Kategorie

Datum

Ausstellung

Jüdisches Museum Augsburg Schwaben, Ehemalige Synagoge Kriegshaber

03.12.2025 – 13.09.2026

Empfehlung: Ausstellung „Frieden“

Empfehlung: Ausstellung „Frieden“

© Jüdisches Museum Augsburg Schwaben/Ilya Kotov
Zeit 03.12.2025 – 13.09.2026 Ort Jüdisches Museum Augsburg Schwaben, Ehemalige Synagoge Kriegshaber
Ulmer Straße 228, 86156 Augsburg

In Zeiten, in denen bewaffnete Konflikte weltweit zunehmen, entzieht die Ausstellung der Gewalt und dem Terror bewusst die Aufmerksamkeit, um die Möglichkeit ihrer Abwesenheit in den Blick zu nehmen. Ausgehend von verschiedenen Konzepten und Definitionen des Friedens spürt sie dem Verhältnis von Frieden und Judentum, Politik, Krieg, Feminismus, Dialog und Gerechtigkeit nach. Objekte und künstlerische Arbeiten erzählen vom Einsatz für den Frieden und von gelebter friedlicher Praxis. Dabei stehen jüdische Perspektiven im Vordergrund.

Basierend auf der Ausstellung »Frieden« des Jüdischen Museum Wien, kuratiert von Adina Seeger und Tom Juncker.

Weitere Informationen zur Ausstellung und dem Besuch finden Sie hier.

Architektur

Tchoban Foundation - Museum für Architekturzeichnung

31.01.2026 – 17.05.2026

Otto Wagner – Architekt des modernen Lebens

Otto Wagner – Architekt des modernen Lebens

Otto Wagner, Vorkonkurrenzprojekt für das Stadtmuseum am Karlsplatz, Ansicht von der Canovagasse, 1901; (c) Wien Museum
Zeit 31.01.2026 – 17.05.2026 Ort Tchoban Foundation - Museum für Architekturzeichnung
Christinenstraße 18a, 10119 Berlin

In den Jahren um 1900 vermittelten die Zeichnungen aus dem Atelier Otto Wagners (1841–1918) das Bild einer von der Geschichte emanzipierten und dem „modernen Leben“ verpflichteten Zukunftsarchitektur. Nicht mehr die Stile der Vergangenheit, sondern Konstruktionen, Materialien und Bedürfnisse der Gegenwart sollten die Formensprache bestimmen. Die kompositorisch raffinierten und technisch aufwendigen Blätter waren ein wirkungsvolles Medium für Wagners bahnbrechende künstlerische Absichten und zählen heute zu den Meisterwerken der Architekturzeichnung.

Berlin spielte in Wagners Schaffen eine wichtige Rolle: Während seines Studiums an der Bauakademie lernte er das Werk Karl Friedrich Schinkels kennen, dessen Sammlung architektonischer Entwürfe später zum Vorbild für seine eigene Werkpublikation wurde. Zudem nahm Wagner mit eindrucksvollen Projekten an den Wettbewerben für den Berliner Dom und das Reichstagsgebäude teil.

Die Ausstellung ist in sechs Kapitel gegliedert, die den wichtigsten Themen in Wagners Werk gewidmet sind, und präsentiert einige der bedeutendsten Zeichnungen des Architekten. Der Bogen spannt sich vom kaum bekannten historistischen Frühwerk über spektakuläre Projekte aus dem Kontext der Wiener Secession bis zu den radikalen, vom traditionellen Ornament freien Bauten der Spätzeit, die Wagners zentrale Stellung in der Geschichte der modernen Architektur begründeten.

Mehr Informationen unter folgendem Link

Ausstellung

Museum Reinhard Ernst

15.03.2026 – 25.10.2026

Empfehlung: Ausstellung „Wolfgang Hollegha. Denk nicht, schau!“

Empfehlung: Ausstellung „Wolfgang Hollegha. Denk nicht, schau!“

Wolfgang Hollegha, Ohne Titel, 2016 (Detail), Museum Liaunig © Nachlass Wolfgang Hollegha
Zeit 15.03.2026 – 25.10.2026 Ort Museum Reinhard Ernst
Wilhelmstraße 1, 65185 Wiesbaden

Im Museum Reinhardt Ernst feiert Hollegha seine große Deutschlandpremiere mit der Ausstellung Wolfgang Hollegha. Denk nicht, schau!. Er zählt zu den bedeutendsten Malern Österreichs nach 1945. Bereits um 1960 feierte er große Erfolge in New York. Clement Greenberg, einer der einflussreichsten US-amerikanischen Kunstkritiker, sah Hollegha auf Augenhöhe mit den Protagonist:innen des Abstrakten Expressionismus. Er stellte in den USA an der Seite von Maler:innen wie Helen Frankenthaler, Morris Louis oder Kenneth Noland aus. Die Sammlung Reinhard Ernst ermöglicht eine berührende Wiederbegegnung mit seinen historischen Weggefährt:innen.

Trotz dieser internationalen Anerkennung entschied sich der Künstler bewusst gegen eine Karriere in den Kunstmetropolen und zog sich 1962 auf einen Bauernhof am Rechberg nördlich von Graz zurück. In dieser Abgeschiedenheit entwickelte er über sechs Jahrzehnte ein farbenprächtiges, oft monumentales Werk.

Diese Ausstellung war ein großer Wunsch von Wolfgang Hollegha. An der Planung für den Auftakt in der Neuen Galerie Graz hat er bis zuletzt mitgewirkt. Das Museum Reinhardt Ernst freut sich, sein Werk in diesem Umfang erstmals in Deutschland zu zeigen.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.

