunden eingehen: „Meine Cousine schreibt / sie sei in einem Keller / mit ihrer einjährigen Tochter / ihr Mann eingezogen“. Maksymchuk findet eine lakonisch-präzise Sprache für das, was wir ungenügend als „Grauen“ bezeichnen. „Was die Rakete gemeinsam hat / mit dem Raum voller Kinder / ist ihr gegenwärtiger Standort“. Gleichzeitig gibt es immer wieder ganz unerwartete Erkenntnisse: „Was ich vom Krieg / nicht erwartet hätte: / dass da Musik sein würde“.
Tagebuch einer Invasion wurde von der Kritik gefeiert und steht auf der diesjährigen Lyrikempfehlungsliste.
Svetlana Lavochkinas Langgedicht Carbon (Voland & Quist 2024, deutsche Übersetzung: Diana Feuerbach) ist eine wilde Liebesgeschichte zwischen einem Schmied und einer Linguistin vor dem Hintergrund des sich ankündigenden Krieges im Donbass. Es beginnt in Donezk, dem Zentrum des Kohlereviers in der östlichen Ukraine; es beginnt mit dem vergeblichen Traum eines Bürgermeisters, der der Ramme und der Halde im Stadtwappen eine Rose hinzufügen will. In einer Welt der Halden und Zwergvulkane, die vom „Gebären der Kohle“ dampfen, wächst der feinsinnige Alexander mit „mädchenschmalen“ Füßen im Schatten der Katzenzeche auf. Nach verschiedenen Abenteuern, bei denen ein Hoden verloren geht, eine Aufnahmeprüfung am Polytechnikum bestanden und eine Gefängnisstrafe abgesessen wird, begegnet Alexander der abseits der Zechenkinder aufgewachsenen Lisa. Bevor es dazu kommen kann, hat sie ihre eigenen Abenteuer zu bestehen. Sie, die Sprachvernarrte, die Wörter liebt („ein kurzes Reiben, ein winziges Beben – ausgesprochen und schon wieder verschwunden“) und insbesondere dem Englischen verfällt („es regnete neue Sprachschätze für mich“), entkommt unter anderem einem Serienmörder und folgt einer Selbstmordsekte an den Kraterrand eines Vulkans. Das alles ist rasant und wunderbar unprüde, ja zuweilen zotig erzählt, mythensatt und voller Vorahnungen kommender Kriege.
Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.
In Lesung & Gespräch: Oksana Maksymchuk, Svetlana Lavochkina
Moderation: Irina Bondas
Mehr Informationen finden Sie hier
Festival
mehrere Orte in Berlin
27.05.2026 – 07.06.2026
Doxumentale 2026
Doxumentale 2026
Die Doxumentale ist ein internationales Festival für dokumentarische Erzählformen, das vom 27. Mai – 7. Juni 2026 zum dritten Mal in Berlin stattfindet. 11 Tage lang gibt die Doxumentale Einblicke in andere Realitäten. Mit Dokumentarfilmen, Sachbüchern, Podcasts und Virtual Reality Projekten verbindet das Festival Geschichten, Ideen und Menschen. Filmemacher:innen, Journalist:innen, Autor:innen, Künstler:innen, Wissenschaftler:innen und Publikum werden eingeladen, miteinander ins Gespräch zu kommen und unterschiedliche Perspektiven auszutauschen.
Vom 28. bis 31. Mai 2026 bringt der D’Hub, das Fachprogramm der Doxumentale, internationale Expert:innen aus Film, Medien, Kultur, Wissenschaft und Zivilgesellschaft nach Berlin. Panels, Workshops und Netzwerkveranstaltungen bieten Raum für interdisziplinären Austausch und neue Kooperationen. Ein Highlight ist The Good Media Pitch, Deutschlands erstes Film- und Impact-Programm, das ausgewählte Projekte mit Expert:innen aus der Zivilgesellschaft für potenzielle Partnerschaften zusammenbringt.
Die Doxumentale wird von The Good Media Network organisiert und maßgeblich durch eine Förderung des Medienboard Berlin-Brandenburg ermöglicht. Auch Künstler:innen und Projekte aus Österreich sind im Programm vertreten.
Weitere Informationen finden Sie hier.