Architektur

Aedes Architecture Forum

28.03.2026 – 06.05.2026

Der Stand der Dinge / The State of Things

Der Stand der Dinge / The State of Things

(c) Martin Mostböck
Zeit 28.03.2026 – 06.05.2026 Ort Aedes Architecture Forum
Christinenstraße 18-19, 10119 Berlin

Experimente und Prozesse in Architektur und Design

Martin Mostböck gestaltet im Zusammenspiel von Entwurf, Material und Handwerk. In Der Stand der Dinge wird sichtbar, wie Möbel, Objekte und Häuser aus Produktion, Erprobung und Experiment entstehen. Gezeigt werden Sessel, Tische, Lampen sowie Wohnhäuser und Pavillons – Arbeiten, die seine eigenständige Materialwelt und den handwerklich-praktischen Ansatz erfahrbar machen. Als Architekt und Designer entwickelt er Ideen direkt am Objekt: Mit Messer, Säge und Prototyp prüft und formt er seine Entwürfe, Entscheidungen entstehen im unmittelbaren Dialog mit Material und Produktion. Zwischen funktionaler Klarheit und spielerischer Form erzählen die Arbeiten Geschichten, verschieben Maßstäbe und eröffnen neue Perspektiven auf Raum, Material und Alltag.

Die Ausstellung bei Aedes vermittelt so ein facettenreiches Bild eines Schaffens, das Architektur, Design und handwerkliches Arbeiten miteinander verbindet.
Seit 25 Jahren bewegt sich Martin Mostböck zwischen Skizze und gebauter Architektur, zwischen Möbeldesign, Interiors und Industriedesign. Die Ausstellung lädt dazu ein, hinter die Kulissen zu blicken: Sie richtet den Fokus auf Entstehung, Handwerk und Material. Gedanken, die im Skizzenbuch beginnen, landen auf der Werkbank – und werden Teil gelebter Räume.

Im Ausstellungsraum sind zwei Landschaften aus gestapelten Quadern zu sehen. Die erste widmet sich den architektonischen Werken und zeigt diese anhand von Arbeits- und maßstabsgetreuen Modellen, Materialproben,Plänen und Schnitten.
Die zweite, größere Struktur präsentiert die Designobjekte, für die Mostböck bekannt ist: Tische, Stühle, Lampen oder Buchstützen – jedes Objekt mit seiner eigenen Entwurfsgeschichte. So werden industrieller Prozess, handwerkliche Ausführung und gestalterische Entwicklung gleichermaßen nachvollziehbar. Die Ausstellung vereint dabei Einzelstücke als auch Klein- und Großserien.

  • Eröffnung: Freitag, 27. März 2026, 18:30 Uhr
  • Ausstellung: 28. März 2026 – 6. Mai 2026
    Öffnungszeiten: Mo 13:00–17:00, Di–Fr 11:00–18:30, Do bis 20:00, Sonn- und Feiertage 13:00–17:00

 

Mehr Informationen über diesen Link.

Kunst

Barbara Wien gallery & art bookshop

01.05.2026 – 01.08.2026

Empfehlung: Ingrid Wiener. Gobelins, Films and Dreams

Empfehlung: Ingrid Wiener. Gobelins, Films and Dreams

Ingrid Wiener, Schneidebrett mit Fisch und Frosch, 2025 (c) Nick Ash
Zeit 01.05.2026 18:00 – 01.08.2026 00:00 Ort Barbara Wien gallery & art bookshop
Schöneberger Ufer 65, 10785 Berlin

Die Barbara Wien gallery zeigt in der Ausstellung eine Auswahl Ingrid Wieners Gobelins, eine Reihe ihrer intimen „Traumzeichnungen“, Videos, Schallplatten und Bücher. Als Ergänzung wird ein Film von ihrem Ehemann Oswald Wiener aus dem Jahr 2015 gezeigt, der u.a. das Weben als künstlerische Praxis seiner Lebenspartnerin darstellt.

Eröffnung: Freitag, 1. Mai, 18–21 Uhr im Kontext des Gallery Weekend Berlin 2026

Ergänzend dazu findet am 13. Mai 2026, 19:00 Uhr ein Gespräch zwischen Lynne Cooke  (Kuratorin und Kunsthistorikerin) und Manuela Ammer (Kuratorin, mumok, Wien) über „Woven Histories: Textiles and Modern Abstraction“ und das Werk von Ingrid Wiener statt.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Festival

mehrere Orte in Berlin und Potsdam

05.05.2026 – 10.05.2026

Empfehlung: 32. Jüdisches Filmfestival Berlin Brandenburg

Empfehlung: 32. Jüdisches Filmfestival Berlin Brandenburg

© JFBB26_RadioEins
Zeit 05.05.2026 – 10.05.2026 Ort mehrere Orte in Berlin und Potsdam

Das 32. Jüdische Filmfestival Berlin Brandenburg präsentiert in Berlin und Potsdam 60 Filme aus 22 Ländern und bietet ein vielfältiges Panorama jüdischer Geschichte und Gegenwart.

Auch Österreich ist mit mehreren Beiträgen vertreten: Im Dokumentarfilmwettbewerb läuft Nur der Wald ist geblieben (Regie: Hans Seebacher, Tobias Hochstöger), während Holofiction von Michal Kosakowski als österreichische Koproduktion zu sehen ist. In der Reihe Kino Fermished wird Vor der Morgenröte (Regie: Maria Schrader) gezeigt, ergänzt durch ein Gespräch mit der Regisseurin. Mit Never Alone (Regie: Klaus Härö) ist zudem eine weitere österreichische Koproduktion im Programm vertreten.

Mehr Informationen finden Sie hier.

 

Festival

mehrere Orte in München

06.05.2026 – 25.05.2026

DOK.fest München 2026

DOK.fest München 2026

© DOK.fest München
Zeit 06.05.2026 – 25.05.2026 Ort mehrere Orte in München

Beim 41. DOK.fest München sind rund 100 Filme in Münchner Kinos zu sehen. Das Festival beginnt am Mittwoch, 6. Mai, und endet am Montag, 18. Mai. Online und deutschlandweit sind die Filme beim DOK.fest München @home vom 11. bis 25. Mai zu sehen.

Die Filme beleuchten menschliche Geschichten und Lebenswirklichkeiten aus unterschiedlichsten Regionen abseits des Nachrichtenalltags. Thematische Reihen wie Visions of the Future oder HerStory sowie Schwerpunkte wie DOK.network Africa strukturieren das Programm.

Das 41. DOK.fest München feiert am 6. Mai im Deutschen Theater Eröffnung mit INGEBORG BACHMANN – JEMAND, DER EINMAL ICH WAR. Der hybride Film von Regina Schilling verbindet Spielszenen und dokumentarische Elemente. Die vielfach preisgekrönte Schauspielerin Sandra Hüller verkörpert die Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (1926 – 1973). Der Film feiert seine Weltpremiere beim DOK.fest München. Deutschlandweit ins Kino kommt er am 25. Juni, dem 100. Geburtstag Ingeborg Bachmanns.

INGEBORG BACHMANN – JEMAND, DER EINMAL ICH WAR läuft in der Reihe „HerStory – Sieben Filme über furchtlose Frauen“, einer der 15 thematisch gegliederten Reihen des 41. DOK.fest München. Regina Schilling ist mit ihrem Film außerdem nominiert für die VIKTORIA DOK.international Main Competition, den Preis des Internationalen Hauptwettbewerbs des Festivals.

Mehr Information über das DOK.fest München finden Sie hier

Lesung

Haus für Poesie

06.05.2026

hätt ich nicht Disteln im Herz; Poesie lesen von: Ingeborg Bachmann

hätt ich nicht Disteln im Herz; Poesie lesen von: Ingeborg Bachmann

Ingeborg Bachmann © Renate von Mangoldt
Zeit Mittwoch, 06.05.202619:30 Ort Haus für Poesie
Knaackstr. 97 (Kulturbrauerei), 10435 Berlin

Ingeborg Bachmann (geboren 1926 in Klagenfurt, gestorben 1973 in Rom) ist bis heute die unbestritten populärste deutschsprachige Autorin des 20. Jahrhunderts. Allenfalls das Werk von Mascha Kaléko erfreut sich ähnlich großer Beliebtheit. Vor allem als Dichterin ist die Bachmann (ihr Status erlaubt es, den bestimmten Artikel vor den Nachnamen zu setzen, wie bei der Dietrich oder der Knef) bekannt, obwohl auch ihre Prosa – zumal die Kurzprosa – mehr noch als der Roman Malina zu dem Besten gehört, was in deutscher Sprache nach 1945 geschrieben wurde.

In den 1950er-Jahren erlangte sie durch zwei in kurzer Folge veröffentlichte Gedichtbände größere Bekanntheit: Die gestundete Zeit (1953) und Anrufung des Großen Bären (1956). Auf den Tagungen der Gruppe 47 sorgte sie in dieser Zeit für Furore, obwohl einige verschnupfte Mitglieder ihr „Königinnenallüren“ nachsagten. Überhaupt lässt sich rückblickend feststellen, dass nicht nur ihre Literatur, sondern auch ihre Persönlichkeit immer wieder einer „Gruppenkritik“ unterzogen wurde. Die Frage, mit wem sie jeweils das Bett teilte, erregt bis in die Gegenwart die Gemüter einer klatschsüchtigen Nachwelt. Selbst in die vorgeblich fachliche Beurteilung schlich sich hie und da ein misogyner Unterton ein. Peter Hamm sah zum Beispiel in den nachgelassenen Gedichten lediglich den Ausdruck eines „ungereinigten Lebensschlammes“, und der Dichter Thomas Kling sprach mit Blick auf das berühmte Frühwerk vom „Mainstream-Kitsch der verdrucksten Adenauer-Jahre“ und attestierte der Bachmann eine „artiffzielle Schneewittchenhaftigkeit“, sprach gar von einem „angestrengten Waten in Vierfruchtmarmelade“. Immerhin nahm er sie später – wenngleich mit etwas gönnerhafter Geste – mit dem zugegeben etwas entlegenen Gedicht „Gerüche“ in seine ihrem Anspruch nach kanonbildende Sprachspeicher-Anthologie auf.