Ausstellung
Macherei Berlin-Kreuzberg: M60
28.05.2026 – 31.05.2026
„Design in Wartime“ im Rahmen der Berlin Design Week
„Design in Wartime“ im Rahmen der Berlin Design Week
Hallesches Ufer 40-60, 10963 Berlin
Die Ausstellung Design in Wartime präsentiert 19 Arbeiten ukrainischer und österreichischer Design- und Architekturstudierender aus dem Polytechnikum Lwiw und der Technischen Universität Wien, die sich mit den räumlichen, sozialen und kulturellen Herausforderungen des Lebens im Krieg auseinandersetzen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Architektur und Design auf Bedrohung, Zerstörung und Unsicherheit reagieren können und welche Formen von Schutz, Gemeinschaft und Hoffnung sie in der Stadt zu schaffen vermögen.
Ein zweisprachiger Katalog (Ukrainisch – Englisch) begleitet die Ausstellung.
Kuratiert von Prof. Dr. Bohdan Tscherkes und Prof. Viktor Shtets.
Das Projekt wird im Rahmen des Talkformats The Berlin Format am 29. Mai vorgestellt: 15:00 – 20:00 Uhr, Location: M40.
Die Ausstellung ist Teil der Berlin Design Week und während der regulären Öffnungszeiten im M60 zugänglich.
Öffnungszeiten:
28. Mai 14:00–20:00 Uhr
29. Mai 14:00–20:00 Uhr
30. Mai 12:00–20:00 Uhr
31. Mai 12:00–19:00 Uhr
Mehr Informationen www.berlindesignweek.com
Film
Semperoper Dresden
28.05.2026
Empfehlung: Stummfilm mit Livemusik „Die Stadt ohne Juden“
Empfehlung: Stummfilm mit Livemusik „Die Stadt ohne Juden“
Theaterplatz 2, 01067 Dresden
Im Rahmen des „Jahres der jüdischen Kultur in Sachsen 2026″ zeigt die Semperoper Hans Karl Breslauers Stummfilm „Die Stadt ohne Juden (1924)“ mit Livemusik der österreichischen Komponistin Olga Neuwirth.
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman des jüdischen Schriftstellers Hugo Bettauer und thematisiert die Vertreibung der jüdischen Bevölkerung – ein Thema von ungebrochener Aktualität. Nach einem Zufallsfund auf einem Pariser Flohmarkt 2015 konnte der lange als verschollen geltende Film vom Filmarchiv Austria vollständig restauriert werden. Neuwirths Komposition zum Film wurde 2018 im Wiener Konzerthaus uraufgeführt und seitdem weltweit aufgeführt, in London, Hamburg, Berlin, Tel Aviv, Paris, Graz und zuletzt im Sommer 2024 bei den Salzburger Festspielen.
Eine Produktion von Wiener Konzerthaus, Elbphilharmonie Hamburg, Ensemble Intercontemporain, Barbican Centre, Sinfonieorchester Basel & ZDF/ ARTE in Kooperation mit Wien Modern und Filmarchiv Austria
Mehr Informationen finden Sie hier
Film
Filmmuseum Potsdam
30.05.2026
Empfehlung: Film Screening „Melt“ von Nikolaus Geyrhalter
Empfehlung: Film Screening „Melt“ von Nikolaus Geyrhalter
Breite Straße 1a / Marstall, 14467 Potsdam
Der international ausgezeichnete Dokumentarfilmer Nikolaus Geyrhalter nimmt uns mit zum größten Alpengletscher in der Schweiz und reist über Japan, Kanada, Österreich und Island bis hin zu einer Forschungsstation in der Antarktis. In atemberaubenden Bildern hält Geyrhalter Momentaufnahmen von schmelzenden Gletschern fest, die in Zukunft nicht mehr zu sehen sein werden.
Anschließend zum Screening wird Prof. Dr. Bernhard Diekmann (AWI Potsdam) über das weltweite Gletscherschmelzen und über den Zustand unseres Klimas sprechen. Moderiert wird das Gespräch von Julia Vismann (rbb radioeins)
Die Filmvorführung findet im Rahmen der 3. Ausgabe des Festivals „Green Visions Potsdam“ (28. bis 31. Mai 2026 in Potsdam) statt.
Mehr Informationen finden Sie hier