All dies verstellt den Blick auf die Kühnheit des Werkes. Bachmann kam, „Dunkles zu sagen“ – so der Titel eines der berühmten frühen Gedichte –, wusste auf der Seite des Todes das Leben, spielte, wie Orpheus, dem sie sich wesensverwandt fühlte, „auf den Saiten des Lebens den Tod“. Sie kannte das „Wort, das den Drachen sät“, wollte schreiben mit der Galle, „solang sie noch bitter ist“. Und genau das tat sie: Schreiben über das, was ein Herz bezeugt zwischen gestern und morgen, „lautlos und fremd“. Zeit ihres Lebens war sie dabei eine Rastlose; aus der Klagenfurter Durchlaßstraße 5 trieb es sie in die weite Welt. „Das Beste / ist die Arbeit auf den Schiffen, / die weithin fahren“, heißt es einmal in „Ausfahrt“, dem Eingangsgedicht aus Die gestundete Zeit. In Abwandlung eines ihrer Verse ließe sich sagen, sie sei vom Fernweh benommen gewesen, „bis ans fliehende Haar“. Die Dichterin verrät sich im Detail. Unvergesslich sind viele beunruhigende Bilder, deren Ursprung unklar bleibt: der Regenmann im finsteren Haus, der im Schuldbuch die Linien ergänzt; die geflügelten Tannen, die aus dem Paradies stürzen; das gelöschte Licht der Lupinen; das an den Traversen aufgeriebene Blau des Himmels; der vorm Tanz gelaugte Bretterboden und die „trommelreif“ im Hof stehenden Eimer. Und wer könnte jemals jenen emblematischen Salamander vergessen, der am Ende von Bachmanns vielleicht schönstem Gedicht „Erklär mir, Liebe“ durchs Feuer geht: „Kein Schauer jagt ihn und es schmerzt ihn nichts.“

Eine gemeinsame Veranstaltung des Haus für Poesie und des Österreichischen Kulturforums Berlin

In Lesung & Gespräch Ina Hartwig, Caca Savic sowie Margret Kreidl und Teresa Präauer (SchreibART)
Moderation Insa Wilke

Mehr Informationen hier

Theater/Tanz

Berliner Ensemble

06.05.2026

Empfehlung: Fräulein Else – Berliner Theatertreffen 2026

Empfehlung: Fräulein Else – Berliner Theatertreffen 2026

© Marcel Urlaub // Volkstheater
Zeit Mittwoch, 06.05.202619:30 Ort Berliner Ensemble
Bertolt-Brechts-Platz 1, 10117 Berlin

Die junge Else T. soll während ihrer Sommerfrische auf Bitten ihres verschuldeten Vaters den älteren Kunsthändler Dorsday um dringend benötigte 30.000 Gulden bitten. Doch Dorsday stellt eine Bedingung: Die benötigte Summe bekommt Else nur, wenn sie sich ihm für eine Viertelstunde nackt zur Schau stellt.

Leonie Böhm kehrt ihrem packenden Zugriff auf Arthur Schnitzlers berühmte Novelle „Fräulein Else“ aus dem Jahr 1924 zusammen mit Julia Riedler Elses inneren Monolog nach außen und lädt das Publikum dazu ein, live über ein schambesetztes Dilemma nachzudenken, es mitzuverhandeln und sich mitverantwortlich zu fühlen. Mit Witz, Spontanität, Sprachgewalt und Facettenreichtum spielt Riedler ein umwerfendes Solo, das Doppelmoral offenlegt und patriarchalen Machtstrukturen den Kampf ansagt.

Bei der Nestroy-Verleihung 2025 wurde Julia Riedler als „Beste Schauspielerin“ und Leonie Böhm für die „Beste Regie“ ausgezeichnet.

weitere Vorstellung im Berliner Ensemble:
– 7. Mai 2026, 19:30 Uhr

Premiere: 8. Februar 2025 im Volkstheater Wien

Mehr Informationen finden Sie hier.

Ausstellung

Collegium Hungaricum Berlin

07.05.2026 – 12.06.2026

Empfehlung: Ausstellung AS LONG AS IT’S PINK

Empfehlung: Ausstellung AS LONG AS IT’S PINK

© C Studio Ida-Marie Corell
Zeit 07.05.2026 19:00 – 12.06.2026 00:00 Ort Collegium Hungaricum Berlin
Dorotheenstraße 12, 10117 Berlin

Die Ausstellung As Long As It’s Pink zeigt, wie die Farbe Rosa über Jahrhunderte wechselnde, oft widersprüchliche Bedeutungen trug – von adliger Männlichkeit über Mädchensymbolik bis zur queeren Kultur. Die Ausstellung, kuratiert vom vierköpfigem Kollektiv edit, beleuchtet anhand zeitgenössischer Kunst, Designobjekte und Popkultur-Referenzen, wie Pink heute gleichzeitig Weiblichkeit, Feminismus, Unschuld und Befreiung verkörpert.

As Long As It’s Pink war zum ersten Mal im Sommer 2025 in Budapest im unabhängigen Ausstellungsraum editory zu sehen.  Während in Budapest die künstlerischen Positionen aus Ungarn und die globalen Tendenzen im Fokus standen, präsentiert die erweiterte Berliner Ausgabe Beiträge aus der ost-mitteleuropäischen Region: Werke aus der Slowakei, Tschechien, Slowenien, Rumänien, Österreich, Polen bzw. Arbeiten ungarischer Künstlerinnen und Künstler aus Ungarn und Berlin.

Österreich ist dabei durch Ida-Marie Corells Werke aus der Serie Veni Vidi Venus vertreten.

Vernissage: 6. Mai 2026, 19:00 Uhr

Mehr Information zur Ausstellung finden Sie hier 

Lesung

Buchhandlung Dante Connection

09.05.2026

Lesung: Mercedes Spannagel – „Crashtest Dummies“

Lesung: Mercedes Spannagel – „Crashtest Dummies“

© Blessing
Zeit Samstag, 09.05.202620:00 Ort Buchhandlung Dante Connection
Oranienstraße 165a / 10999 Berlin Kreuzberg

Crashtest Dummies, von Mercedes Spannagel: Cleo ist jung, smart und voller ungeahnter Abgründe. Als Ingenieurin in der Automobilindustrie arbeitet sie in einer Männerdomäne – und am offenen Herzen der strauchelnden deutschen Wirtschaft. Cleo glaubt nicht an Konventionen oder an Arbeit am Wochenende und auch nicht daran, als Frau in der Technik irgendetwas repräsentieren zu müssen. Doch dann tritt sie in eine Konkurrenzsituation mit ihrem Kollegen Martin, aus der sich eine beidseitige Obsession entwickelt. Für Cleo geht es um ihre berufliche Zukunft und darum, sich nicht von einem Mann ausbooten zu lassen.

Eine Lesung im Rahmen der 27. Langen Buchnacht in der Oranienstraße.

Es moderiert Christina M. Landerl.

Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen finden Sie hier

Musik

Bar Zum schmutzigen Hobby

12.05.2026 – 16.05.2026

Eurovision Song Contest 2026 – Viewing Party in Berlin

Eurovision Song Contest 2026 – Viewing Party in Berlin

© Österreich Werbung / Marko Mestrovic (Lebensgefühl Österreich - Partynacht in außergewöhnlichem Ambiente)
Zeit 12.05.2026 20:00 – 16.05.2026 20:00 Ort Bar Zum schmutzigen Hobby
Revaler Str. 99, 10245 Berlin

Anlässlich der Austragung des 70. Eurovision Song Contests wird in der Bar Zum schmutzigen Hobby gemeinsam gefeiert: Public Viewing, gute Stimmung und die große ESC-Nacht auf Leinwand!
Auf dem Programm stehen die beiden spannenden Halbfinale am Dienstag und Donnerstag sowie natürlich das große Finale am Samstag. Für beste Unterhaltung sorgt die charmante Gastgeberin und Moderatorin, Drag-Künstlerin Brigitte Skrothum, die durch den Abend führt.

Einlass ist ab 20:00 Uhr, das Live-Streaming beginnt jeweils um 21:00 Uhr.

Dienstag, 12. Mai 2026 – First Semi-Final Tickets
Donnerstag, 14. Mai 2026 – Second Semi-Final Tickets
Samstag, 16. Mai 2026 – Grand Final Tickets

Die Veranstaltung wird unterstützt von Austria Tourism

Weitere Informationen und Tickets finden Sie hier

Theater/Tanz

HAU Hebel am Ufer (HAU1)

15.05.2026 – 17.05.2026

Empfehlung: Three Times Left is Right – Berliner Theatertreffen 2026

Empfehlung: Three Times Left is Right – Berliner Theatertreffen 2026

© Oostpolmedia
Zeit 15.05.2026 19:00 – 17.05.2026 16:00 Ort HAU Hebel am Ufer (HAU1)
Stresemannstraße 29, 10963 Berlin

Radikal gegensätzliche politische Haltungen im Mikrokosmos einer Paarbeziehung nimmt Julian Hetzel in Three Times Left is Right mit einem klugen Konzept, beißendem Humor und sorgfältig ausgewählten ideologischen Reizwörtern in den Blick.
Er ist ein linker Hochschullehrer, sie eine Publizistin der Neuen Rechten – trotz ihrer gegensätzlichen Weltanschauungen sind die beiden ein Paar: Wie sieht ein solches Zusammenleben aus? Welche Gespräche entstehen. Wie erzieht man die gemeinsamen Kinder? Wo verläuft die Grenze zwischen Privatem und Politischem?

Julian Hetzel bringt in seiner „Dokufiktion“ ein Familienporträt auf die Bühne, das die Zerrissenheit der Gesellschaft verdeutlicht. Josse De Pauw und Kristien De Proost verkörpern dabei ein Paar, das von realen Vorbildern inspiriert ist. Three Times Left is Right hebelt scheinbar klare Grenzen aus und zeigt, wie leicht die moralische Kompassnadel ins Trudeln geraten kann.

weitere Vorstellungen:
– 16. Mai 2026, 19:00
– 17. Mai 2026, 16:00

Uraufführung: 17.5.2025 (Wiener Festwochen | Freie Republik Wien)

Mehr Informationen finden Sie hier.

Ausstellung

Im Haus

21.05.2026

Eröffnung Why „We Should All Be Feminists“

Eröffnung Why „We Should All Be Feminists“

Elisa Andessner, Solidarité, in Zusammenarbeit mit Marlene Rubinelli Giordano, 2025 © Elisa Andessner, Bildrecht
Zeit Donnerstag, 21.05.202618:00 Ort Österreichisches Kulturforum Berlin

Die in österreichischen Kulturforen weltweit präsentierte Ausstellungsserie Why „We Should All Be Feminists“ nutzt Kunst, um für Geschlechtergerechtigkeit, Menschenrechte und den Abbau von tradierten Rollenbildern zu plädieren. Sie unterstreicht die Notwendigkeit, strukturelle Ungleichheit zu bekämpfen und die Gleichstellung als essenzielles Ziel zu verankern, um die Position der Frau in der Gesellschaft zu stärken und eine gerechtere Welt für alle zu fördern. Der Titel der Ausstellung basiert auf dem gleichnamigen Essay von Chimamanda Ngozi Adichie, der für eine zeitgemäße Definition von Feminismus plädiert.

Idee, Konzept, Kuratierung: Sabine Fellner | Kuratorische Assistenz: Laurenz Fellner

Teilnehmende Künstlerinnen: Elisa Andessner, Iris Andrascheck, Sevda Chkoutova, Katharina Cibulka, Ingrid Gaier, Sibylle Gieselmann, Sabine Groschup, Uta Heinecke, Claudia Larcher, Maria Legat, Lea Liebl, Monika Pichler, Ness Rubey, Käthe Schönle, starsky

Der Eintritt ist frei, Anmeldung über das nachfolgende Formular wird erbeten.

Ab 18:00 Uhr: Projektion von 100 animierte Text Miniaturen zur Lage deiner Welt, ein Projekt von starsky. 100 Jahre in 100 Minuten nimmt 100 Jahre Frauen*wahlrecht zum Anlass, um in einem inhaltlichen Zeitraffer durch die letzten 100 Jahre zu streifen und diese im Überblick zu betrachten, mit besonderem Augenmerk auf die Entwicklung der Rechte und Lebensrealitäten von Frauen*, sowie bedeutsame Veränderungen von für Frauen* relevanten Parametern. Mehr zum Projekt finden Sie hier.

19:00 Uhr: Begrüßungsworte und Besuch der Galerie

Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Ausstellungsbesuch finden Sie hier.

Mit herzlichem Dank für die Unterstützung an die Vertretung des Landes Baden-Württemberg beim Bund

Anmeldung zur Vernissage HIER

Design

Aedes Berlin

21.05.2026

Lab Talk: EUNIC Next! 2026

Lab Talk: EUNIC Next! 2026

©Jakob Niemann
Zeit Donnerstag, 21.05.202618:30 Ort Aedes Berlin
Christinenstr. 18-19, 10119 Berlin

Die Projektreihe EUNIC Next! 2026 steht unter dem Titel The Imperfect Future – WOOD: Design between Symbiosis and Standardization und widmet sich dem Umgang mit endlichen Ressourcen in Zeiten technologischer Beschleunigung. Im Fokus steht Holz – ein traditionelles Designmaterial, das heute durch Klimawandel, Monokulturen, steigende Preise und globale Produktionsbedingungen unter Druck steht.

Junge Designer:innen, Materialforscher:innen und Wissenschaftler:innen aus elf europäischen Ländern zeigen Projekte, die diese Spannungsfelder praktisch ausloten – durch innovative Materialnutzung und neue symbiotische Ansätze zwischen Mensch, Natur und Technik.

Der österreichische Beitrag stammt von Jakob Niemann. In seiner Serie Branchwood Furniture formt er Äste lebender Bäume mithilfe eigens entwickelter Biegeverfahren zu funktionalen Möbelteilen – ohne den Wachstumsprozess zu unterbrechen. Seine Arbeiten eröffnen neue Perspektiven auf nachhaltige Materialien und unsere Beziehung zur Natur.

Mehr Informationen finden Sie hier

Lesung

Lettrétage

21.05.2026

read me, city / luft 1 – Lesung & Videoarbeiten

read me, city / luft 1 – Lesung & Videoarbeiten

© Eva Bonvicini
Zeit Donnerstag, 21.05.202619:30 Ort Lettrétage
Veteranenstraße 21, 10119 Berlin

read me, city / luft 1 ist ein interdisziplinäres Literatur- und Medienkunstprojekt, das urbane Stadträume als Textfläche versteht: Sprache erscheint auf Plakatflächen, Asphalt, Wänden oder LED-Displays, wird dokumentiert, verschoben und neu kontextualisiert.

Die Berliner Präsentation in der lettrétage ist als literarischer Abend konzipiert, in dem performative Lesung und Projektionen von Bild- und Videoarbeiten ineinandergreifen. Gesprochene Texte, urbane Interventionen und digitale Transformationen treten in einen offenen Dialog. Schrift wird Stimme, Bild wird Text, öffentlicher Raum wird Resonanzraum. Gezeigt wird ein ca. 50-60 minütiges Programm aus Lesung und Projektionen.

Mehr Informationen finden Sie hier

Ausstellung

Im Haus

22.05.2026 – 24.07.2026

Why „We Should All Be Feminists“

Why „We Should All Be Feminists“

Elisa Andessner, Solidarité, in Zusammenarbeit mit Marlene Rubinelli Giordano, 2025 © Elisa Andessner, Bildrecht
Zeit 22.05.2026 – 24.07.2026 Ort Österreichisches Kulturforum Berlin

Die in österreichischen Kulturforen weltweit präsentierte Ausstellungsserie Why „We Should All Be Feminists“ nutzt Kunst, um für Geschlechtergerechtigkeit, Menschenrechte und den Abbau von tradierten Rollenbildern zu plädieren. Sie unterstreicht die Notwendigkeit, strukturelle Ungleichheit zu bekämpfen und die Gleichstellung als essenzielles Ziel zu verankern, um die Position der Frau in der Gesellschaft zu stärken und eine gerechtere Welt für alle zu fördern. Der Titel der Ausstellung basiert auf dem gleichnamigen Essay von Chimamanda Ngozi Adichie, der für eine zeitgemäße Definition von Feminismus plädiert.

Idee, Konzept, Kuratierung: Sabine Fellner | Kuratorische Assistenz: Laurenz Fellner

Teilnehmende Künstlerinnen: Elisa Andessner, Iris Andrascheck, Sevda Chkoutova, Katharina Cibulka, Ingrid Gaier, Sibylle Gieselmann, Sabine Groschup, Uta Heinecke, Claudia Larcher, Maria Legat, Lea Liebl, Monika Pichler, Ness Rubey, Käthe Schönle, starsky

Der Eintritt ist frei, Anmeldung über das nachfolgende Formular wird erbeten.

Die Eröffnung findet am 21. Mai 2026 um 18:00 Uhr statt. Die Anmeldung für die Eröffnung finden Sie hier.

 

Bitte jede Person einzeln anmelden!

Lesung

Villa Oppenheim

26.05.2026

Lesung & Gespräch: Oksana Maksymchuk & Svetlana Lavochkina – Chroniken angekündigter Kriege

Lesung & Gespräch: Oksana Maksymchuk & Svetlana Lavochkina – Chroniken angekündigter Kriege

Svetlana Lavochkina_© Pavel Gitin / Svetlana Lavochkina_© Pavel Gitin
Zeit Dienstag, 26.05.202619:30 Ort Villa Oppenheim
Schloßstraße 55, 14059 Berlin

An diesem Abend treffen zwei ukrainische Dichterinnen aufeinander, die beide in ihrem sehr unterschiedlichen Werk den Sprachwechsel zum Englischen hin vollzogen haben: Oksana Maksymchuk (geboren 1982 in Lwiw) und Svetlana Lavochkina (geboren 1973 in Saporischschja).

In Tagebuch einer Invasion (Edition Lyrik Kabinett bei Hanser 2025, deutsche Übersetzung: Matthias Kniep) liefert uns Oksana Maksymchuk die Chronik eines angekündigten Krieges, der dann tatsächlich eintritt. Sie beschreibt die Tage der quälenden Erwartung, in denen die Frage „Sind sie schon hier?“ zum Refrain wird. „Der Feind verspätet sich / ich lese seine Nachrichten / auf dem Handy“, heißt es einmal. Und: „Tägliches Googeln der Nachrichten / um zu erfahren, wie viele Truppen / an der Grenze zusammengezogen werden“. Es folgen die Wochen, Monate, Jahre der Gewissheit, in denen Notfalltasche und Aderpresse zum kostbarsten Besitz werden. Es sind Jahre der „Bittgebete in Ruinen“, der „Wissensübertragung in Zeiten der Besatzung“, aber auch Jahre der Überlebensschuld, in denen verstreute Nachrichten von Verwandten und Freunden eingehen: „Meine Cousine schreibt / sie sei in einem Keller / mit ihrer einjährigen Tochter / ihr Mann eingezogen“. Maksymchuk findet eine lakonisch-präzise Sprache für das, was wir ungenügend als „Grauen“ bezeichnen. „Was die Rakete gemeinsam hat / mit dem Raum voller Kinder / ist ihr gegenwärtiger Standort“. Gleichzeitig gibt es immer wieder ganz unerwartete Erkenntnisse: „Was ich vom Krieg / nicht erwartet hätte: / dass da Musik sein würde“.
Tagebuch einer Invasion wurde von der Kritik gefeiert und steht auf der diesjährigen Lyrikempfehlungsliste.

Svetlana Lavochkinas Langgedicht Carbon (Voland & Quist 2024, deutsche Übersetzung: Diana Feuerbach) ist eine wilde Liebesgeschichte zwischen einem Schmied und einer Linguistin vor dem Hintergrund des sich ankündigenden Krieges im Donbass. Es beginnt in Donezk, dem Zentrum des Kohlereviers in der östlichen Ukraine; es beginnt mit dem vergeblichen Traum eines Bürgermeisters, der der Ramme und der Halde im Stadtwappen eine Rose hinzufügen will. In einer Welt der Halden und Zwergvulkane, die vom „Gebären der Kohle“ dampfen, wächst der feinsinnige Alexander mit „mädchenschmalen“ Füßen im Schatten der Katzenzeche auf. Nach verschiedenen Abenteuern, bei denen ein Hoden verloren geht, eine Aufnahmeprüfung am Polytechnikum bestanden und eine Gefängnisstrafe abgesessen wird, begegnet Alexander der abseits der Zechenkinder aufgewachsenen Lisa. Bevor es dazu kommen kann, hat sie ihre eigenen Abenteuer zu bestehen. Sie, die Sprachvernarrte, die Wörter liebt („ein kurzes Reiben, ein winziges Beben – ausgesprochen und schon wieder verschwunden“) und insbesondere dem Englischen verfällt („es regnete neue Sprachschätze für mich“), entkommt unter anderem einem Serienmörder und folgt einer Selbstmordsekte an den Kraterrand eines Vulkans. Das alles ist rasant und wunderbar unprüde, ja zuweilen zotig erzählt, mythensatt und voller Vorahnungen kommender Kriege.

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.

In Lesung & Gespräch: Oksana Maksymchuk, Svetlana Lavochkina

Moderation: Irina Bondas

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Festival

mehrere Orte in Berlin

27.05.2026 – 07.06.2026

Doxumentale 2026

Doxumentale 2026

© Doxumentale
Zeit 27.05.2026 – 07.06.2026 Ort mehrere Orte in Berlin

Die Doxumentale ist ein internationales Festival für dokumentarische Erzählformen, das vom 27. Mai – 7. Juni 2026 zum dritten Mal in Berlin stattfindet. 11 Tage lang gibt die Doxumentale Einblicke in andere Realitäten. Mit Dokumentarfilmen, Sachbüchern, Podcasts und Virtual Reality Projekten verbindet das Festival Geschichten, Ideen und Menschen. Filmemacher:innen, Journalist:innen, Autor:innen, Künstler:innen, Wissenschaftler:innen und Publikum werden eingeladen, miteinander ins Gespräch zu kommen und unterschiedliche Perspektiven auszutauschen.

Vom 28. bis 31. Mai 2026 bringt der D’Hub, das Fachprogramm der Doxumentale, internationale Expert:innen aus Film, Medien, Kultur, Wissenschaft und Zivilgesellschaft nach Berlin. Panels, Workshops und Netzwerkveranstaltungen bieten Raum für interdisziplinären Austausch und neue Kooperationen. Ein Highlight ist The Good Media Pitch, Deutschlands erstes Film- und Impact-Programm, das ausgewählte Projekte mit Expert:innen aus der Zivilgesellschaft für potenzielle Partnerschaften zusammenbringt.

Die Doxumentale wird von The Good Media Network organisiert und maßgeblich durch eine Förderung des Medienboard Berlin-Brandenburg ermöglicht. Auch Künstler:innen und Projekte aus Österreich sind im Programm vertreten.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Ausstellung

Macherei Berlin-Kreuzberg: M60

28.05.2026 – 31.05.2026

„Design in Wartime“ im Rahmen der Berlin Design Week

„Design in Wartime“ im Rahmen der Berlin Design Week

© Yana Shtets
Zeit 28.05.2026 – 31.05.2026 Ort Macherei Berlin-Kreuzberg: M60
Hallesches Ufer 40-60, 10963 Berlin

Die Ausstellung Design in Wartime präsentiert 19 Arbeiten ukrainischer und österreichischer Design- und Architekturstudierender aus dem Polytechnikum Lwiw und der Technischen Universität Wien, die sich mit den räumlichen, sozialen und kulturellen Herausforderungen des Lebens im Krieg auseinandersetzen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Architektur und Design auf Bedrohung, Zerstörung und Unsicherheit reagieren können und welche Formen von Schutz, Gemeinschaft und Hoffnung sie in der Stadt zu schaffen vermögen.

Ein zweisprachiger Katalog (Ukrainisch – Englisch) begleitet die Ausstellung.

Kuratiert von Prof. Dr. Bohdan Tscherkes und Prof. Viktor Shtets.

Das Projekt wird im Rahmen des Talkformats The Berlin Format am 29. Mai vorgestellt: 15:00 – 20:00 Uhr, Location: M40.

Die Ausstellung ist Teil der Berlin Design Week und während der regulären Öffnungszeiten im M60 zugänglich.

Öffnungszeiten:

28. Mai 14:00–20:00 Uhr
29. Mai 14:00–20:00 Uhr
30. Mai 12:00–20:00 Uhr
31. Mai 12:00–19:00 Uhr

Mehr Informationen www.berlindesignweek.com

Film

Semperoper Dresden

28.05.2026

Empfehlung: Stummfilm mit Livemusik „Die Stadt ohne Juden“

Empfehlung: Stummfilm mit Livemusik „Die Stadt ohne Juden“

©Filmarchiv Austria
Zeit Donnerstag, 28.05.202619:00 Ort Semperoper Dresden
Theaterplatz 2, 01067 Dresden

Im Rahmen des „Jahres der jüdischen Kultur in Sachsen 2026″ zeigt die Semperoper Hans Karl Breslauers Stummfilm „Die Stadt ohne Juden (1924)“ mit Livemusik der österreichischen Komponistin Olga Neuwirth.

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman des jüdischen Schriftstellers Hugo Bettauer und thematisiert die Vertreibung der jüdischen Bevölkerung – ein Thema von ungebrochener Aktualität. Nach einem Zufallsfund auf einem Pariser Flohmarkt 2015 konnte der lange als verschollen geltende Film vom Filmarchiv Austria vollständig restauriert werden. Neuwirths Komposition zum Film wurde 2018 im Wiener Konzerthaus uraufgeführt und seitdem weltweit aufgeführt, in London, Hamburg, Berlin, Tel Aviv, Paris, Graz und zuletzt im Sommer 2024 bei den Salzburger Festspielen.

Eine Produktion von Wiener Konzerthaus, Elbphilharmonie Hamburg, Ensemble Intercontemporain, Barbican Centre, Sinfonieorchester Basel & ZDF/ ARTE in Kooperation mit Wien Modern und Filmarchiv Austria

Mehr Informationen finden Sie hier

 

Film

Filmmuseum Potsdam

30.05.2026

Empfehlung: Film Screening „Melt“ von Nikolaus Geyrhalter

Empfehlung: Film Screening „Melt“ von Nikolaus Geyrhalter

© Nikolaus Geyrhalter Filmproduktion GmbH
Zeit Samstag, 30.05.202614:00 Ort Filmmuseum Potsdam
Breite Straße 1a / Marstall, 14467 Potsdam

Der international ausgezeichnete Dokumentarfilmer Nikolaus Geyrhalter nimmt uns mit zum größten Alpengletscher in der Schweiz und reist über Japan, Kanada, Österreich und Island bis hin zu einer Forschungsstation in der Antarktis. In atemberaubenden Bildern hält Geyrhalter Momentaufnahmen von schmelzenden Gletschern fest, die in Zukunft nicht mehr zu sehen sein werden.

Anschließend zum Screening wird Prof. Dr. Bernhard Diekmann (AWI Potsdam) über das weltweite Gletscherschmelzen und über den Zustand unseres Klimas sprechen. Moderiert wird das Gespräch von Julia Vismann (rbb radioeins)

Die Filmvorführung findet im Rahmen der 3. Ausgabe des Festivals „Green Visions Potsdam“ (28. bis 31. Mai 2026 in Potsdam) statt. 

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